2:1 gegen die Kölner Haie - Eisbären gewinnen erstes Spiel im Playoff-Viertelfinale

So 10.04.22 | 17:04 Uhr | Von Ilja Behnisch
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Die Eisbären Berlin (in blau) im Spiel gegen Köln (imago images/O. Behrendt)
Audio: Inforadio | 10.04.2022 | J. Gußmann | Bild: imago images/O. Behrendt

Die Eisbären Berlin sind erfolgreich in die Playoffs um die Meisterschaft der Deutschen Eishockey Liga gestartet. Gegen die Kölner Haie tat sich das Team von Trainer Serge Aubin dabei allerdings über weite Strecken schwerer als gedacht.

Die Eisbären Berlin sind mit einem Heimsieg in die Playoffs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gestartet. Am Sonntagnachmittag gewann der Titelverteidiger gegen die Kölner Haie mit 2:1 (0:0, 2:0, 0:1) und führt in der im Modus Best-of-Five ausgetragenen Viertelfinalserie nun mit 1:0. Marcel Noebels und Leonhard Pföderl sorgten mit ihren Toren für den knappen, aber verdienten Erfolg der Hauptstädter.

Die 10.692 Zuschauer und Zuschauerinnen in der Arena am Ostbahnhof sahen von Beginn an eine hart geführte, zeitweise hitzige Begegnung. Gegen die robust verteidigenden Gäste erspielten sich die Eisbären ein klares Chancenplus, blieben aber im Anfangsdrittel noch glücklos. Das änderte sich kurz nach der ersten Pause: 27 Sekunden nach dem Wiederbeginn traf Noebels zur verdienten Führung. Pföderl, der sein Comeback nach mehrwöchiger Verletzungspause gab und schon das erste Tor sehenswert vorbereitet hatte, baute den Vorsprung aus. So war es einmal mehr die sogenannte deutsche Reihe, die den Unterschied ausmachte und vielleicht die stärkste Reihe der DEL überhaupt ist.

Bangen um den Sieg

Doch angesichts des knappen Resultats war durchaus Raum für Selbstkritik. "Man hat schon gemerkt, dass jetzt Playoffs sind. Und man hat gemerkt, dass die Kölner schon mittendrin sind. Bei uns hat es ein bisschen gedauert", sagte etwa Pföderl nach dem Spiel am Mikrofon von MagentaSport über physisch sehr starke Kölner. Ein bisschen mehr Härte stecke dabei auch noch in seiner Mannschaft, so Pföderl, der aber auch spielerisch noch Verbesserungspotential erkannte: "Ich glaube, wir können nach dem 2:0 ein bisschen cooler spielen."

Weil die Berliner es verpassten, trotz guter Gelegenheiten für die Vorentscheidung zu sorgen, mussten sie in den Schlussminuten noch einmal um den Sieg bangen. Sechs Minuten vor dem Spielende gelang David McIntyre der Kölner Anschlusstreffer. Doch mit großem Einsatz und dank eines wieder einmal starken Torwarts Mathias Niederberger brachten die Eisbären die knappe Führung über die Zeit.

Hördler will zusammen mit seinem Sohn spielen

Derweil denkt Eisbären-Kapitän Frank Hördler bereits an die Zukunft. Der 37-Jährige will seine Karriere wahrscheinlich fortsetzen und hat noch ein großes Ziel: Einmal in einem Spiel mit seinem Sohn Eric (17) für die Berliner auf dem Eis zu stehen. "Es ist eine riesige Motivation für mich, richtig hart an mir zu arbeiten, damit das klappt. Es ist ein Grund, noch mal mehr zu machen", sagte der gebürtige Sachse dem "Tagesspiegel".

"Für einen Vater und ich glaube auch für einen Sohn ist das etwas Besonderes. Ich hatte das Erlebnis auch mit meinem Vater." Deswegen könne er sich gut vorstellen, auch in der nächsten Saison für den amtierenden Deutschen Meister zu spielen: "Es ist noch nicht ganz sicher, aber ich denke schon."

Mit den Verantwortlichen sei er in einem guten Dialog. "Aber ich bin auch in einem Alter, in dem man gerade in den Play-offs gucken muss, wie es sich anfühlt. Ich will ja auch gut sein", so Hördler, der mit den Eisbären in seine 16. DEL-Playoffs geht. Acht Mal wurde er mit dem Team schon Meister. Sein Sohn Eric spielt für die Nachwuchs-Mannschaft der Eisbären.

Sendung: rbb24, 10.04.2022, 18:00 Uhr

Beitrag von Ilja Behnisch

3 Kommentare

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  1. 3.

    Es war ein spannendes Spiel!

  2. 2.

    Go go go Eisbären!!!

  3. 1.

    Das Ergebnis ist egal aber die Serie zählt. Hoffe daß wir Fränki nächste Saison noch auf dem Eis sehen als Captain. Weiter zum Gewinn der neuten Meisterschaft.

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