3:0 gegen Friedrichshafen - BR Volleys wenden ersten Final-Matchball ab

Sa 23.04.22 | 20:40 Uhr | Von Lynn Kraemer
Benjamin Patch jubelt mit ausgestreckten Armen (Bild: Imago/Matthias Koch)
Video: rbb24 | 23.04.2022 | Max Zobel | Bild: Imago/Matthias Koch

Die BR Volleys können weiter auf die deutsche Meisterschaft spekulieren. Das dritte Spiel der Finalserie gewannen die Berliner 3:0 gegen den VfB Friedrichshafen und traten dabei deutlich befreiter auf.

Die BR Volleys haben den ersten Final-Matchball abgewehrt und wahren sich weiter eine Chance auf die Meisterschaft. Am Samstagabend gewann der Volleyball-Bundesligist in der heimischen Max-Schmeling-Halle 3:0 gegen den VfB Friedrichshafen (25:23, 27:25, 25:17). In der Best-of-Five-Serie steht es nun 1:2. Für den Titel muss eine Mannschaft drei Siege holen.

Berlins Trainer Cedric Enard setzte wie auch schon zuvor in der Startaufstellung auf Grankin, Patch, Carle, Schott, Klein und Mote. Den Gastgebern gelang es im ersten Satz mehrere lange Ballwechsel für sich zu entscheiden und so eine 3-Punkte-Serie zum 10:7 zu starten. Mehr Abstand konnten sich die BRV aber nicht herausarbeiten, weil ihnen der Friedrichshafener Block zu schaffen machte.

Die Gäste zogen mit und sorgten für ein ausgeglichenes Spiel (17:19). Benjamin Patch legte ein Aufschlag-Ass zum Satzball hin (24:23). Friedrichshafen-Trainer Mark Lebedew nahm eine Auszeit, um den US-Amerikaner aus dem Rhythmus zu bringen, doch der wiederholte sein Ass zum Satzgewinn.

Mehr Selbstvertrauen

Die Gäste versuchten es immer wieder durch die Mitte, um das Fehlen von Jeffrey Jendryk auszunutzen. Der Mittelblocker, der sich im ersten Finalspiel verletzt hatte, stand zwar im Kader, allerdings nur pro forma als zweiter Libero, um sein Team auch von der Bank aus unterstützen zu können.

Georg Klein vertrat ihn jedoch so, dass die Berliner über weite Strecken des Satzes einen 2-Punkte-Vorsprung aufrechterhalten konnten. Und dank Patch mit 22:19. Die Gäste kämpften sich nochmal auf 23:22 ran und schafften es mehrere Satzbälle abzuwehren. Simon Hirsch blockte einen Ball von Ruben Schott direkt in dessen Gesicht (23:23). Den Satz sicherten sich aber schließlich die Volleys (27:25).

Zuschauerrekord der Saison

In der Max-Schmeling-Halle war zum ersten Mal seit langem wieder der Oberrang geöffnet, und so konnten insgesamt 5.535 Zuschauende verfolgen, wie die Berliner mit einem Lauf in den dritten Satz starteten und schnell 5:1 führten. Diesen Abstand konnten sie beibehalten (14:10) und traten deutlich gelöster auf. Die Vorentscheidung war das allerdings noch nicht, da sich Friedrichshafen versuchte mit einem 3-Punkte-Lauf wieder ranzukämpfen. Enard nahm die Auszeit und gab seinem Team die Möglichkeit sich wieder zu sammeln. Der Plan ging auf.

Ein starker Block von Grankin brachte die 20:14-Führung. Der Trainer nutzte den Vorsprung, um auch Cody Kessel und Marek Sotola mehr Spielzeit zu geben. Kessel schraubte sich für den Matchball nochmal in die Luft und holte den dritten Satz und Sieg für die Volleys (25:17).

Noch nicht fertig

"Ich glaube, dass wir heute über drei Sätze konsequent gespielt haben. Das hat uns vor allem im ersten Spiel in Berlin gefehlt", resümierte BRV-Geschäftsführer Kaweh Niroomand nach dem Spiel. Auch Mittelblocker Klein betonte die veränderte Einstellung: "Wir standen mit dem Rücken zur Wand. Aber wir haben uns vor dem Spiel gesagt: 'Die werden nicht in unserer Halle Deutscher Meister. Nicht vor dieser geilen Kulisse.'" Der Gegner habe gemerkt, dass er in der Halle keine Chance habe.

Das vierte Spiel der Finalserie findet am Mittwoch, 27. April, in Friedrichshafen statt. Sollten die BR Volleys auch dort den Matchball abwehren können, findet das letzte und entscheidende Spiel um die Meisterschaft am Samstag, 30. April, in der Max-Schmeling-Halle statt. Sollte es dazu kommen, prophezeit Georg Klein ein "ausverkauftes Haus".

Sendung: rbb24, 23.04.2022, 21:45 Uhr

Ergebnisse Volleyball

  • Playoffs

    Finale

    1. Berlin - Friedrichshafen ....... 2:3

    2. Friedrichshafen - Berlin ....... 3:1

    3. Berlin - Friedrichshafen ....... 3:0

    4. Friedrichshafen - Berlin ....... 1:3

    5. Berlin - Friedrichshafen ....... 3:1


    Playoff-Endstand (best of five)

    Berlin - Friedrichshafen .......... 3:2


    Nie zuvor in der Bundesliga-Geschichte

    war es einem Team gelungen, nach 0:2-

    Rückstand im Playoff den Titel zu ge-

    winnen. Für die Berliner war es der

    12.Triumph und der 6. in Folge.

    (ARD Text)

  • Playoffs

    Finale

    1. Stuttgart - Potsdam ............ 0:3

    2. Potsdam - Stuttgart ............ 0:3

    3. Stuttgart - Potsdam ............ 2:3

    4. Potsdam - Stuttgart ............ 2:3

    5. Stuttgart - Potsdam ............ 3:0


    Playoff-Endstand (best of five)

    MTV Stuttgart - SC Potsdam ........ 3:2


    Es war für Stuttgart der zweite Meis-

    tertitel nach 2019. Auf nationaler

    Ebene waren die Potsdamerinnen in die-

    ser Saison das einzige Team, das den

    MTV in einem Spiel schlagen konnte.

    (ARD Text)

  • Freitag, 06.Mai
    PSV Neustrelitz - VCO Berlin3:1
    PlVereinSpSätzePkt
    1.TuS Mondorf2468:2162
    2.Moerser SC2467:2162
    3.PSV Neustrelitz2452:3745
    4.VC Bitterfeld-Wolfen2447:4240
    5.SV Warnemünde2446:4638
    6.Kieler TV2444:4735
    7.SV Lindow-Gransee2442:4635
    8.TuB Bocholt2443:4832
    9.FC Schüttorf 092443:5031
    10.TV Baden2439:5528
    11.USC Braunschweig2439:5326
    12.VV Humann Essen2424:6514
    13.VCO Berlin2420:678
    PL
    Platz
    SP
    Spiele
    PKT
    Punkte

    (DVV)

  • Samstag, 30.April
    Stralsunder Wildcats - RC Sorpesee3:0
    PlVereinSpSätzePkt
    1.Skurios Volleys Borken2671:2567
    2.TSV Bayer 04 Leverkusen2669:2962
    3.DSHS SnowTrex Köln2669:3260
    4.VC Allbau Essen2656:4446
    5.SCU Emlichheim2656:4046
    6.Stralsunder Wildcats2654:4544
    7.ETV Hamburg2651:4742
    8.BBSC Berlin2647:4637
    9.SV Blau-Weiß Dingden2643:5531
    10.VfL Oythe2640:5828
    11.VCO Berlin2637:6027
    12.SSF Fortuna Bonn2631:6420
    13.RC Sorpesee2627:7016
    14.VCO Münster2618:7211
    PL
    Platz
    SP
    Spiele
    PKT
    Punkte

    (DVV)

  • Aufstiegsrunde


    1. Eimsbütteler TV 12 35:5 33

    2. TSGL Schöneiche 12 32:9 31

    3. USC Magdeburg 12 23:25 18

    4. Kieler TV 2 12 19:25 15

    5. SV Preußen Berlin 12 17:27 12

    6. PSV Dessau Volleys 12 17:30 11

    7. VCO Berlin 2 12 12:34 6


    Abstiegsrunde


    1. TSV Spandau 10 26:13 23

    2. Halstenbek-Pinneberg 10 22:12 20

    3. SC Potsdam 10 21:16 18

    4. SV Warnemünde 2 10 19:20 14

    5. CV Mitteldeutschland 10 13:25 9

    6. SV Schulzendorf 10 11:26 6

    Ende der Saison 2021/2022


    Als Tabellenerster und -zweiter der Aufstiegsrunde spielen der Eimsbüttler TV und TSGL Schöneiche in der Saison 2022/2023 in der 2. Bundesliga. Als Tabellenschlusslichter steigen der SV Schulzendorf und der CV Mittel- deutschland ab und spielen in der kom- menden Saison in der Regionalliga Nord- ost.


    Der SV Warnemünde ist sportlich in die Regionalliga Nord abgestiegen, kann aber - da die Lizenzverfahren noch nicht abgeschlossen sind - u.U. in der 3. Liga bleiben; Auf- und Absteiger stehen damit noch nicht final fest.

    (DVV)

  • Ende der Saison 2021/2022


    Als Tabellenerster ist der TSGL Schöneiche 2 sportlich in die 3. Liga aufgestiegen. Eine weitere Vorausset- zung für den Aufstieg war der Aufstieg der ersten Mannschaft des TSGL Schön- eiche in die 2. Liga.


    Der SG Prieros und der Berliner TSC haben einen möglichen Aufstieg in die 3. Liga abgelehnt und verbleiben in der Regionalliga Nordost.


    Die Absteiger Elsterwerdaer SV 94 und Cottbuser VV spielen in der kommenden Saisn in der Brandenburg-Liga, DJK Western 23 Berlin in der Berlin-Liga.

    1. TSGL Schöneiche II 20 57:19 54

    2. SG Prieros / KW 20 53:20 49

    3. Berliner TSC 20 49:28 42

    4. SG Prenzlauer Berg 20 46:28 41

    5. VfK Berlin-Südwest 20 37:38 31

    6. TKC Wriezen 20 34:42 24

    7. Burger VC99 20 32:47 22

    8. USV Halle 20 32:49 19

    9. DJK Westen 23 Berlin 20 31:46 18

    10. Cottbusser VV 19 26:48 16

    11. Elsterwerdaer SV 19 23:53 11

  • Ende der Saison 2021/2022


    Als Tabellenerster ist der Berliner VV in die 3. Liga aufgestiegen.


    Der VT Rudow-Altglienicke und der VfK Berlin-Südwest haben einen möglichen Aufstieg in die 3. Liga abgelehnt und verbleiben in der kommenden Saison in der Regionalliga Nordost.


    WSG Reform Magdeburg und VC Bitterfeld- Wolfen sind abgestiegen und spielen in der kommenden Saison in der Landes- oberliga des Volleyball-Verbands Sach- sen-Anhalt. Der dritte Absteiger Mar- zahner VC spielt in der kommenden Sai- son in der Landesliga Berlin.

    Aufstiegsrunde


    1. Berliner VV 12 35:11 32

    2. TSV Berlin-Wedding 12 27:16 25

    3. VfK Berlin-Südwest 12 26:24 19

    4. Rudow-Altglienicke 12 23:23 18

    5. SV Braunsbedra 12 18:25 15

    6. VCO Berlin 2 12 15:26 11

    7. Blau-Weiß Brandenburg 12 14:33 6


    Abstiegsrunde


    1. SG Prenzlauer Berg 2 10 25:14 23

    2. BBSC Berlin 3 10 25:13 21

    3. KSC AHASI Spremberg 9 18:16 16

    4. WSG Reform Magdeburg 9 18:20 12

    5. Marzahner VC 10 18:23 10

    6. VC Bitterfeld-Wolfen 10 8:26 5

Beitrag von Lynn Kraemer

Nächster Artikel