89:84 gegen Ludwigsburg - Alba Berlin erkämpft sich Sieg bei Start in Halbfinal-Serie

Fr 27.05.22 | 21:20 Uhr | Von Lukas Witte
  1
Alba-Guard Jaleen Smith jubelt beim Sieg im ersten Halbfinalspiel gegen Ludwigsburg (imago images/camera4+)
Video: rbb24 | 27.05.2022 | Torsten Michels | Bild: imago images/camera4+

Im ersten Spiel der Halbfinal-Serie hat Alba sich einen knappen Heimsieg gegen Ludwigsburg erkämpft. Dabei hatten die Berliner große Probleme mit den Distanzwürfen der Gäste, triumphierten aber am Ende dank ihrer harten Rebound-Arbeit. Von Lukas Witte

Im ersten Halbfinal-Spiel in den Play-offs der Basketball-Bundesliga hat Alba Berlin am Freitag einen knappen Heimsieg einfahren können. Mit 89:84 (45:43) gewann der deutsche Meister den Auftakt der Serie in der Arena am Ostbahnhof gegen Ludwigsburg.

Die Gäste stellten die Berliner über weite Strecken vor eine schwierige Herausforderung und dominierten vor allem bei den Distanzwürfen. Die Gastgeber glänzten hingegen mit ihrer Rebound-Arbeit und bewiesen am Ende die stärkeren Nerven. Bester Berliner Werfer war Maodo Lo mit 20 Punkten.

Das zweite Spiel der Best-of-Five-Serie findet am kommenden Sonntag (18 Uhr) wieder in der Hauptstadt statt. Erst für das dritte Spiel muss Alba dann am nächsten Freitag nach Ludwigsburg reisen.

Zu viele Ballverluste in der ersten Hälfte

Vor 8.211 Zuschauern startete Alba mit einigen Schwierigkeiten in die Partie. Die Gäste aus Ludwigsburg verteidigten äußerst konzentriert und machten das Spiel nach vorne schnell und intensiv. Auch von hinter der Drei-Punkte-Linie fanden die Baden-Württemberger schnell ihren Rhythmus und stellten die Berliner vor Probleme.

Der deutsche Meister dominierte hingegen am Brett und kontrollierte die Rebounds sowohl im Angriff als auch unter dem eigenen Korb. Mit viel Anstrengung und Kampf gelang es den Gastgebern so, mit einer knappen Führung in die Viertelpause zu gehen.

Ein ähnliches Bild zeigte sich dann auch im zweiten Durchgang. Das Spiel war in vielen Aspekten ausgeglichen und Alba gelang es weiterhin nicht sich abzusetzen. Das lag vor allem an den vielen Ballverlusten, zu denen sie die Ludwigsburger Verteidigung drängte. Zehn Turnover verzeichneten die Berliner in den ersten beiden Spielabschnitten.

Statistiken zum Spiel

Den ersten etwas größeren Vorsprung erarbeiteten sich die Berliner erst vier Minuten vor der Halbzeitpause durch einen Dreier von Jaleen Smith (39:33). Zwischenzeitlich bauten sie diese Führung sogar auf neun Punkte aus, wurden dann aber zum Ende der ersten Hälfte nachlässig und unkonzentriert und erlaubten den Gästen mit einem 7:0-Lauf bis zur Pause wieder zurückzukommen (45:43).

Probleme mit dem gegnerischen Aufbauspieler

Nach der Pause setzte Alba die starke Rebound-Arbeit weiter fort und erarbeitete sich so viele zweite Chancen nach vergebenen Würfen. Bei Ludwigsburg zeigte der schnelle Spielaufbau und die intensive Defense aus der ersten Halbzeit erste Spuren der Ermüdung und sie wirkten weniger konzentriert und körperlich.

Weiterhin erfolgreich waren sie allerdings bei den Distanzwürfen und auch die individuelle Leistung von Aufbauspieler Jordan Hulls hielt Ludwigsburg im Spiel. Er erzielte bis zum vierten Viertel bereits 23 Punkte.

Alba hatte hingegen große Probleme von hinter der Drei-Punkte-Linie. Nur sechs von 23 Dreiern traf die Mannschaft von Trainer Israel Gonzalez bis zum Ende des dritten Spielabschnitts – so viele wie der gegnerische Point Guard Hulls allein getroffen hatte. Trotz zwischenzeitlicher Neun-Punkte-Führung der Berliner gingen die beiden Teams mit nur vier Zählern Abstand in den Schlussabschnitt (70:66).

Qualität setzte sich am Ende durch

Ludwigsburg witterte mit Beginn des letzten Viertels die Chance, für eine Überraschung im ersten Halbfinalspiel zu sorgen, und kam mit hoher Intensität zurück auf das Parkett. Nach knapp über einer Minute gingen sie durch einen Halbdistanzwurf von James Woodard in Führung (72:74). Der deutsche Meister wirkte kurz verunsichert, kam dann aber nach einer Auszeit wieder gut zurück ins Spiel und zwang die Gäste zu Fehlern.

Drei Minuten vor Schluss sorgte dann Alba-Guard Jaleen Smith mit zwei Dreiern in Folge für einen kleinen Vorsprung (86:81) und ausgelassene Stimmung in der Arena am Ostbahnhof. Auch Luke Sikma zeigte in der entscheidenden Phase erneut, wie wertvoll er für die Berliner ist und dominierte seine Gegenspieler beim Kampf um die Rebounds. Insgesamt holte der 2,02 Meter große Amerikaner in der Partie neun Defensiv- und sechs Offensivrebounds.

Am Ende setzte sich die Qualität des deutschen Meisters dann durch. Mit 89:84 gewann Alba das erste Halbfinalspiel. Ludwigsburg stellte sie allerdings vor eine größere Herausforderung als erwartet und zeigte eine starke Leistung. "Sie haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Vor allem mit ihren Distanzwürfen. Die Offensiv-Rebounds waren heute unser Schlüssel zum Sieg. Heute hat 'Big-Ball' gegen 'Small-Ball' gewonnen. Mal sehen, wie es im zweiten Spiel wird", analysierte Alba-Coach Israel Gonzalez nach der Schlusssirene am Mikrofon von Magenta Sport die Partie.

Sendung: rbb24, 27.05.2022, 21:45 Uhr

Beitrag von Lukas Witte

1 Kommentar

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 1.

    Ich gratulieren Euch

Nächster Artikel