3:4-Niederlage gegen Meppen - Viktoria Berlin steigt aus der 3. Liga ab

Sa 14.05.22 | 15:41 Uhr
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Cebrail Makreckis von Viktoria Berlin im Spiel gegen Meppen (Bild: IMAGO/Werner Scholz)
Bild: IMAGO/Werner Scholz

Viktoria Berlin hat es am letzten Spieltag der 3. Liga nicht geschafft, den Abstieg noch abzuwenden. Nach einer 3:4-Niederlage gegen Meppen muss der Vorjahres-Aufsteiger zur kommenden Saison zurück in die Regionalliga Nordost. Von Jakob Lobach

Die Fußballer von Viktoria Berlin haben den Klassenerhalt in der 3. Liga verpasst. Am Samstagnachmittag verlor die Mannschaft von Trainer Farat Toku ihr letztes Saisonspiel gegen den SV Meppen zuhause mit 3:4 (0:0). Viktoria beendet die Saison 2021/22 so auf Tabellenplatz 17 und muss nach nur einem Jahr im Profi-Fußball den Gang zurück in die Regionalliga Nordost antreten.

Schlechte Ausgangslage, bemühter Start

Viktorias Ausgangslage vor dem Spiel war ebenso klar wie schlecht: Mit 37 Punkten und einem Torverhältnis von -17 lagen die Berliner auf dem Abstiegsplatz 17. Auf dem Nicht-Abstiegsplatz 16 darüber rangierte der SC Verl mit 39 Zählern und einem Torverhältnis von -10. Das bedeutete: Viktoria musste sein Heimspiel gegen Meppen gewinnen und war gleichzeitig auf eine Verler Niederlage gegen Duisburg angewiesen, um die Klasse noch zu halten. "Wir müssen unser Spiel gewinnen und dann werden wir sehen", hatte Sportdirektor Rocco Teichmann angesichts dieser Ausgangslage vor dem Spiel gesagt.

Und gemäß dieser Vorgabe startete Viktoria dann auch ins Spiel gegen Meppen. Vom Anstoß weg orientierten sich die Gastgeber nach vorne und erspielten sich in Person von Lukas Pinckert die erste kleine Chance der Partie. Überhaupt war die Mannschaft von Trainer Toku in den Anfangsminuten bemüht, defensiv druckvoll zu agieren und sich offensiv schnell nach vorne zu spielen.

Nach der guten Anfangsphase waren es in der Folge aber die Gäste, die das Spiel bestimmten und offensiv die aktivere Mannschaft waren. Viktoria agierte offensiv wie defensiv nun etwas zu passiv und ließ die Meppener etwas zu sehr gewähren. So dauerte es bis in die 30. Minute, ehe Viktoria seine Aggressivität wiederfand und erstmals so richtig, dafür aber gleich dreifach gefährlich wurde.

Rückstand nach ungenutzter Dreifachchance

Nach etwas Gestocher im Strafraum zog Shinji Yamada einfach mal ab und setzte den Ball an die Latte. Es folgte ein geblockter Schuss von Franck Evina, ehe Pinckert von Höhe des Elfmeterpunktes an einer starken Parade von Constantin Frommann im Meppener Tor scheiterte. Dass aus dem Chancentrio kein Treffer resultierte, war umso bitterer, da Duisburg kurz darauf in Verl mit 1:0 in Führung ging. Im Berliner Jahn-Sportpark hingegen blieb es bis zur Pause beim 0:0-Unentschieden.

In Halbzeit zwei blieb es allerdings nicht lange bei diesem Spielstand. Bereits in Minute 48 war Viktoria bei einem langen Meppener Ball viel zu passiv. Einen ersten Schuss von Luka Tankulic konnte Torwart Philip Sprint noch parieren, den zweiten von Morgan Faßbender dann nicht mehr. Besonders bitter: Nahezu zeitgleich mit der Meppener Führung glich Verl sein Spiel gegen Duisburg wieder aus.

Noch bitterer: Keine fünf Minuten später spielte Yamada bei einer Grätsche im Strafraum den Ball mit der Hand. Den berechtigten Strafstoß für Meppen verwandelte Tankulic in der 53. Minute sicher und stellte so auf 0:2 aus Sicht Viktorias. So brauchten die Berliner fortan nicht nur einen weiteren Duisburger Treffer in Verl, sondern vor allem erst mal drei eigene Treffer gegen Meppen.

Turbulentes Ende einer turbulenten Saison

Christoph Menz war in der 65. Minute derjenige, der mit seinem Treffer zum 1:2 zumindest ein bisschen neue Hoffnung aufkommen ließ bei Viktoria. Weil aber nur drei Minuten später Lukas Krüger auf der anderen Seite wieder für Meppen traf, war diese schnell wieder verflogen. Zwar stellte Viktorias Tobias Gunte fünf Minuten vor dem Ende erst den Anschluss her und traf in der 90. Minute sogar noch zum 3:3-Ausgleich. Ein weiterer Meppener Treffer durch Richard Sukuta-Pasu in der Nachspielzeit brachte den Gästen aber noch den 4:3-Sieg.

So stand am Ende mit dem Abstieg ein maximal enttäuschender Abschluss einer turbulenten Saison für Viktoria. Nur ein Jahr nach dem Aufstieg in die 3. Liga und somit in den Profi-Fußball müssen die Berliner wieder zurück in die Regionalliga Nordost.

Sendung: rbb UM6, 14.05.2022, 18 Uhr

1 Kommentar

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  1. 1.

    Schade. Dann ein neuer Anlauf, vielleicht klappt es ja nochmal.

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