Titelentscheidung vertagt - Alba Berlin unterliegt Bayern München im dritten Finalspiel deutlich

Fr 17.06.22 | 20:52 Uhr
Beim Zug zum Korb von Bayern-Spieler Nihad Djedovic konnte Albas Luke Sikma im dritten Finalspiel nur hinterherschauen (imago images/contrast)
Video: rbb24 | 17.06.2022 | Torsten Michels | Bild: imago images/contrast

Die Entscheidung um die deutsche Meisterschaft im Basketball muss noch einmal verschoben werden. Nach einer schwachen Leistung und großen Problemen mit den Distanzwürfen hat Alba im dritten Finalspiel deutlich gegen Bayern München verloren.

Basketball-Bundesligist Alba Berlin hat in der Finalserie um die deutsche Meisterschaft die erste Niederlage hinnehmen müssen. Nach Siegen in den ersten beiden Spielen verloren die Berliner am Freitagabend die dritte Finalpartie gegen den FC Bayern München mit 60:90 (33:52). Beste Berliner Werfer waren Oscar da Silva (15 Punkte) und Maodo Lo (10 Punkte). In der Best-of-five-Serie steht es nun 2:1 für den Titelverteidiger aus der Hauptstadt.

Probleme aus der Distanz

Vor 14.500 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof begann Alba mit dem gewohnt schnellen Spiel nach vorne, hatte aber mit einigen Unkonzentriertheiten zu kämpfen. Vor allem die Distanzwürfe machten den Berlinern im ersten Viertel Schwierigkeiten. München zeigte sich hingegen wacher und fokussierter als noch im vergangenen Finalspiel und kam durch gute Spielzüge immer wieder zu einfachen Körben. Auch bei der Rebound-Arbeit investierten die Bayern viel, zeigten Einsatz und gingen mit einer Acht-Punkte-Führung in den zweiten Spielabschnitt.

Die Berliner hatten weiterhin Probleme die starke Defense der Gäste zu knacken und sich gute Wurfpositionen zu erarbeiten. Stattdessen verzeichnete der Titelverteidiger viele Ballverluste und blieb auch von hinter der Drei-Punkte-Linie weiterhin kalt. Nur einen ihrer zwölf Dreierversuche traf Alba in der ersten Hälfte. Trainer Israel Gonzalez rotierte immer wieder und versuchte es mit verschiedenen Lineups, konnte bis zur Pausensirene allerdings kein Mittel finden, um die Münchner zu stoppen. Bayern zeigte sich hingegen weiterhin wie ausgewechselt im Vergleich zum letzten Spiel und ging mit einer deutlichen 52:33-Führung in die Kabine.

Bayern waren nicht zu knacken

Auch in der zweiten Halbzeit ließen die Berliner Probleme nicht nach. Zwar gelang es ihnen die Angriffe der Bayern immer wieder zu stoppen, sie verwandelten selbst vorne aber selbst keine Würfe. Es dauerte etwas mehr als drei Minuten, bis Maodo Lo seine Mannschaft mit einem Dreipunktewurf von der Korbflaute erlösen konnte. Ein Hoffnungsschimmer für das Berliner Publikum, das für ordentlich Lärm in der Halle sorgte.

Die Bayern ließen sich davon allerdings nicht beeindrucken und zogen ihr konzentriertes Spiel weiter durch. Mit harter Verteidigung und starker individueller Klasse im Angriff hielten sie ihren Vorsprung konstant hoch und ließen Alba kaum eine Chance. Mit einem Rückstand von 46:72 gingen die Berliner in den letzten Spielabschnitt.

An dem Spielgeschehen änderte sich auch in den letzten zehn Minuten nichts mehr. München blieb souverän und eiskalt, während die Berliner einfach keinen Weg fanden, die Gäste doch noch einmal unter Druck zu setzen. Nur zwei Distanzwürfe verwandelten sie in der gesamten Partie und wirkten auch in Defensive häufig schwach und einen Schritt zu spät. Die Niederlage gegen die Bayern fiel am Ende mit einem Rückstand von 30 Punkten deutlich aus.

In der Best-of-five-Serie führt Alba allerdings weiterhin mit 2:1 und hat am kommenden Sonntag (19.06.) beim Spiel vier in München die nächste Chance, die dritte Meisterschaft in Folge perfekt zu machen.

Sendung: rbb24 Inforadio, 17.06.2022, 21.15 Uhr

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