Radrennen "VeloCity" - Vom Mini-Sprint bis zur Bergwertung

Mi 29.06.22 | 19:53 Uhr | Von Ilja Behnisch
Ein Radrennen durch die Straßen von Berlin (imago images)
Audio: rbb24 Inforadio | 29.06.2022 | Matthias Bartsch | Bild: imago images

Lange Zeit war Radsport in Berlin mit dem Sechstagerennen gleichgesetzt. Mit dem neu gestarteten "VeloCity" soll nun auch auf der Straße in die Pedale getreten werden. Im Breitensport und organisiert von den Machern des Berlin-Marathons.

Wer mit dem Fahrrad nicht nur von A nach B kommen oder gemütlich durch Berlin bummeln möchte, kommt beim "VeloCity" des SCC Events am 3. Juli 2022 voll auf seine Kosten.

Ein Radrennen für "jedermann und jedefrau" soll es sein, das die Organisatoren des Berlin-Marathons da erstmals anbieten wollen und bei dem es bis zu 12.000 Startplätze gibt. Dabei verteilen sich diese nicht nur auf verschiedene Strecken (60 und 90 Kilometer), sondern auch von Einzel- bis hin zu Teamstarts von mindestens fünf und maximal acht Personen.

Eine Stadtrundfahrt der anderen Art

Allen gemeinsam ist die einzigartige Route der "VeloCity", vorbei an nahezu allen Sehenswürdigkeiten der deutschen Hauptstadt in City Ost und City West und einem Zielbereich im Schatten des Brandenburger Tores auf der Straße des 17. Juni.

Vorausgesetzt werden dabei laut Veranstalter [velocity.berlin] lediglich: Fahrrad mit zwei unabhängig voneinander funktionierenden Bremsen, Helm und genügend Power in den Beinen für mindestens 60 Kilometer. Doch auch wenn bei SCC Events von einer "geführten Stadtrundfahrt der etwas anderen Art" die Rede ist, so ganz ohne Leistungsvermögen sollte man die noch mögliche Anmeldung nicht angehen. Mindestens 23 km/h sollte man auf der 60 Kilometer-Strecke im Schnitt fahren können, ansonsten holt einen der berühmte Besenwagen. Auf die 90 Kilometer sind sogar 26 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit vorgesehen.

Bergwertung der Tour de France

Aber nicht nur in dieser Hinsicht kommen bei der "VeloCity" leichte Tour-de-France-Gefühle auf. So beinhaltet die Strecke auf der Havelchaussee mit dem sogenannten "Willi", dem König-Wilhelm-I-Gedächtnisturm, die Bergwertung einer Tour-de-France-Etappe, die 1987 im damaligen West-Berlin startete.

 

Und auch für die Tour-de-France-Starter einer etwas ferneren Zukunft ist beim "VeloCity" gesorgt. So finden bereits am Samstag, den 2. Juli, ab 14 Uhr auch Rennen für die Kleinsten statt. Beginnen dürfen die zwei bis vier Jahre alten Nachwuchs-Radfahrer auf einer Strecke von 100 Metern. Dabei sind explizit auch Laufräder genehmigt. Nach den Rennen können die Teilnehmer aller Altersgruppen auf dem Expo-Gelände zwischen Ebertstraße und der Yitzhak-Rabin-Straße nach neuem Equipment Ausschau halten.

Wer will, hat dann bereits seine mit der persönlichen Bestzeit gravierte Teilnehmer-Medaille um den Hals gehängt. Die Zeitnahme ist dabei im Startgeld inbegriffen, erfolgt elektronisch und über Einweg-Transponder. Für "jedermann und jederfrau". Nur nicht für Bummelfahrten.

Sendung: rbb24 Inforadio, 29.06.2022, 19:15 Uhr

Beitrag von Ilja Behnisch

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