Kampf um Hertha-Spitze - Ingmar Pering zieht Kandidatur für Präsidentenamt zurück

Di 21.06.22 | 13:01 Uhr
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Ingmar Pering
Audio. radioeins | 21.06.2022 | Jan Vesper | Bild: IMAGO/Matthias Koch

Ingmar Pering tritt nun doch nicht fürs Spitzenamt bei Hertha an. Das langjährige Präsidiumsmitglied will stattdessen die Kandidatur seines Kontrahenten Frank Steffel unterstützen. Nun läuft es bei der Präsidenten-Wahl auf einen Zweikampf hinaus.

Ingmar Pering hat überraschend verkündet, auf die Kanditatur für das Präsidentenamt von Hertha BSC zu verzichten. Stattdessen wolle das aktuelle Präsidiumsmitglied beim Fußball-Bundesligisten die Kandidatur von Frank Steffel unterstützen. Das berichtete die Bild am Dienstagvormittag, Pering bestätigte es danach dem rbb.

 

Zweikampf zwischen Steffel und Bernstein

Es habe ein Wettlauf gegeben darum, welcher Präsidentschaftkandidat die meisten anderen möglichen Kandidaten hinter sich versammeln könne, sagte Pering dem rbb. "Da hat Frank Steffel am Ende die Nase vorn gehabt". Der 56-Jährige betonte, dass es ihm um Einigkeit im Verein gehe. "Es geht jetzt nicht um Eitelkeiten", sagte er.

Steffel, dem ehemaligen CDU-Politker und aktuellen Präsidenten der Füchse Berlin, wolle er sich nun als möglicher Vizepräsident zur Verfügung stellen.

Laut Bild soll außer Pering auch Michael Baumgärtner seine Kandidatur zurückgezogen haben, Florian Kellner sei aufgrund eines Formfehlers vom Aufsichtsrat nicht zugelassen worden. Dazu soll Marvin Brumme ebenfalls vor dem Rückzug stehen. Ihnen wurden allerdings ohnehin wenig Chancen eingeräumt.

Das Amt des Hertha-Präsidenten ist seit dem Rücktritt von Werner Gegenbauer am 24. Mai vakant. Am 26. Juni soll auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung über einen neuen Präsidenten abgestimmt werden.

Nach jetzigem Stand läuft es dabei auf einen Zweikampf hinaus zwischen Frank Steffel und Kay Bernstein. Der Unternehmer und Ex-Ultra Bernstein hatte seine Kandidatur bereits im Frühjahr bekannt gegeben.

Sendung: radioeins, 21.06.2022, 18:30 Uhr

7 Kommentare

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  1. 7.

    Kay Bernstein hat eine Ultra-Vergangenheit, ist aber schon lange nicht mehr in der Kurve. Wenn du dich informieren würdest, wüsstest du, dass er oft auch sehr andere Ansichten und Meinungen hat zu dem, was in der Ostkurve passiert.
    Aber klar, lieber einen "Ultra" verhindern und dafür einen Plagiator wählen, der mit Hertha soviel zu tun hat, wie du mit einer ordentlichen Recherche zu Kay Bernstein.
    Letzten Sonntag hat Kay eine Konferenz veranstaltet, bei der Herthafans (langjährige Fans, Normalos, Ultras, Geschäftsstellen-Mitarbeiter etc.) ihre Vision für die Zukunft von Hertha BSC formulieren können. Daran will Kay sich halten bzw. stellt diese Informationen Hertha BSC zur Verfügung, wenn er nicht gewählt wird. Auch du hättest also teilnehmen und die Zukunft von Hertha BSC mitgestalten können. Frank Steffel hingegen hat bisher keine Vision/Wahlprogramm veröffentlicht.
    Neuanfang mit echter Mitbestimmung der Fans vs. Hinterzimmer-Klüngeleien mit desinteressiertem Präsidenten...

  2. 6.

    Kay Bernstein ist schon sehr lange nicht mehr in der Ultra-Szene aktiv. Vielleicht erst einmal informieren, bevor du solche Kommentare schreibst.

  3. 5.

    Da magst Du Recht haben, schauen wir mal ;-)
    Jedenfalls hat das Alles ein gewisses Geschmäckle.

  4. 4.

    Ich finde den Verzicht Perings alles andere als "überraschend". Mein Eindruck ist, dass einige Gremiumsmitglieder einen wirklichen Neuanfang scheuen, anders kann ich mir diese CDU-dominierte Westberliner Seilschaft aus Steffel (CDU), Pering (ehemals CDU), Mock-Stümer (CDU) und co. nicht erklären. Vor einer Woche noch erklärte Pering bei RBB Sport, Steffel sei der falsche Kandidat für das Präsidentenamt und nun unterstützt er ihn.
    Für mich gibt es nur eine Erklärung: Diese Personen wollen eben gerade keinen Neuanfang und schließen sich deshalb zusammen.

  5. 3.

    Die Parteien haben sich nun formiert, ich denke mal das Herr Steffel die Nase vorn und intern ein besseres Standing hat.

  6. 2.

    Kennst du Kay persönlich, bist Du in allen Bereichen der Fanszene tief drinnen oder woher nimmst Du deine Meinung ???

  7. 1.

    Es gilt Bernstein zu verhindern. Ultra`s dürfen nicht noch mehr Macht bekommen als wie sie jetzt schon haben. Sie genießen Privilegien die andere nicht haben. Und wenn solch einer noch Präsi wird , wird es noch schlimmer. Da ist Klungelei an der Tagesordnung

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