Vierter Tag der Finals 2022 in Berlin - Mihambo krönt sich erneut zur Deutschen Meisterin

So 26.06.22 | 19:29 Uhr
Malaika Mihambo
Audio: rbb24 | So 26.06.22 | Hollmann, T. | Bild: IMAGO/Eibner

Weitsprung-Star Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) hat sich auf dem Weg zur Titelverteidigung bei WM und EM ihren sechsten deutschen Meistertitel abgeholt.

Die Olympiasiegerin war in Berlin mit 6,85 m nicht zu schlagen, mit ihrer Saisonbestleistung von 7,09 m ist sie derzeit wieder die Nummer eins der Welt. Bei ihrem Sprung am Sonntag im Olympiastadion verschenkte Mihambo noch zehn Zentimeter, drei Versuche waren ungültig.

Berlinerin Jahn und Potsdamer Lemke feiern Erfolge

Canadierspezialistin Lisa Jahn und Kajaksprinter Max Lemke haben sich die letzten deutschen Meistertitel bei den Finals in Berlin geholt. Auf der 160 Meter-Distanz setzte sich Jahn am Sonntag mit einem Start-Ziel-Sieg souverän gegen die Potsdamerin Annika Loske durch.

"Ich bin gut mit Kraft ausgestattet und habe auch die mit Abstand meiste Erfahrung", sagte die 28-Jährige vom Müggelheimer SC dem ZDF. Dritte wurde Lina Bielicke aus Karlsruhe.

Auch der Potsdamer Max Lemke feierte einen souveränen Sieg. Im Finale verwies er den Dresdner Tom Liebscher auf Rang zwei. "Wir Sportler sind froh, hier an der East Side Gallery zeigen zu dürfen, wie geil unser Sport ist", sagte Lemke. Dritter wurde der Potsdamer Martin Hiller mit einem Sieg im Kopf-an-Kopf-Duell gegen Vereinskollege Jacob Schopf.

Turner Dauer enttäuscht

Lukas Dauser hat bei den deutschen Turn-Meisterschaften in Berlin überraschend keine Medaille an seinem Spezialgerät gewonnen. Drei Tage nach seinem Erfolg im Mehrkampf kam der Olympia-Zweite am Barren mit 13,166 Punkten nur auf den vierten Platz. Platz eins sicherte sich der Berliner Philipp Herder mit 14,266 Zählern vor Glenn Trebing aus Hannover mit 14,200 Zählern. Dritter wurde Andreas Toba (Hannover) mit 13,733 Punkten.

Christoph Harting bei den Meisterschaften ohne Chance

Knapp sechs Jahre nach seinem Olympiasieg in Rio de Janeiro hat Diskuswerfer Christoph Harting auch bei den deutschen Meisterschaften nicht mehr an seine einstige Bestform anknüpfen können. Der Berliner Lokalmatador wurde am Sonntag im Olympiastadion mit 59,91 Metern Vierter und verpasste zumindest einen Podestplatz nur um einen Zentimeter.

Nach einem seiner Versuche winkte der 32-Jährige kurz ab, bevor er den Wurfring verließ. Harting verpasste so auch die anstehende WM in Eugene (15.-24. Juli), weil er die Norm über 66 m nicht erreichen konnte.

Den Titel holte zum zweiten Mal der Magdeburger Martin Wierig mit 64,25 Metern vor seinem Clubkollegen Henrik Janssen, der 62,88 Meter weit warf. Dritter wurde der Berliner Torben Brandt mit 59,92 Metern. Christoph Harting hatte zuletzt vor vier Jahren mit 66,98 Metern bei deutschen Meisterschaften gewonnen.

Sendung: rbb24 Inforadio, 26.06.2022, 19:15 Uhr

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