Nur Dritter im Hoffnungslauf -

Bei der Ruder-WM im tschechischen Racice hat sich der Deutschland-Achter im Hoffnungslauf chancenlos präsentiert und damit zum ersten Mal seit 23 Jahren das Finale bei einer Weltmeisterschaft verpasst.
Das Flaggschiff des Deutschen Ruderbandes (DRV) erwischte zwar einen guten Start, verlor im weiteren Verlauf des Rennens aber den Anschluss zur Konkurrenz und belegte am Ende hinter den Niederländern und den USA mit deutlichem Abstand den dritten Platz. Nur die zwei schnellsten Boote des Hoffnungslaufes sind für das Finale qualifiziert.
Geschwächt wurde die Mannschaft kurz vor dem Rennen durch einen positiven Corona-Test des an dritter Position sitzenden Julian Garth. Für ihn kam Max John ins Boot.
Deutschland-Achter enttäuscht seit dem Umbruch
Der Achter gilt als Aushängeschild des DRV und erlebte nach den Olympischen Spielen in Tokyo einen Umbruch und wurde stark verjüngt. Nur drei Sportler sind von damals übriggeblieben, von denen mit Laurits Follert und Olaf Roggensack zwei ihren WM-Start berufsbedingt absagen mussten. Bereits bei der Heim-EM in München hatte der Achter überraschend eine Medaille verpasst.
"Uns wurde aufgezeigt, wie weit wir gerade von der Weltspitze und einem Olympia-Qualifikationsplatz entfernt sind. Das ist gerade die bittere Realität", analysierte Schlagmann Torben Johannesen die Situation nach Ausscheiden bei der WM.
"Es ist sehr frustrierend. Aber es gehört auch irgendwie dazu und aus diesen Phasen kann man vielleicht mehr lernen als aus den erfolgreichen. Jetzt gilt es, die Motivation mitzunehmen und sich für das nächste Jahr noch mehr aufzureißen, damit so etwas nicht nochmal passieren kann", ergänzt der Brandenburger Mattes Schönherr vom Ruder-Club Potsdam.
Sendung: rbb24 Inforadio, 23.09.2022, 14:15 Uhr