Das alte Dampfschiff "Hertha" (Quelle: imago/Sabine Gudath)
Bild: imago/Sabine Gudath

Hertha-Gründungsschiff zu Wasser gelassen - Und es schwimmt doch!

Das alte Dampfschiff "Hertha" kann sich erstmal von einer anstrengenden Reise ausruhen. Der Gründungsdampfer von Hertha BSC liegt wieder im Wasser, diesmal in Wustermark - und muss auf seine Einreiseerlaubnis nach Berlin warten. Von Wolfgang Porsche

Der alte Dampfer "Hertha" hat auf seinem Weg von seinem Landliegeplatz in Brandenburg nach Berlin die nächste Etappe genommen. Am Mittwochfrüh wurde das Schiff in Wustermark (Havelland) mit Schwerlastkrähnen zu Wasser gelassen.

"Alles schwimmt, es gab keine Probleme und nichts ist kaputt gegangen", sagte Mitinitiator und Hertha-Präsidiumsmitglied Christian Wolter rbb|24. Das Schiff werde nun in Wustermark liegen bleiben, bis alle Überprüfungen des Berliner Wasser- und Schifffahrtsamtes durchgeführt seien.

Schifffahrtsamt verlangt Schwimmfähigkeitsattest

Derzeit ist dafür der 9. August vorgesehen. Dann soll ein Schwimmfähigkeitszeugnis ausgestellt werden. Dies ist nach Amtsangaben notwendig für alle Wasserstraßen die im Zuständigkeitsbereich liegen.

Ein solches Attest wird verlangt, wenn ein Schiff lange an Land gelegen hat. Davon geht das Amt bei der "Hertha" derzeit aus. Nach Angaben der Initiatoren lag das Schiff aber nur kurz an Land. Seine offizielle Abschiedsfahrt hatte es am 16.Dezember 2016.  

Liegeplatz im Tegeler Hafen

Der Dampfer war am Montag in der Nähe von Kyritz auf einen Schwerlasttransport und dann in zwei Etappen über Land nach Wustermark transportiert worden, wo er in der Nacht zu Mittwoch ankam und gleich zu Wasser gelassen wurde.

In Berlin soll er dann im Tegeler Hafen zunächst seinen Stammplatz erhalten und restauriert werden. Unter anderem sollen Aufbauten verändert werden, die nicht original sind, so die Pläne der Initiatoren.

Für Hertha BSC ist der Dampfer wichtig, weil er Namens- und Farbgeber für den Verein gewesen sein soll. Vier Jungs sollen 1892 die Initiatoren der Vereinsgründung gewesen sein. Einer von ihnen, Fritz Lindner erinnerte sich dann später an eine Dampferfahrt auf einem Schiff mit dem schönen Namen "Hertha" – und an einen schönen, blau-weißen Schornstein, den das Schiff hatte.

Mit Informationen von Stefan Ruwoldt

Beitrag von Wolfgang Porsche

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