Die drei favorisierten Marathonläuferinnen Edna Kiplagat, Gladys Cherono und Trunesh Dibaba auf der Pressekonferenz vor dem Berlin Marathon Quelle: Imago/Andreas Gora
Bild: Imago/Andreas Gora

45. Berlin-Marathon - Drei Frauen - ein Ziel

Die Strecke ist frei. Die letzten Baustellen werden beseitigt, der Staub durch den lang ersehnten Regen von der Straße gespült. Berlin ist bereit für seinen Marathon. Auch Titelverteidigerin Gladys Cherono aus Kenia ist bereits da und fiebert dem Start entgegen. Von Jonas Bürgener

Im letzten Jahr kämpfte sich Cherono durch den Berliner Regen zur Goldmedaille. In zwei Stunden und zwanzig Minuten brachte sie die 42 Kilometer hinter sich. In diesem Jahr meint das Wetter es voraussichtlich besser mit den Läufern und Läuferinnen. Bei trockenem, angenehmem Wetter möchte Cherono daher ihrer Favoritenrolle gerecht werden und wieder allen davon laufen. Sie sieht sich gut vorbereitet und möchte ihre Leistung aus dem letzten Jahr noch verbessern.

Konkurrenz aus der Heimat

Doch auch die zweite Kenianerin im Favoritenfeld macht sich berechtigte Hoffnungen. Edna Kiplagat hat bereits alle wichtigen Marathons der Welt gewonnen. 2010 triumphierte sie in New York, 2014 in London und drei Jahre später gewann sie in Boston. Nun startet sie in Berlin. "Ich freue mich auf den Berlin Marathon. Ich bin gut vorbereitet", gibt auch sie sich selbstbewusst vor dem Start am kommenden Sonntag. Gerade durch die Schnelligkeit der Stecke erhofft sie sich viel. "Es war immer mein Ziel mich in Berlin zu messen. Ich glaube es wird eins meiner besten Rennen."

Weltrekord in Berlin?

Die Veranstalter des Marathons haben sich bewusst dazu entschieden, das Teilnehmerfeld der Damen zu vergrößern und auch das Favoritenfeld zu stärken. So reiht sich auch Tirunesh Dibaba in die Favoritengruppe ein. Die Äthiopierin ist dreifache Olympiasiegerin und möchte mindestens ihre eigene Bestzeit von 2:17:56 Stunden überbieten.  

Der Weltrekord ist davon noch ein wenig entfernt. Im Jahr 2003 lief die Britin Paula Radcliff die bisher nicht überbotene Bestzeit von 2:15:25 Stunden. Aber wer weiß schon, ob der Berlin Marathon dieses Jahr nicht eine Überraschung zu bieten hat. Auf drei schnelle Frauen, die alle den Titel im Auge haben, dürfen sich die Zuschauer am Sonntag allemal freuen.

Sendung: rbb UM6, 13.09.18, 18 Uhr

Beitrag von Jonas Bürgener

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