Enthusiasten jubeln auf der Fanmeile (Quelle: Alex Grimm)
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Fünf unfehlbare Erfolgsrezepte - So wird die Fanmeile garantiert wieder voll

Die Fanmeile dümpelt dem WM-Ende entgegen, nur noch ein paar hundert Zuschauer verirren sich zu den Spielen. Dabei wäre es so einfach, die Ränge wieder bis zum Bersten zu füllen. Mit diesen fünf Sofort-Maßnahmen klappt es garantiert. Von Robin Avram

1. Von Holland lernen

Holländische Spieler feiern den Endspiel-Sieg bei der EM 1988 (Quelle: Sven Simon / picture alliance)
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Oranje ist schon in der Quali zur Weltmeisterschaft gescheitert. Und trotzdem zelebrieren einige holländische Kneipen das WM-Turnier mit viel nationalem Pathos – indem sie während des Turniers einfach alle Spiele der EM 1988 nochmal zeigen. Europameister wurde damals – richtig - Holland. Also, Fanmeilen-Veranstalter: Zeigt am Freitagabend statt dem Ladenhüter-Viertelfinale Belgien – Brasilien einfach nochmal das WM-Viertelfinale Deutschland – Frankreich von 2014. Dann werden die Jubelwilligen wieder in Scharen strömen. Heißer Tipp: In der 12. Minute schonmal die Klatschpappen bereit halten.

2. David Hasselhoff muss her

David Hasselhoff performt am 11.April 2018 im Friedrichstadt-Palast (Quelle: Markus Schreiber / AP POOL/AP Photo)
Bild: AP POOL/AP Photo

"The Hoff" hat nachweislich die Mauer nieder gesungen. Im Gegenzug halten die Berliner in unerschütterlicher Treue zum weltschönsten Autobastler mit sprechender Badehose. Deshalb ist das alterslose Sexsymbol nun sicher gerne bereit, im Vorprogramm der verbleibenden WM-Spiele aufzutreten. Ein paar Busse ironiebegabter Mitte-Hipster locken die Veranstalter damit locker ans Brandenburger Tor.

Ab in den Simon-Dach-Kiez

Die Simon-Dach-Straße in Berlin-Friedrichshain (Quelle: imago/Hohlfeld)
Bild: imago/Hohlfeld

Wenn der Fan nicht zur Fanmeile kommt, muss die Fanmeile halt zum Fan. Also, schraubt Räder unter die Großbildleinwände und karrt die Fanmeile vor Paule´s Metal Eck im Simon-Dach-Kiez. Nirgendwo sonst in Berlin ist die Dichte an englischen, französischen usw. Touristen größer. Und nirgendwo sonst sind sie dichter. Volle Ränge und volle Kassen für die Bierbuden-Betreiber sind also garantiert.

Sing along-WM-Wochen

Eine Karaoke-Singer lässt sich im Mauerpark in Prenzlauer Berg vom Publikum feiern (Quelle: imago/snapshot)
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Zusammen jubeln ist ja gut und schön – aber zusammen singen ist der richtig heiße Scheiß in Berlin. Nationalhymnen voller Inbrunst mitsingen kommt jedoch erfahrungsgemäß nur in den Ost-Berliner Außenbezirken so richtig, richtig gut an. Also muss die Fanmeile den Bearpit Karaoke-Einheizer Joe Hatchiban engagieren. Jedes Mal, wenn Neymar an den Ball kommt, stimmt Hatchiban zusammen mit der mitfühlenden Masse "Everybody hurts" an - ansonsten macht man halt den Ton aus, jeder Fan darf sein Lieblingslied vorgrölen, und im Hintergrund flimmert irgendein relativ belangloses WM-Spiel.

Von Putin lernen, heißt Fanmeile füllen

Russian President Vladimir Putin on a fishing trip in the Republic of Tyva (Quelle: Aleksey Nikolskyi / RIA Novosti/O.R.)
Bild: RIA Novosti/O.R.

Der schönste Tipp, um die Fanmeile wieder zu füllen, kommt vom WM-Gastgeber Wladimir Putin persönlich. Der lässt bei großen Militärparaden gerne vorher Chemikalien auf Regenwolken sprühen, damit diese sich auflösen und die Sonne ungehindert aufs schwere Kriegsgerät herablachen kann. Da es in Berlin grade wieder total heiß wird, brauchen die Fanmeilen-Macher natürlich das Gegenteil: Chemikalien, die Regenwolken über der Fanmeile erzeugen.

Auch diese Technik hat Putin im Arsenal, sie kommt in Moskau regelmäßig bei Demonstrationen der Opposition zum Einsatz. Für ein paar Millionen überlässt Putin seine Regenzauber-Technik gerne den Fanmeilen-Machern. Und schon ist Abkühlung beim Viertelfinal-Kracher Russland gegen Kroatien garantiert.

Beitrag von Robin Avram

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