Berlin Marathon
Video: rbb UM6 | 23.09.2019 | Uri Zahavi | Bild: imago images/Norbert Wilhelmi

Neuer Teilnehmerrekord - Das ist der Berlin-Marathon 2019

Am Sonntag wird es wieder voll auf den Straßen: Mit fast 47.000 Läuferinnen und Läufern erwartet der Berlin-Marathon einen neuen Teilnehmerrekord. Hinzu kommen tausende Handbiker, Rollis und Skater. Eine große Herausforderung für die ganze Stadt.

Wenn am Sonntagmorgen um 9.15 Uhr der Startschuss fällt und sich die Menschenmassen auf der Straße des 17. Juni langsam in Bewegung setzen, ist es wieder soweit: der Berlin Marathon beginnt - mittlerweile zum 46. Mal.

Teilnehmer kommen aus 150 Ländern

In diesem Jahr werden 46.983 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet - so viele wie noch nie. Das gaben die Veranstalter auf der Pressekonferenz am Montag bekannt. Die Läuferinnen und Läufer kommen demnach aus 150 Nationen in die deutsche Hauptstadt: "Dass so viele Menschen aus verschiedenen Nationen alle das Gleiche tun, im Spitzensport, aber auch im Breitensport, zeigt uns einfach, dass global etwas passiert ist. Berlin ist immer eine Reise wert", sagte der Geschäftsführer von "SCC Events", Jürgen Lock.

Doch es sind nicht nur die Läuferinnen und Läufer: Hinzu kommen die Handbiker und Rollstuhlfahrer, die Teilnehmer des Frühstückslaufs, des Bambini Laufs und des Mini-Marathons - sowie die Inline-Skater, die bereits am Samstag starten. Alles in allem rechnet die Berliner Polizei mit insgesamt 70.000 Marathonis.

Die Streckenführung bleibt (fast) gleich

Der Hauptstadtlauf ist gleichzeitig auch der größte Inlinewettbewerb der Welt: 5.081 Skaterinnen und Skater treten bereits am Samstag (15.30 Uhr) gegeneinander an. Die 42,195 km lange Route bleibt im Vergleich zum Vorjahr so gut wie unverändert.

Einzig in der Karl-Marx-Allee gibt es laut Renndirektor Mark Milde eine kleine Änderung: "Aufgrund der Bauarbeiten müssen wir in der Karl-Marx-Allee auf die Gegenfahrbahn ausweichen."

Ansonsten bleibt alles beim Alten: von der Straße des 17. Juni gehts es über den Ernst-Reuter-Platz nach Alt-Moabit, am Bundeskanzleramt vorbei geht es über die Torstraße zum Strausberger Platz. Richtung Süden führt die Strecke dann nach Kreuzberg, über das Kottbusser Tor nach Neukölln bis zum Hermannplatz. An der Hasenheide entlang geht es wieder Richtung Westen. Die Läufer passieren das Rathaus Schöneberg, danach geht es durch Wilmersdorf weiter nach Zehlendorf - vorbei am Wilden Eber.

Dann führt die Strecke wieder stadteinwärts über den Hohenzollerndamm, den Kurfürstendamm und den Wittenbergplatz bis zum Potsdamer Platz. Die letzten vier Kilometer führen am Gendarmenmarkt vorbei zur Zielgeraden Unter den Linden. Der Weg über die Ziellinie führt wie gewohnt durch das Brandenburger Tor.

Interaktive Karte: Strecken, Sperrungen, Strecken, Infos

Navigieren Sie sich einfach mit den grauen Bedienfeldern oben links durch die interaktive Karte. Wenn Sie die Karte in Ihrer App nicht sehen können, klicken Sie bitte hier.

Teilnehmer erfahren, wo die Marathon-Strecke genau verläuft. Besucher, welche Sehenswürdigkeiten auf dem Weg liegen - und wo sie feiern und das Programm rund um den Marathon erleben können.

Berliner und Berlin-Besucher, die dem Marathon vielleicht aus dem Weg gehen wollen, sehen anhand von Verkehrsinfos in Echtzeit, welche Straßen gesperrt sind, wo Staus sind - und welche Umwege sie deshalb einplanen müssen.

 

 

Berliner müssen mit weitreichenden Einschränkungen rechnen

Rund um die Großveranstaltung müssen vor allem Autofahrer, aber auch Radfahrer und Fußgänger erhebliche Einschränkungen hinnehmen.

Mit der Sperrung der Straße des 17. Juni hat die Berliner Polizei am Montag mit den konkreten Vorbereitungen für den Berlin-Marathon begonnen. In den kommenden Tagen werden die Maßnahmen bis zum Marathonwochenende ausgeweitet.   

"Am Samstag werden wir um 09 Uhr morgens beginnen, die angeordneten Halteverbotszeichen zu überwachen und falsch abgestellte Fahrzeuge umzusetzen", so der Leiter der Befehlsstelle Begleitschutz- und Verkehrsdienst Oliver Hartwich. Ab 12:30 Uhr komme es dann zur Sperrung der gesamten Skaterstrecke.

Berliner Polizei setzt 1.700 Beamte ein

Am Sonntag wiederholt sich das ganze Prozedere für die Autofahrer: Ab 3.00 Uhr morgens würden auf der gesamten Laufstrecke die Halteverbote gelten, und ab 7.30 Uhr werde dann bis ungefähr 17 Uhr die gesamte Laufstrecke gesperrt. An beiden Tagen seien rund 1.700 Beamte im Einsatz, hieß es.

Für die Autofahrer sei die erste Regel, die Berliner Innenstadt sowie die Straßen an und um die Strecke zu meiden. Die Polizei Berlin empfiehlt allen Verkehrsteilnehmenden, nach Möglichkeit die öffentlichen Nahverkehrsmittel, insbesondere U- und S-Bahn, zu nutzen. Diejenigen, die nicht auf ihr Kraftfahrzeug verzichten können, sollen auf die Autobahn A100 auszuweichen.

Vorjahressieger Kipchoge läuft nicht mit

Der Marathon-Rekordhalter und Vorjahressieger Eliud Kipchoge (2:01:39 Stunden, Berlin 2018) verzichtet am Sonntag auf den Start. Der Kenianer will seine Weltrekordzeit stattdessen noch einmal unterbieten: Am 12. Oktober will er in Wien unter inoffiziellen Bedingungen mit mehreren Tempomachern versuchen, unter der zwei-Stunden-Marke zu bleiben.

Der Berliner Renndirekor Mark Milde freut sich trotzdem über die hohe sportliche Qualität beim Berlin-Marathon 2019. "Wir haben ein Topfeld - mit ostafrikanischen Läufern gespickt." Der dreifache Olympiasieger Kenenisa Bekele - Sieger des Berlin Marathons 2016 - zähle demnach zu den Favoriten.

Sendung: rbbum6, 23.09.2019, 18.00 Uhr

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