Der offizielle Ball der Fußball-Bundesliga. Quelle: imago images/foto2press
Audio: Inforadio | 16.03.2020 | Philipp Hofmeister | Bild: imago images/foto2press

DFL-Mitgliederversammlung - Bundesliga-Spielbetrieb ruht bis mindestens 2. April

Der Ball rollt vorerst nicht: Der Spielbetrieb in der Fußball-Bundesliga soll noch mindestens bis zum 2. April ruhen, wie die DFL jetzt beschlossen hat. Eine längere Auszeit bleibt weiterhin eine Option.

Was Sie jetzt wissen müssen

In der Bundesliga und der 2. Liga ruht wie erwartet bis mindestens 2. April der Ball. Einen entsprechenden Vorschlag des DFL-Präsidiums beschloss am Montag die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) bei ihrem außerordentlichen Treffen in Frankfurt/Main. "Das bedeutet natürlich nicht", betonte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert, "dass wir ab dem 3. April wieder spielen."

Seit vergangenen Freitag ist der Spielbetrieb in der Bundesliga und der 2. Liga erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg ausgesetzt, der 26. Spieltag war abgesagt worden. Von der nun beschlossenen Unterbrechung ist wegen der angedachten Länderspielpause nur der 27. Spieltag (20. bis 22. März) betroffen. In der Woche ab dem 30. März wollen sich die Vereine erneut abstimmen.

Der Berliner Senat hatte zuvor bereits erklärt, dass in der Hauptstadt mindestens bis zum 19. April kein Profifußball gespielt wird. Wie die Behörde am Wochenende beschloss, wird der "Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimmbädern, Fitnessstudios u. ä. untersagt“.

Seifert: Geisterspiele seien "in naher Zukunft die einzige Chance"

Geisterspiele seien "in naher Zukunft die einzige Chance", äußerte Seifert zudem. "Deshalb bitte ich um Verständnis und Unterstützung, dass wir darüber nachdenken müssen." Es gebe "keinen Zweifel, dass die Eindämmung des Coronavirus Vorrang vor allem hat".

Am vergangenen Freitag hatte die DFL nach massiver Kritik und langem Hin und Her den eigentlich für das Wochenende geplanten 26. Spieltag abgesagt. Die Branchengrößen hatten das zögerliche Krisenmanagement im Anschluss auch mit finanziellen Zwängen begründet. Hintergrund sind Zahlungen aus dem milliardenschweren TV-Vertrag, die nur fällig werden, wenn auch tatsächlich gespielt wird.

Verlegung der Fußball-EM würde der Bundesliga mehr Zeit geben

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte unlängst von der "größten Krise des deutschen Profi-Fußballs" gesprochen. Sollte die Saison wegen der Krise nicht beendet werden können, drohen Einnahmeverluste in Höhe von rund einer dreiviertel Milliarde Euro. Auch deshalb war längst über Solidarfonds innerhalb der Ligen diskutiert worden.

Von großer Bedeutung für den deutschen Fußball wird der Ausgang der UEFA-Konferenz am Dienstag sein. Die Europäische Fußball-Union berät über die Verlegung der Fußball-EM 2020 in den kommenden Winter oder den Sommer 2021. Sollte das Turnier aufgrund der Verbreitung von Sars-CoV-2 wie erwartet nicht wie ursprünglich geplant vom 12. Juni bis zum 12. Juli stattfinden, hätten die nationalen Ligen bis zum 30. Juni Zeit, ihre Saison abzuschließen.

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Kommentar

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Antwort auf [Heike] vom 17.03.2020 um 20:28
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9 Kommentare

  1. 9.

    Lieber Herr Gaudio, ich habe geahnt, dass die Reaktion auf einen Frauennamen, der sich auch noch erdreistet, sich zu einer Männerdomäne zu äußern, so in etwa ausfällt.

    Profifußball ist völlig überflüssig. Eine riesige Blase! Glauben Sie mir, ich weiß sehr genau, was ich hier kritisiere. Ich hoffe, mit dem überteuerten Zirkus ist bald Schluss zu Gunsten anderer Prioritäten.

  2. 8.

    Ähem, bei den Leidtragenden handelt es sich, nur um ein Beispiel zu nennen, auch um kleine Betriebe, die z. B Schrippen für die Stadion Bratwürste liefern uswusf. Sie haben offenbar ein sehr verzerrtes Bild von dem, wie ein Spieltag orgarnisiert wird, Heike.

  3. 7.

    Schuld am Dilemma der Profis ist der "Fan", der den Millionären jede Woche seine sauer verdiente Kohle hinterher schmeißt.

  4. 6.

    56.000 Personen werden angeblich lt. Herrn Seifert unmittelbar sowie indirekt durch den Profifußball beschäftigt.

    ... Und wir fragen uns, wo all die Fachkräfte hin sind. Kein Wunder, dass sie überall fehlen, wenn dort Milliarden Geldmittel und zu viel Personalressourcen für zu wenig Menschen völlig unbegrenzt reingepumpt werden.

    So schlimm die aktuelle Krise ist, dies bietet die Chance zum neuaufbau - ohne Profifußball. Sport kann man in der Freizeit betreiben, neben einem richtigen Beruf.

  5. 5.

    Schaltet alle mal Eure Kugel auf den Schultern ein
    Diese Geld Kugel beim Fußball weg zu lassen wäre der sinnvollste Weg!
    Total unwichtig in der gefärlichen Zeit
    Alles wieder wenn wir es geschafft haben diesen Virus zu stoppen (also rote Karte!!!!!!!! den Bösewicht)
    Schluppi

  6. 4.

    Endlich mal was positives. Aber wer sorgt jetzt für Ablenkung von der Realität. Florian Silbereisen?. Das ist ja schlimmer als Corona!

  7. 3.

    Danke!
    Dass erst nach viel Kritik und langem Hin und Her der Spielbetrieb eingestellt wurde, sagt doch alles.

  8. 2.

    Hinweis an DFL Chef Seifert:
    Es geht ums Überleben, um das Leben von Menschen!!!
    Ob diese überdrehte Maschine zum Einsacken von Millionen, genannt Bundesliga, dabei auf der Strecke bleibt, ist höchst zweitrangig.
    Dass er vom "Überleben der Bundesliga " barmt, finde ich einfach nur zynisch.

  9. 1.

    „ ... Es ist Gefahr im Verzug, es stehen Millionen im Feuer, wann gehts denn endlich weiter, ...?
    (mit der schönsten Nebensache der Welt)
    Ist das Mikrofon aus, gut dann können wir wieder frei reden ...? Klasse, es war noch an!
    Was ist das für eine Gesellschaft, ich kann die Heuchelei nicht mehr ertragen. Warum steht eigentlich (nur)der DFB in der Kritik? Ich muss die Ultras nicht verstehen, wenn sie gleichzeitig ihre Dollar Woche für Woche hinschaffen.
    Es lebe der Amateurfussball!

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