Archivbild: Der Namenszug «Steffi Graf Stadion» steht an der Tribüne des Tennisstadions auf dem Gelände des Lawn Tennis-, Turner-Clubs (LTTC) Rot-Weiß-Berlin. (Quelle: dpa)
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Corona-Pandemie - Weltklasse-Tennisturnier im Grunewald wird verschoben

Vorweg die gute Nachricht für alle Tennisfans: Abgesagt ist die Rückkehr des Weltklasse-Tennis nach Berlin noch nicht. Aber: Es ist verschoben - ohne dass es einen Ersatztermin gibt. Kurz zuvor war bekannt geworden, dass in diesem Jahr Wimbledon ausfällt.

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Die Rückkehr der Weltklasse-Tennis-Damen an die Hundekehle im Berliner Grunewald wird sich auf unbestimmte Zeit verzögern. Am Mittwoch sagten die Veranstalter das Rasenturnier ab, das vom 13. bis 21. Juni hätte stattfinden sollen. Kurz zuvor war das Grand-Slam-Turnier im englischen Wimbledon vom 29. Juni bis 12. Juli aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus' ersatzlos gestrichen wurde.

"In der aktuellen Situation ist einzig entscheidend, die Ausbreitung der Corona-Pandemie möglichst schnell zu stoppen. Die Gesundheit aller steht an oberster Stelle. Das hat auf der Tennistour natürlich genauso Gültigkeit wie im täglichen Leben", teilte Turnierdirektorin Barbara Rittner in einer Pressemitteilung mit.

Keine endgültige Absage für 2020

Die Organisatoren prüfen nun alle Möglichkeiten, um das Turnier auf der Anlage des LTTC Rot-Weiß zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr auszutragen. Die Verschiebung sei eine Option, "aber nur dann, wenn sich die Lage soweit entspannt, dass auf der WTA-Tour wieder ohne Bedenken gespielt werden kann", so Rittner.

Die 46-Jährige hatte bereits im Vorfeld betont, dass eine Absage nicht das endgültige Aus für das Turnier bedeuten würde. "Das Turnier ist ein Projekt, das langfristig geplant ist", sagte Rittner in einem in der letzten Woche veröffentlichten Interview dem Eurosport-Podcast "Extra Time".

Die Veranstalter wollten ganz groß aufschlagen und auch Topstars des Sports nach Berlin holen. Das Turnier-Preisgeld sollte bei rund 850.000 US-Dollar (765.000 Euro) liegen, der Gesamtetat bei vier Millionen US-Dollar (3,6 Millionen Euro).

Ein Scoop mit Konsequenzen

Dass im Juni dieses Jahres - nach mehr als einem Jahrzehnt Pause - wieder ein Tennisturnier von Weltrang in Berlin stattfinden sollte, galt im vergangenen September als großer Scoop des Vereins LTTC Rot-Weiß.

Den Vereinsmitgliedern war die Entscheidung allerdings nicht leichtgefallen. Denn bei dem Turnier soll in Vorbereitung auf Wimbledon auf Rasen gespielt werden, im Verein wird allerdings auf Sand gespielt. Der Belagwechsel wird das Spiel der Mitglieder also auf Jahre hinaus verändern.

Tennisgeschichte im Grunewald

Sendung: Abendschau, 01.04.2020, 19.30 Uhr

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2 Kommentare

  1. 2.

    Auch da hängen Arbeitsplätze dran. Es ist höchstens für die Geldbeutel der Spielerinnen kein größeres Problem. Bei allem anderen muss man halt sehen, wie es sich in den nächsten Monaten entwickelt.

  2. 1.

    Das Absagen von Turnieren und anderen Großveranstaltungen ist wohl zu Zeit unser geringstes Problem.

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