Regionale Starter bei den Olympischen Spielen - Deutsche Turn-Mehrkämpfer landen nur auf Rang acht

Philipp Herder beim Mehrkampf-Wettbewerb von Tokio (imago images/Gladys Chai von der Laage)
Audio: Inforadio | 26.07.2021 | Desiree Krause | Bild: imago images/Gladys Chai von der Laage

Während die deutschen Turner enttäuschen, haben die Handballer ihren ersten Vorrundensieg eingefahren. Die Beachvolleyballerinen Laura Ludwig und Margareta Kozuch haben sogar schon den Einzug ins Achtelfinale perfekt gemacht.

Die deutsche Turn-Riege mit den Berlinern Lukas Dauser (startet für Unterhaching) und Philipp Herder ist beim olympischen Mannschafts-Mehrkampf in Tokio nicht über den achten und letzten Platz im Finale hinaus gekommen. Für ein besseres Ergebnis leistete sich das Quartett am Montag zu viele Fehler.

Handballer fahren ersten Sieg ein

Die deutschen Handballer haben ihren ersten Vorrundensieg bei den Olympischen Spielen in Tokio gelandet. Gegen Argentinien setzte sich die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason mit 33:25 (14:13) durch. Bester Werfer waren Timo Kastening und Marcel Schiller mit jeweils sieben Toren.

Nach der knappen Auftaktniederlage gegen Europameister Spanien verfügt die DHB-Auswahl um den Rückraumspieler Paul Drux von den Berliner Füchsen nun über 2:2 Punkte. Weitere Gegner in der Vorrundengruppe A sind Rekordmeister Frankreich (Mittwoch, 14:30 Uhr), Norwegen sowie Brasilien. Die ersten vier Teams ziehen in die K.o.-Phase ein.

Rot für Gensheimer

"Super, die ersten zwei Punkte sind ganz wichtig, jetzt können wir durchatmen. Es war klar, dass das heute ein Pflichtsieg ist. Wir haben uns am Anfang schwer getan, es am Ende aber super gelöst", sagte Torhüter Johannes Bitter.

Einen denkwürdigen Auftritt legte Kapitän Gensheimer auf das Parkett des Yoyogi National Stadiums in Tokio. Ausgerechnet in seinem 200. Länderspiel sah der Jubilar wegen einer Unsportlichkeit die Rote Karte, als er dem argentinischen Torwart den Ball bei einem Siebenmeter beim Stand von 21:17 (47.) an den Kopf geworfen hatte. Fürs nächste Spiel muss er allerdings mit keiner Sperre rechnen.

Niederlage für die Hockey-Männer

Die deutschen Hockey-Männer haben in ihrer zweiten Begegnung in Tokio dagegen die erste Niederlage kassiert. Gegen Welt- und Europameister Belgien verlor die Mannschaft von Bundestrainer Kais al Saadi am Montagmorgen 1:3 (0:2).

Die Hockey-Auswahl, bei der mit Martin Häner und Martin Zwicker zwei Berliner dabei sind, lag bereits im ersten Viertel durch zwei Treffer von Cedric Charlier (5./7.) mit 0:2 hinten. Auch danach fand das deutsche Team um Kapitän Tobias Hauke gegen die aggressiv agierenden Belgier kein Mittel. Nach einer Strafecke sorgte Alexander Hendrickx (35.) mit dem dritten belgischen Treffer für die Vorentscheidung. Häner (51.) verkürzte ebenfalls per Strafecke für Peking- und London-Olympiasieger Deutschland.

Im dritten Gruppenspiel trifft die deutsche Mannschaft auf Großbritannien (Dienstag, 19.15 Uhr), weitere Gegner sind Südafrika (Donnerstag) und die Niederlande (Freitag). Die besten vier Teams der Sechsergruppe qualifizieren sich für das Viertelfinale am Sonntag.

Sprinterin Lückenkemper darf auf Olympia-Teilnahme hoffen

Weil die deutschen Sprinterinnen Lisa Mayer (Wetzlar) und Lisa Nippgen (Mannheim) nicht bei den Olympischen Spielen an den Start gehen können, darf die Berlinerin Gina Lückenkemper, die als Ersatz mit nach Japan gereist war, auf einen Olympia-Einsatz hoffen. Mayer und Nippgen haben sich beide im Trainingslager Muskelverletzungen zuzogen. Das teilte der der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) am Montag mit.

"Sie kommt für die Sprint-Staffel infrage. Ob Gina auch über 100 Meter im Einzel starten wird, müssen wir noch entscheiden, da sie wegen einer Verletzung nicht hundert Prozent fit war", sagte DLV-Cheftrainerin Annett Stein. Lückenkemper, EM-Zweite von 2016, hatte die Qualifikationsnorm für die Tokio-Spiele wegen einer Muskelblessur nicht geschafft.

Seglerin Weger verliert Führung

Nachdem die Seglerin Svenja Weger vom Potsdamer Yacht-Club bei der Segelregatta im Laser Radial nach den ersten beiden Wettfahrten überraschend die Führung übernommen hatte, verlor sie diese durch zwei schwächeren Wettfahrten. Nach den Rängen 21 und 29 ist die 27-Jährige aber noch immer Achte des Klassements. Sechs von zehn Rennen bis zum Medaillenfinale stehen noch bevor.

Beachvolleyballerinnen fahren ersten Sieg bei Olympia ein

Laura Ludwig und Margareta Kozuch sind nach ihrer Auftaktniederlage im olympischen Beachvolleyball-Turnier wieder in der Spur. Die Berlinerin Ludwig und ihre Partnerin aus Hamburg gewannen am Montag in Tokio mit 2:0 nach Sätzen gegen die Japanerinnen Megumi Murakami und Miki Ishii.

Damit ist der Einzug ins Achtelfinale perfekt. Das letzte Gruppenspiel geht nämlich kampflos an Ludwig und Kozuch, weil ihre tschechischen Gegnerinnen Barbora Hermannova und Marketa Slukova wegen einer Corona-Infektion nicht antreten können.

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