Canadier-Zweier - Brendel und Hecker holen Bronze über 1.000 Meter

Sebastian Brendel (l.) und Tim Hecker im Finallauf über 1.000 Meter im Canadier-Zweier (Quelle: DPA/Jan Woitas)
Bild: DPA/Jan Woitas

Drei Goldmedaillen hat Sebastian Brendel bereits bei Olympischen Spielen gewonnen. In Tokio holt er mit seinem neuen Partner Tim Hecker seine erste Bronzemedaille. Die verpasst Debütant Jacob Schopf im Kajak-Einer knapp.

Sebastian Brendel und Olympia-Debütant Tim Hecker haben im Canadier-Zweier mit Bronze die erste Medaille für die deutschen Kanuten gewonnen. Zum erhofften Gold reichte es für das Duo aus Potsdam und Berlin am Dienstag über die 1.000-Meter-Distanz aber nicht ganz. Auf dem Sea Forest Waterway in Tokio musste der als Mitfavorit ins Rennen gegangene 33 Jahre alte Brendel mit seinem neuen Partner Hecker (23) den Kubanern Sergey Torres Madrigal/Fernando Dayan Jorge Enriquez und den chinesischen Weltmeistern Liu Hao und Zhen Pengfei den Vortritt lassen.

"Wir sind stolz, haben das umgesetzt, was wir konnten", sagte Brendel. Auch Hecker war "megastolz" auf die Medaille. "Wir haben alles gegeben, ich habe fast gekotzt im Ziel", meinte er. "Wir haben das Beste draus gemacht."

Weitere Medaillenchance im Einer

Für den Finallauf hatten sich Brendel und Hecker noch als Schnellste mit olympischer Bestzeit qualifizieren können. Bei Temperaturen um 30 Grad Celsius und leichten Winden reichte es dann aber nicht, auch wenn das deutsche Team im Schlussspurt noch einmal herankam. "Wir haben sie vielleicht ein bisschen zu weit weg gelassen, wir brauchen uns nichts vorwerfen sind super glücklich", sagte Brendel. Am Ende fehlten 0,620 Sekunden zu Gold.

Brendel hat in Tokio noch eine weitere Medaillenchance im Einer - das dritte Gold für den Olympiasieger von London und Rio in dieser Disziplin wäre eine historische Leistung. Er geht als Top-Favorit an den Start, am Freitag geht es mit den Vorläufen los, die Medaillen werden am Samstag vergeben. "Wir werden ein bissl mit Wasser im Zimmer anstoßen und uns dann auf den Einer konzentrieren", sagte Brendel.

Vor fünf Jahren in Rio holte der Deutsche Kanu-Verband viermal Gold und insgesamt sieben Podestplätze - es war die stärkste olympische Ausbeute seit Athen 2004.

Schopf verpasst das Treppchen knapp

Olympia-Debütant Jacob Schopf dagegen paddelte als Vierter im Kajak-Einer knapp an einer Medaille vorbei. Nach der Hälfte des Rennes lag der Potsdamer auf Rang sieben, kam immer weiter heran, doch es reichte nicht ganz. 0,076 Sekunden fehlten dem 22-Jährigen beim Olympiasieg des Ungarn Balint Kopasz auf den Bronze-Rang.

Sendung: Abendschau, 03.08.2021, 19.30 Uhr

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