Olympia-Starter aus der Region - Erfolge für Brandenburger Athleten

Brendel und Hecker im Zweier-Canadier / IMAGO / AFLOSPORT
Bild: IMAGO / AFLOSPORT

Ein Erfolgreicher Tag für die Athletinnen aus Brandenburg bei den Olympischen Spielen in Tokio: Erst holt die Cottbuserin Hinze im Teamsprint mit ihrer Partnerin Friedrich Silber, dann legt die Potsamer Diskuswerferin Kristin Pudenz nach. Auch die Kanuten überragten.

Die Cottbuserin Emma Hinze und ihre Sprintpartnerin Lea Sophie Friedrich sind auf der Highspeed-Bahn im Izu Velodrome zu Silber gefahren. Dem jungen Weltmeister-Duo fehlten nur 0,085 Sekunden zum Olympiasieg im Teamsprint. Die 23-jährige Hinze und ihre zwei Jahre jüngere Kollegin mussten sich am Montag zum Auftakt der olympischen Bahnrad-Wettbewerbe nur den Chinesinnen geschlagen geben.

Freudentränen nach Pudenz Silber-Coup

Die Freudentränen liefen Kristin Pudenz nur so übers Gesicht, nachdem sie überraschend Silber im Diskuswerfen geholt hatte. Die Potsdamerin landete mit 66,86 Metern auf Platz 2 hinter der US-Amerikanerin Valarie Allman (68,98) und vor Yaime Perez aus Kuba (65,72).

Es ist die erste Medaille für die deutschen Leichtathleten bei diesen Spielen und die erste olympische Medaille einer Diskuswerferin seit 25 Jahren.

Kanuten überragen in den Vorläufen

Der dreimalige Canadier-Olympiasieger und Brandenburger Sebastian Brendel hat die erste Hürde auf dem Weg zu einer Medaille bei den Olympischen Spielen in Tokio souverän genommen. Mit seinem Zweier-Partner Tim Hecker aus Berlin gewann der 33-Jährige den Vorlauf über 1.000 Meter und zog auf direktem Weg ins Halbfinale ein. Am Dienstag fallen die ersten Entscheidungen.

"Wir sind froh, dass wir einen guten Start hingelegt haben. Wir haben nicht mit den Gegnern gespielt, aber wir konnten ein bisschen taktieren", sagte Brendel und ergänzte: "Das gibt uns Bestätigung. Das müssen wir auch in den nächsten Rennen zeigen - und vielleicht noch eine Schippe draufpacken."

Im Kajak-Einer über 1.000 Meter gewann Youngster Jacob Schopf (22) das erste olympische Rennen seiner Karriere und qualifizierte sich für das Halbfinale. Der Potsdamer gehört im Einer und im "Generationenboot" mit Routinier Max Hoff (38) ebenfalls zu den Gold-Kandidaten.

Hausding ausgeschieden

Für Wasserspringer Patrick Hausding sind die letzten Olympischen Spiele einen Tag eher beendet als geplant. Der Rekord-Europameister scheiterte am Montag überraschend im Vorkampf vom 3-Meter-Brett, fünf Tage, nachdem er zusammen mit seinem Synchronpartner Lars Rüdiger Bronze gewonnen hatte. Nach drei verpatzten Sprüngen schied der Berliner mit 364,05 Punkten als 21. aus. Nach vier Sommerspielen mit drei Medaillen - einmal Silber, zweimal Bronze - verabschiedet sich Hausding von der olympischen Bühne.

"Das ist Sport. Es kann gut laufen, es kann auch mal schlecht laufen", sagte der 32-Jährige. "Das war meine erste und letzte richtig schlechte Performance bei Olympia."

Im Halbfinale ist Schluss für Kwayie

Die Berliner Sprinterin Lisa Marie Kwayie ist bei den Olympischen Spielen in Tokio über die 200 Meter bis ins Halbfinale gerannt. Die 24-Jährige überstand am Montagmorgen in 23,14 Sekunden als eine der drei Zeitschnellsten ihren Vorlauf. "Es war kein einfaches Rennen", räumte Kwayie ein. "Ich habe mir aber gesagt, ich nehme mein Herz und meine Beine in die Hand und renne, gebe alles, was geht."

Im Halbfinale am Montagmittag reichte es dann aber nicht fürs Finale. Als Achte schied sie aus. Dennoch überwog der Stolz, es bis ins Halbfinale bei Olympischen Spielen geschafft zu haben. "Ich würde eine Dauerkarte nehmen. Ich möchte das noch öfter erleben", sagte sie nach ihrem zweiten olympischen Rennen und schickte Grüße an ihren Heimatverein in Neukölln. "Berlin represent", zwinkerte sie ins ARD-Mikrofon.

Über die 1.500 Meter zog Caterina Granz aus Berlin ins Halbfinale ein – sie rutschte als Neunte ihres Vorlaufs in 4:06,22 gerade noch als eine der sechs Zeitschnellsten in die Vorschlussrunde. "Ich glaube, ich hatte unheimlich Glück, ich habe einfach das schnellste Rennen erwischt", so Granz.

Sendung: rbb UM6, 02.08.2021, 18 Uhr

Nächster Artikel

Das könnte Sie auch interessieren