Olympia-Starter aus der Region - Skateboard-Hoffnung Lilly Stoephasius zeigt starkes Debüt

Olympische Skateboarderin Lilly Stoephasius / IMAGO / Moritz Müller
Bild: IMAGO / Moritz Müller

Nach vielen Medaillen für die Athleten aus der Region in den vergangenen Tagen bei Olympia dürfte der Mittwoch etwas ruhiger werden. Die 14-jährige Skateboarderin Lilly Stoephasius überzeugte beim Olympia-Debüt, die Tischtennis-Damen verloren gegen den Favoriten.

Mutig gefahren, lange gezittert, knapp das Finale verpasst: Skateboard-Hoffnung Lilly Stoephasius hat ein starkes Debüt auf der Olympia-Bühne abgeliefert. Die 14-Jährige fuhr einen guten Lauf im "Swimmingpool" von Tokio, schaffte jedoch als Neunte nicht den Einzug ins Park-Finale.

"Direkt nach dem Run war es schon irgendwie blöd, da habe ich mich geärgert, weil es mein letzter Run bei den Olympischen Spielen war", sagte Stoephasius: "Wenn ich jetzt darüber nachdenke, bin ich aber schon sehr zufrieden."

Tischtennis-Frauen verpassen Finale

Die deutschen Tischtennis-Frauen haben den erneuten Einzug ins Olympia-Finale erwartungsgemäß verpasst. Das Trio von Bundestrainerin Jie Schöpp unterlag dem Topfavoriten China in einer Neuauflage des Endspiels von 2016 mit 0:3. Petrissa Solja, Han Ying und und der Berlinerin Shan Xiaona spielen somit am Donnerstag (4.00 MESZ) gegen Hongkong um Bronze.

"0:3 - das ist kein Beinbruch. Das Spiel morgen zählt mehr als das Spiel heute", sagte Schöpp, die den Medaillentraum noch nicht aufgegeben hat: "Wir haben sie vor fünf Jahren geschlagen, wir wollen sie nochmal schlagen. Die Chancen stehen gut. Wenn wir unsere beste Form bringen, schaffen wir es."

Im Tokyo Metropolitan Gymnasium verloren Solja und Shan Xiaona (Langstadt/Berlin) zunächst das Doppel gegen Chen Meng/Wang Manyu 0:3, Abwehrstrategin Han Ying (Düsseldorf/Tarnobrzeg) war im Einzel gegen Silbermedaillengewinnerin Sun Yingsha ebenso chancenlos. Solja gewann anschließend gegen Chen Meng den ersten Durchgang mit 11:5, mehr war aber trotz eines Satzballs im vierten Durchgang nicht zu holen.

Wassen-Schwestern im Halbfinale

Die beiden Berliner Wasserspringerinnen Elena Wassen und Christina Wassen haben das Olympia-Halbfinale vom Turm erreicht. Die 20 Jahre alte Elena Wassen erhielt für ihre fünf Sprünge aus zehn Metern Höhe am Mittwoch in Tokio 323,80 Punkte und qualifizierte sich damit auf Rang sechs souverän für die nächste Runde am Folgetag. Bei ihrer zwei Jahre älteren Schwester war es etwas enger. Sie kam auf 297,15 Zähler und belegte damit den 13. Platz. Die besten 18 Springerinnen qualifizierten sich für das Semifinale am Donnerstag.

Kanu: Schopf und Jahn weiter

Das deutsche "Generationenboot" hat bei den olympischen Kanu-Wettbewerben am Mittwoch die erste Hürde auf dem Weg zur angepeilten Medaille genommen. Der Potsdamer Youngster Jacob Schopf und Routinier Max Hoff aus Essen unterstrichen ihre Ambitionen im Kajak-Zweier über 1.000 Meter m mit einem ungefährdeten zweiten Platz im Vorlauf. Damit zogen der 22-jährige Schopf und der 38 Jahre alte Hoff direkt ins Halbfinale am Donnerstag ein.

Canadier-Spezialistin Lisa Jahn aus Potsdam kam über 200m als Zweite im Viertelfinale ebenfalls noch weiter.

Hinze musste zittern auf der Bahn

Der Bahnrad-Vierer der Männer um den Eisenhüttenstädter Roger Kluge hat den sechsten Platz belegt und muss damit weiter auf seine erste olympische Medaille seit 21 Jahren warten. Mit seinen Teamkollegen Felix Groß (Leipzig), Leon Rohde (Hamburg) und Domenic Weinstein (Villingen-Schwenningen) verlor Kluge am Mittwoch in Izu mit einer Zeit von 3:50,023 den Platzierungslauf gegen Kanada. An den deutschen Rekord vom Vortag (3:48,861) kam das Quartett nicht heran.

Kurz gezittert hat Medaillenhoffnung Emma Hinze aus Cottbus im Keirin. Die 23-Jährige qualifizierte sich am Mittwoch in Izu als Zweite in ihrem sogenannten Hoffnungslauf hinter der Niederländerin Shanne Braspennincx für die nächste Runde, nachdem sie im ersten Versuch des Kampfsprints überraschend gepatzt hatte. "Ich habe gepennt", sagte Hinze anschließend selbstkritisch und war froh, es schließlich doch noch in die nächste Runde geschafft zu haben. Die Entscheidungen im Keirin-Wettbewerb fallen am Donnerstag.

Im Sprint der Männer steht der Berliner Maximilian Levy nach Siegen gegen Jair Tjon En Fa aus Surinam und den Polen Patryk Rajkowski im Achtelfinale.

Potsdamer Speerwerfer chancenlos

Für den Speerwerfer Bernhard Seifert sind die Olympischen Spiele in Tokio vorbei. Am Mittwoch blieb der Potsdamer mit 68,30 Metern als Letzter chancenlos. Gold-Favorit Johannes Vetter mühte sich derweil ins Finale. Der 28-jährige Dresdner sicherte sich das direkte Ticket für den Medaillenkampf am Samstag erst mit 85,64 Metern in seinem dritten und letzten Versuch in der Qualifikation.

Sendung: rbb UM6, 04.08.2021, 18:00 Uhr

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