Paralympische Spiele in Tokio - Speerwerferin Frances Herrmann aus Cottbus gewinnt Silber

Speerwerferin Frances Herrmann (Quelle: imago images/BEAUTIFUL SPORTS/Axel Kohring)
Bild: imago images/BEAUTIFUL SPORTS/Axel Kohring

Speerwerferin Frances Herrmann hat bei den Paralympischen Spielen in Tokio Silber in der sitzenden Klasse gewonnen. Bei den Leichtathletik-Wettkämpfen am Sonntag konnte sich die Cottbuserin überraschend mit einer Weite von 17,72 m die Medaille sichern.

Überraschende Medaille

Gleich in ihrem ersten Versuch stellte die 32-Jährige, die beim BPRSV Cottbus trainiert, mit dieser Weite ihre Saisonbestleistung auf. Ihre weiteren Versuche waren alle leicht kürzer. Eigentlich hatte Herrmann mit einer Verbesserung ihrer Karrierebestweite gerechnet: "Das wären 18,40 m gewesen. Da war ich relativ weit entfernt. Ich dachte 18 Meter wären auch gut, so als Marke. Und das hat ja beides nicht so gut funktioniert." Nach ihren Würfen hatte Frances Herrmann, die spastische Tetraparese hat, mit dem vierten Platz gerechnet.

Doch zwei ihrer Konkurrentinnen, die Herrmann im Vorfeld stärker eingeschätzt hatte, konnten die Erwartungen auch nicht erfüllen. So schob sich Herrmann an ihnen vorbei. Gold ging an die Chinesin Zou Lijuan, die mit einer Weite von 22,28 m auch einen neuen Weltrekord aufstellte. Marjaana Heikkinen aus Finnland belegte den dritten Platz mit 17,47 m.

Herrmann: "Es war eine schwierige Zeit"

"Es war so eine schwierige Saison. Es war eine schwierige Zeit. Es ist so viel passiert, dass es eigentlich nicht möglich war, dass ich mitfahren durfte, war für mich schon toll", freute sich Frances Herrmann nach dem Wettkampf. Für die Cottbuserin ist es bereits die dritte Medaille bei Paralympischen Spielen in ihrer Karriere.

Sendung: rbb UM6, 29.08.2021, 18:15 Uhr

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