Forster Stadtwerkechef Wolfgang Gäbler (Quelle:rbb/Iris Wußmann)
Audio: Antenne Brandenburg | 13.02.2018 | Bild: rbb/Iris Wußmann

Keime im Trinkwasser - Lieber abkochen - Forster Trinkwasser teilweise belastet

Im Trinkwasser von Teilen der Stadt Forst sind Keime festgestellt worden. Betroffen sind rund 1000 Menschen in Forst: Einwohner in der Richard Wagner-, der Insel-, der Jänicke- und der Heinrich Heine Straße, sowie Beschäftigte in der Kreisverwaltung und in Firmen. Bis auf Weiteres sollte dort das Wasser jetzt abgekocht werden.  

Von Iris Wußmann

300 bis 400 Kubikmeter Wasser fließen seit Ende Januar täglich vom Kreishaus in den angrenzenden Mühlgraben. Mit dieser Spülung wird versucht, die Keimbelastung aus dem Leitungssystem zu bekommen. Nach Ansicht von Stadtwerkechef Wolfgang Gäbler ist das die erste Möglichkeit, die Keime aus dem Leitungsnetz zu kriegen.

Das es überhaupt diese Belastung gibt, ist bei einer Routinekontrolle in der Kreisverwaltung festgestellt worden.

Noch ist unklar, woher diese Keime kommen und um welche Art es sich handelt. Allerdings können darunter durchaus auch Krankheitserreger sein, so Gäbler. Deshalb muss das Wasser vorsorglich abgekocht werden.

Nach einer erneuten Kontrolle wurde festgestellt, dass die bisherigen Spülungen nicht den erhofften Erfolg gebracht haben.

Altlast Verursacher für Keime?

Zu DDR-Zeiten war Forst eine Textilarbeiterstadt. Die meisten, so Stadtwerkechef Gäbler, wohnten in modernen Plattenbauten. Von denen gibt es jetzt deutlich weniger. Aber die alten Leitungsnetze existieren noch. Und eventuell ist der reduzierte Durchfluß ein idealer Nährboden für Keime, spekuliert Gäbler.

Mitarbeiter der Verwaltung und Bewohner in angrenzenden Häusern geben sich gelassen angesichts der Einschränkung. Überall gebe es Hinweise darauf, dass Wasser im Moment abzukochen sei. Die meisten haben sich darauf eingestellt.

Am Mittwoch und Donnerstag werden neue Proben genommen. Am Montag wird mit Ergebnissen gerechnet. Dann kommt entweder die erhoffte Entwarnung - oder es muss weiter gespült werden.

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

Das könnte Sie auch interessieren

Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) in Finsterwalde (Quelle: rbb/Sascha Erler)
rbb/Sascha Erler

Ärztenetzwerk in Elbe-Elster ist top - "Alle drei Monate kegeln wir gemeinsam"

Der Hausarzt im hohen Rentenalter, eine Stunde Anfahrt bis zur nächsten Frauenärztin. Es braucht mehr Mediziner - gerade auf dem Land. Im Elbe-Elsterkreis gibt's da vergleichsweise wenig Probleme. Warum? Das wollte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wissen, deshalb heute seine Visite im Medizinischen Versorgungszentrum Finsterwalde. Von Sascha Erler