Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger übergibt Förderbescheid (Quelle: rbb/Florian Ludwig)
Audio: Antenne Brandenburg | 02.05.2018 | Bild: rbb/Florian Ludwig

Agroforstsysteme in der Landwirtschaft - Bäume mitten auf dem Feld werden Trend

Auch Thomas Domin musste sich erst überzeugen lassen. Der Landwirt aus Peickwitz (Oberspreewald-Lausitz) bekam von einem Bekannten den Tipp, dass es seinen Feldern besser gehen könnte, wenn er Agroforstsysteme anlegt. Gemeint sind Bäume und Sträucher, die auf den normalen Ackerflächen stehen.

Domin hatte bereits vor drei Jahren als einer der Ersten in Brandenburg ein Agroforstsystem in seinem Betrieb angelegt. Von den positiven Effekten in Ökonomie und Ökologie war Domin sofort überzeugt.

Bäume und Sträucher funktionieren wie Filter, es kommen weniger Dünger und Pestizide ins Wasser, erklärt Domin mit Hinweis auf eine bessere Umwelt.

Als Landwirt weiß er durchaus zu schätzen, dass es weniger Verdunstung gibt und damit auf dem Acker beispielsweise mehr Getreide wachsen kann. Bäume und Sträucher verhindern, dass weniger Boden durch Wind und Wasser abgetragen wird. 

Landwirtschaftsminister überreicht Thomas Domien den Förderbescheid (Quelle: rbb/Florian Ludwig)
Landwirt Thomas Domin bekommt von Minister Vogelsänger den Förderbescheid | Bild: rbb/Florian Ludwig

Start für zweijährige Projektphase

Bisher gab es keine Förderung für derartige Agroforstsysteme. Thomas Domin musste sich deshalb selbst um alles kümmern. Anderen Landwirten will es der Bauer aus Peickwitz nun leichter machen. Mit dem am Mittwoch von Landwirtschafstminister Jörg Vogelsänger (SPD) überreichten Fördermittelbescheid können Domin und seine Projektpartner jetzt herausfinden, wie Agroforstsysteme aussehen müssen und wie sie gefördert werden sollen.

Besonders ist, dass Naturschutz, Wissenschaft und Landwirtschaft dabei gemeinsame Sache machen. Das überzeugt auch den Landwirtschaftsminister. Wenn so viele mitmachen, dann muss es einfach gelingen, freut sich Vogelsänger. Schließlich brauche man neue Wege gerade was den Umweltschutz angeht.

Das Projekt läuft zunächst zwei Jahre. Dann erst wird feststehen, ob bald auf jedem Getreidefeld auch Bäume stehen werden.

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