Der Schlossgarten in Altdöbern (Bild: iris Wussmann/rbb)
Audio: Antenne Brandenburg | 17.10.18 | Iris Wußmann | Bild: rbb/Iris Wussmann

Jugendbauhütte erhält Lottomittel - Vom Stiefkind zum Schmuckstück

Seit knapp zehn Jahren restaurieren Jugendliche aus aller Welt den verwilderten Schlosspark von Altdöbern. Am Mittwoch übergab die Brandenburger Infrastrukturministerin Schneider einen Lottomittelbescheid. Von Iris Wußmann

Seit gut zehn Jahren engagieren sich junge Leute der internationalen Jugendbauhütte bei der Wiederherstellung und Pflege des verwilderten Schlossparks von Altdöbern (Landkreis Oberspreewald-Lausitz). Zur Zeit restaurieren die Jugendlichen historische Wegtrassen, die auf Grundlage von alten Plänen und Postkarten durch Grabungen freigelegt wurden. Als Anerkennung und Unterstützung kam die Brandenburgische Infrastrukturministerin am Mittwoch vorbei - und übergab einen Lottomittelbescheid.

Die Gruppe, die den Garten restauriert (Bild: Iris Wussmann/rbb)
Die Gruppe, die den Park restauriert | Bild: rbb/Iris Wussmann

Ehemalige und aktuelle Teilnehmer treffen sich

Vor der Kulisse des ehrwürdigen Barockschlosses gab es am Mittwoch ein großes Hallo. Ehemalige Teilnehmer der Jugendbauhütte fallen sich in die Arme, sie haben jeweils ein jahr ihres Lebens in Altdöbern verbracht. "Wir haben ja viel Arbeit reingesteckt, also wollen wir sehen, wie sich das Ganze weiterentwickelt", meint einer der Teilnehmer. "Für mich war es eine Gelegenheit mit Deutschen, aus der Türkei, aus Frankreich, aus Polen zu leben und auch zu arbeiten", meint ein anderer.

Die meisten haben nach der Schule ihr soziales Jahr in Altdöbern verbracht und dabei den Schlosspark freigelegt.

Über 200 Teilnehmer aus 15 Ländern

Der Bürgermeister von Altdöbern, Peter Winzer, erinnert sich noch an die Anfänge der Jugendbauhütte. "Wir sind damals davon ausgegangen, egal wer kommt, die können uns eigentlich nur helfen", sagt er. "Das funktioniert hervorragend. Was sie im Park leisten, das sieht man ja, wunderbar."

Über 200 Teilnehmer aus 15 Ländern waren in den zehn Jahren bei dem Projekt dabei. Viele Partner arbeiten Hand in Hand. Rund eine Million Euro an Unterstützung kamen zum Beispiel durch die Tagebausanierung, fachlicher Rat kam von der Stiftung Denkmalschutz.

Knapp die Hälfte des Parks ist bearbeitet. Die wesentlichen Punkte waren die Bergbauschäden mit Torfböden und Baumsterben. Aber es sei noch immer Arbeit für weitere zehn Jahre vorhanden.

Ministerin lobt Gemeinschaft

Infrastrukturministerin Kathrin Schneider lobte bei ihrem Besuch vor allem, dass in Altdöbern die Gemeinschaft so gut zusammenwirke. "Durch das Zusammentun von mehreren Leuten, die alle über lange Zeit in einem Boot sitzen und auch noch in die gleiche Richtung rudern. Das ist in der Tat eine ganz tolle Erfolgsgeschichte."

Diese Erfolgsgeschichte wird weitergeschrieben. Für die kommenden drei Jahre ist die Finanzierung gesichert. Der neue Jahrgang kann also loslegen.

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