Frisch gesammelte Pilze in Cottbus
Audio: Antenne Brandenburg | 11.10.2018 | Florian Ludwig | Bild: rbb/Florian Ludwig

Trockenheit verhindert Vielfalt - Pilze haben es in diesem Jahr schwer

Sommer und Herbst machen gemeinsame Sache: viel Sonne und kaum Regen. Die Pilze finden's überhaupt nicht toll. Zum Wachsen fehlt der Regen. Und das bedeutet: es gibt zwar Pilze, vor allem ungenießbare und die essbaren Klassiker dagegen machen sich rar. Von Florian Ludwig

Pilzsachverständiger Lutz Helbig guckt beim Pilze sammeln nach oben, nicht nach unten. Klingt Paradox, Helbig erklärt den Grund: einen Birkenpilz findet man eben nicht im Kiefernwald und einen Champignon nicht auf dem Gemüseacker.

Der Experte sucht im Wald die feuchten Stellen, am Rand, da, wo der Frühnebel schon in den Wald wabert. Gute Stellen zum Suchen und Finden von Pilzen sind da, wo Mulch, Laub oder Stroh liegen.

Pilzexperte Lutz Helbig aus Drebkau bei Cottbus
Pilzexperte Lutz Helbig aus Drebkau bei Cottbus | Bild: rbb/Florian Ludwig

"So ein schlechtes Pilzjahr habe ich noch nicht erlebt!"

Helbig war zu DDR-Zeiten jüngster Pilzsachverständiger, da war er Anfang 20. Inzwischen sind etliche Jahre vergangen. Aber noch nie habe er solch ein schlechtes Pilzjahr erlebt. Besonders die Liebhaber von Maronen und Steinpilzen trifft es in diesem Jahr besonders hart. Denn diese Sorten sind extrem rar.

Viele Speisepilze sind an Bäume gebunden. Und weil es denen wegen der Trockenheit schlecht geht, können auch die Pilze nicht wachsen. Doch es gibt Hoffnung sagt Helbig. Wenn man sich auskennt, schränkt er ein. Da gibt es zum Beispiel den sogenannten Spargelpilz, das ist ein essbarer Pilz - solange er unten weiß ist.

Wer die Augen offen hält, der findet jetzt beispielsweise Stadtchampignons, Röhrlinge, rötliche Holzritterlinge und die Fette Henne.

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