Antiquitätenhändler mit Papier des Matrosen Linke (Quelle: rbb/Dirk Schneider)
Audio: Antenne Brandenburg | 01.11.2018 | Dirk Schneider | Bild: rbb/Dirk Schneider

Ein Forster Matrose und die Novemberrevolution - Zufallsfund eines Antiquars

Vor 100 Jahren - am 1.November 1918 hat ein Matrosenaufstand in Kiel die Novemberrevolution in Deutschland ausgelöst. Ein Forster spielte dabei ein wesentliche Rolle: Carl-Richard Linke. Das belegt der Zufallsfund eines Antik-Händlers. Von Dirk Schneider

Carl Richard Linke, 2. von rechts in der mittleren Reihe.Carl Richard Linke, 2. von rechts in der mittleren Reihe.

Die Novemberrevolution und ein Matrose aus Forst in der Lausitz: Dass es da einen Zusammenhang gibt, der durch Dokumente belegt werden kann, ist auch Erhard Schneider zu verdanken.

Seit über 40 Jahren geht der Forster regelmäßig zu Haushaltsauflösungen, sucht alte Briefbögen und Postkarten aus seiner Heimatstadt.

Anfang der 80er Jahre fallen ihm so die Dokumente über Carl-Richard Linke in die Hände.

Was er da für einen Fund gemacht hat, wird ihm allerdings erst später klar. Zunächst sind die Karten und Unterlagen ein so genannter "Beifang" für den Geschichtsinteressierten.   

Postkarte mit handschriftlichen Bemerkungen (Quelle: rbb/Dirk Schneider)
Bild: rbb/Dirk Schneider

Dokumente jetzt im Marinemuseum

Carl-Richard Linke ist zu diesem Zeipunkt noch ein unbekannter Forster, der als Matrose im 1.Weltkrieg auf dem Kriegsschiff  "Helgoland" gedient hat.

Sein Tagebuch, in dem er den wachsenden Frust der Matrosen in Kiel bis zum Aufstand vor 100 Jahren festhält, ist noch nicht entdeckt.    

Das ändert sich erst 2014. Da geht das Marinemuseum in Wilhelmshaven auf Spurensuche nach Carl-Richard Linke geht.  Schneider erfährt davon aus der Zeitung und verkauft seine Schriftstücke und eine Medaille, die Linke im Radsport gewonnen hat.

Postkarten, Briefe und Medaille sind heute Teil der Ausstellung über den Matrosenaufstand im Marinemuseum.  

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