Tafel-Chef Kai Noack (Quelle: rbb)
Audio: Antenne Brandenburg | 29.03.2019 | Christian Mattheè | Bild: rbb

Interview | Einbruch in Luckauer Tafel - "Bisher hat noch niemand Unterstützung angeboten"

Seit Einbrecher in der Tafel Luckau (Dahme-Spreewald) einen Panzerschrank mit Autopapieren und -schlüsseln für zwei Transporter gestohlen hatten, muss der Betrieb umstrukturiert werden. Tafel-Chef Kai Noack hat rbb|24 die Situation geschildert.

rbb|24: Herr Noack, welche Reaktionen haben Sie nach dem Einbruch in Luckau erlebt?

Kai Noack: Ganz viele Leute sind natürlich entsetzt und erschüttert und können überhaupt nicht verstehen, wie man eine soziale Einrichtung, die Gutes tut, bestehlen kann. Insbesondere wenn man weiß, dass die Tafeln komplett spendenfinanziert sind. Allerdings hat sich bisher auch noch niemand bei uns gemeldet und Unterstützung angeboten.

Wie stellt sich denn jetzt die Situation der Luckauer Tafel dar?

Die Situation ist die, dass wir unsere Fahrzeuge nicht nutzen können, da für beide eben Papiere und Schlüssel fehlen. Lediglich bei einem der beiden haben wir einen Ersatzschlüssel. Die Versicherung ist gerade dabei, eine Firma zu beauftragen, die Schlösser bei beiden Fahrzeugen zu wechseln. Ein Transporter von der Spremberger Tafel springt jetzt in Luckau ein und sammelt dort die Spenden der Supermärkte ein.

Wie geht's denn nun weiter?

Also, wie schon erwähnt, Spremberg hilft, Cottbus ist auch involviert. Auf alle Fälle werden die Bedürftigen in Luckau heute länger warten müssen, bis die Ware da ist und aufbereitet wird. Das Problem ist, dass das keine Dauerlösung sein kann, weil natürlich die einzelnen Tafeln ihrerseits eng getaktet sind und ihre eigenen Aufgaben erfüllen müssen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

Das könnte Sie auch interessieren