Die Drogerie Haferkorn in Burg (Bild: Daniel Jorewitz/rbb)
Audio: Antenne Brandenburg | 15.03.19 | Josefine Jahn | Bild: rbb/Daniel Jorewitz

Traditionsgeschäft am Weltverbrauchertag - Burger Drogerie setzt beim Verbraucherschutz auf Information

Seit 1983 wird am 15. März auf die Rechte von Verbrauchern aufmerksam gemacht. Familie Haferkorn betreibt in Burg (Spreewald) seit 86 Jahren eine Drogerie und versteht die Wahrung von Verbraucherrechten vor allem als faire Beratung. Damit will man sich von den großen Ketten abheben.

Der 15. März ist Weltverbrauchertag. Seit 1983 wird an diesem Tag auf die Rechte von Verbrauchern aufmerksam gemacht. Seit 86 Jahren betreibt Familie Haferkorn in Burg (Spreewald) eine Drogerie, mittlerweile in vierter Generation. Inhaber Robert Haferkorn weiß, was den Verbrauchern wichtig ist - in erster Linie faire Beratung und Information.

Mehr Eingehen auf die Kunden

Die 29-Jährige will Verbraucherrechte wörtlich nehmen. Im Vergleich zur Konkurrenz kann Robert Haferkorn mehr auf seine Kunden eingehen. "Wir können individuell entscheiden", erzählt er. "Wenn jemand was braucht versuchen wir das zu bestellen. Das ist bei den Ketten schwierig, weil die ihr gelistetes Sortiment haben. Also dieses Individuelle, dass man auch mal mit dem Kunden redet, sich Zeit nimmt und nicht nur an der Kasse sitzt und das Geld abnimmt."

Gleichzeitig versucht er den Kundenkontakt dafür zu nutzen positiven Einfluss auf die Kunden zu nehmen. Zum Beispiel wenn es um die Verwendung von Plastiktüten geht. "Wir haben Tütenpreise gemacht, nicht weil wir das Geld für die Tüte haben wollen, sondern schon allein wenn man sagt 'fünf Cent' überlegt der Kunde muss ich wirklich diese fünf Cent ausgeben", so Haferkorn. Mittlerweile würden viele Kunden wieder mit Jutebeuteln zu ihm kommen.

Kein Einfluss auf Preise für Männer und Frauen

Auf manche Dinge kann Haferkorn aber keinen Einfluss nehmen. Er kann zum Beispiel nicht ändern, dass scheinbar gleiche Produkte für Männer und Frauen unterschiedlich ausgepreist sind. "Bei Rasierschaum und Co., da kann man ausweichen, da kann man auch den Männerschaum nehmen", sagt er. Bei Rasierern aber gebe es Unterschiede. Die Haut von Frauen sei empfindlicher, die Rasierklingen entsprechend angepasst. Einen so großen Preisunterschied rechtfertige der Unterschied aber nicht, so Haferkorn.

Besonders die Stammkunden würden die Ehrlichkeit und die Beratung zu schätzen wissen. Dafür verzichtet Haferkorn zum Beispiel auf das Online-Geschäft. Er setzt neben Individualität auf Produkte aus der Region. Und das kommt nicht nur zum Weltverbrauchertag gut an.

 

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