Bürgerdialog in Cottbus (Bild: Stadt Cottbus)
Audio: Antenne Brandenburg | 31.07.2020 | Martin Schneider | Bild: Stadt Cottbus

Wissenschaftliche Studie - Etwas Lob und viel Kritik für Bürgerdialoge in Cottbus

Zwei Jahre nach den Bürgerdialogen in Cottbus haben Wissenschaftler der BTU Cottbus Senftenberg und der ASH Berlin eine Analyse der Veranstaltungen in den sechs Stadtteilen vorgelegt. [ext. Link zur Studie BTU Cottbus Senftenberg]

Die Gesprächsrunden waren eine Folge der angespannten Situation 2018 in Cottbus. Es gab mehrere gewalttätige Auseinandersetzungen unter Geflüchteten und mit Einheimischen sowie vielfach Demonstrationen gegen die Flüchtlingspolitik.

Kritik an Vorbereitung und Durchführung

Grundsätzlich begrüßt wird von den Autoren der Studie, dass die Stadt ein Dialogangebot gemacht hat. Kritisiert werden jedoch Vorbereitung und Durchführung. So hätte es Minderheiten besser ermöglicht werden müssen, an den Veranstaltungen teilzunehmen und ihre Meinungen zu äußern.

Außerdem seien die Regeln des Dialogs nicht ausreichend gewesen, um rassistischen Äußerungen oder Verschwörungstheorien wirksam zu entgegnen. Das unkommentierte Tolerieren solcher Aussagen durch Vertreter der Stadt oder die Moderatoren sei kontraproduktiv gewesen.

Die Stadt Cottbus will sich in der kommenden Woche zu der Studie äußern.

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