Slawenburg Raddusch im Spreewald, Foto: rbb/Jan Urbanski
Audio: Antenne Brandenburg | 07.08.2020 | Iris Wußmann | Bild: rbb

Ausflugsziel - Lifting für Slawenburg Raddusch

Die Slawenburg Raddusch ist eine originalgetreu wiederaufgebaute Fluchtburg, so, wie sie Slawen im 9. und 10. Jahrhundert aus dicken Baumstämmen, Stein und Erde errichtet hatten. Seit 2003 gibt es die Burg, Zeit für ein Lifting. Von Iris Wußmann

Ende August soll die Slawenburg neu eröffnet werden. Sie ist eine originalgetreue Nachbildung einer Burg, wie sie im 9. und 10. Jahrhundert von den Slawen errichtet worden sind. In Raddusch gibt es diese Burg der Neuzeit seit 2003. In den Ausstellungen wird Zeitgeschichte lebendig.

Jetzt sind etwa 2.000 Exponate nach aufwendiger Restaurierung wieder in den Vitrinen, berichtet Archäologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin Katharina Schmeiduch. Die Ausstellungsstücke sind Originale aus der Slawenzeit. Für Schmeiduch geht es auf die Zielgerade, in wenigen Tagen, am 28.08.2020 wird die neue Slawenburg eröffnet. "Sie ist richtig schön geworden" schwärmt die Archäologin.

Archäologin Katharina Schmeiduch, wird auch als Königin von Raddusch bezeichnet
Archäologin Katharina Schmeiduch | Bild: rbb/Iris Wußmann

Gang durch eine lange Geschichte

Der Innenraum des Betonwalls ist angenehm kühl, auf dem Boden sind Fallschutzmatten verlegt. Das neue Outfit gibt sich hell und freundlich, farbenfroh und frisch.

Wer die neue Ausstellung sieht, macht sich auf den Weg von der Slawenzeit über das Mittelalter bis zur Neuzeit. Eine Baggerschaufel bringt den Besucher dann in die Steinzeit mit Funden von den Neandertalern und in die Bronzezeit. In Vitrinen plaziert werden zur Zeit Keramikschalen, Töpfe und Krüge. Es handelt sich um Jahrhunderte alte Grabbeigaben, entdeckt im Zuge des Kohletagebaus.

Fundstücke, zu sehen in der Slawenburg Raddusch
Fundstücke | Bild: rbb/Iris Wußmann

Sämtliche Infotafeln, Grafiken und Texte sind neu. Man könne hier gut einen ganzen Tag verbringen, verspricht Landesarchäologe Franz Schopper. "Das besondere ist, dass man sich in einem ganz anderen Raum befindet, in einem ursprünglicht nicht hohlem Innenraum eines Burgwalls, um dann in leichtem Schwung durch die Jahrtausende zu gehen, das finde ich schon sehr beeindruckend."


Ginge es nach Katharina Schmeiduch, dann sollte dieser Schwung ausgenutzt werden, um das Umfeld der Burg mit einer Siedlung, einer Baustelle lebendig zu machen, um slawische Geschichte zu erzählen.

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