Das Landgericht Cottbus, Gebäude von außen. (Quelle: imago/Friedel)
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Aus Mangel an Beweisen - Mutmaßlicher Einbrecher aus Senftenberg freigesprochen

Im Prozess um eine Einbruchserie im Raum Senftenberg hat der Angeklagte am Donnerstag das Landgericht Cottbus als freier Mann verlassen. Die Strafkammer hat ihn aus Mangel an Beweisen freigesprochen.

Obwohl Diebesgut in der Wohnung des Mannes gefunden worden war, reichten die von der Staatsanwaltschaft dargelegten Gründe nicht für eine Verurteilung.

Staatsanwaltschaft hatte Haftstrafe gefordert

Dem Angeklagten könne nicht nachgewiesen werden, dass er selbst eingebrochen sei, weil es keine Spuren von ihm am Tatort gab. Außerdem konnte man auch nicht beweisen, dass der Angeklagte gewusst habe, dass es sich um Diebesgut handelte. Deshalb könne er auch nicht wegen Hehlerei verurteilt werden, hiess es in der Urteilsbegründung des Landgerichts.

Dem Angeklagten war vorgeworfen worden, in mindestens sechs Fällen in Wohnhäuser im Raum Senftenberg eingebrochen zu sein und dort Wertsachen, sowie Schmuck und Bargeld gestohlen zu haben. Mit gestohlenen EC-Karten soll er außerdem Geld abgehoben haben.

Den Schaden bezifferte die Staatsanwaltschaft auf rund 100.000 Euro. Sie hatte deshalb eine Haftstrafe von drei Jahren und zehn Monaten gefordert. Die Verteidgung hatte auf Freispruch plädiert.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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