Ein Haus am Bahnhof in Ruhland, dessen Fenster mit Holzplatten abgedeckt sind. Die Scheiben waren bei der Sprengung einer Bombe geborsten.
Audio: Antenne Brandenburg | 27.02.2020 | Bild: rbb/Daniel Mastow

Reparaturen können noch Monate dauern - Noch immer Schäden nach Bombensprengung in Ruhland

Vor gut vier Monaten wurde in Ruhland am Bahnhof ein Blindgänger gesprengt. Die Schäden sind noch immer sichtbar. Die Reparaturen werden voraussichtlich noch Monate dauern.

Vor vier Monaten erschütterte ein lauter Knall die Stadt Ruhland im Oberspreewald-Lausitz Kreis. Am Bahnhof wurde ein Blindgänger gesprengt, mit fatalen Folgen.

Scheiben gingen zu Bruch. Am Personentunnel des Bahnhofs wurden Teile des Daches und der Verkleidung weggerissen.

Nach Auskunft der Deutschen Bahn entstand ein Schaden von gut 250.000 Euro. Der neu gebaute Personentunnel war erst 2018 für die Bahnreisenden freigegeben worden.

Die Reparaturen werden laut Bahn voraussichtlich Monate in Anspruch nehmen.   

Auch angrenzende Wohnhäuser in Mitleidenschaft gezogen

Auch an mehreren Wohnhäusern in der Nähe des Bahnhofs gingen durch die Wucht der Detonation Scheiben zu Bruch.

Die Fenster wurden mittlerweile durch neue ersetzt. Auch die Gaststätte am Bahnhof hat neue Fenster bekommen. Nach Aussage des Amtsdirektorsvon Ruhland, Christian Konzack, sind alle Schäden an Privathäusern im Umfeld des Bahnhofs mittlerweile behoben.

Bis auf zwei Hauseigentümer hatten alle Betroffenen eine Gebäudeversicherung, die die Schäden reguliert hat. Bei den beiden Hauseigentümern ohne Versicherung wurden die kaputten Fenster provisorisch mit Holzplatten abgedichtet. Nach Auskunft des Amtsdirektors handelt es sich allerdings um Gebäude, die nicht genutzt werden.

Blindgänger konnte nicht entschärft werden

Der Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg war Mitte Oktober bei Bauarbeiten auf dem Bahnhofsvorplatz gefunden worden.

Eine Entschärfung war nicht möglich, weil der Zünder der 500 Kilo Bombe zu stark beschädigt war. Deshalb hatte sich der Kampfmittelbeseitigungsdienst für eine Sprengung entschieden.  

Dafür war rund um den Bahnhof ein Sperrkreis von 1.000 Metern eingerichtet worden. Etwa 2.300 Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen.

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