Johanna van Eckert-Schoof in ihrem Amateurfunk-Zimmer in Burg im Spreewald.
Audio: Antenne Brandenburg | 03.02.2021 | Bild: rbb/Daniel Mastow

Amateurfunk erlebt gerade zweiten Frühling - Spreewälderin funkte als erste Frau zum Mond

Johanna van Eckert-Schoof bezeichnet sich selbst als "Blaue Mauritius" unter den Amateurfunkern. Weltweit gibt es nach ihrer Aussage nur zwei Prozent Frauen, die sich diesem Hobby verschrieben haben. In Burg im Spreewald haben Johanna und ihr Mann jeweils ein eigenes Funkerzimmer.

Sie ist so etwas wie die Nadel im Heuhaufen, nach der man oft sucht. Johanna van Eckert-Schoof aus der Spreewaldgemeinde Burg ist Amateurfunkerin.

Männer auf der ganzen Welt reißen sich sprichwörtlich um sie, denn im Amateurfunk Kontakt zu einer Frau zu bekommen, ist fast wie einen Sechser im Lotto zu landen.

Weltweit liegt der Anteil an Frauen unter den Amateurfunkern bei gerade einmal zwei Prozent, sagt Johanna van Eckert-Schoof. Die Lehrerin bezeichnet sich deshalb selbst als "Blaue Mauritius", nach einer extrem seltenen und wertvollen Briefmarke.

Burgerin funkte als erste Frau zum Mond

In ihrem Eigenheim in Burg im Spreewald hat Johanna van Eckert-Schoof ein eigenes Funkerzimmer. Zwei Türen weiter sitzt ihr Mann Karsten Schoof in seinem "Amateurfunk-Reich". Er war es auch, der Johanna van Eckert-Schoof zum Amateurfunk brachte.

In den vergangenen Jahren sind dadurch viele Kontakte und Freundschaften auf der ganzen Welt entstanden. Auch Urlaubsreisen werden bei den "Schoofs" fast ausschließlich über den Amateurfunk geplant.

Johanna van Eckert-Schoof mit ihrem Ehemann Karsten Schoof, der selbst Amateurfunker ist.
| Bild: rbb/Daniel Mastow

Johanna van Eckert-Schoof ist nach eigener Aussage auch die erste Frau weltweit, die zum Mond gefunkt hat. Dabei wird der Mond als Reflektor genutzt und sendet die Funksignale zurück zur Erde. Das Funksignal benötigt für die rund 770.000 Kilometer zum Mond und wieder zurück rund 2,5 Sekunden.

Amateurfunk erlebt zweiten Frühling

Durch die Corona-Pandemie erlebt der Amateurfunk gerade einen regelrechten Höhenflug. In Zeiten von Kontaktbeschränkungen und Homeoffice ist die Community in den vergangenen Monaten weltweit stark gewachsen.

Wer in die Welt des Amateurfunkens einsteigen möchte, benötigt eine Lizenz, die etwa 150 Euro kostet.

Für die technische Ausrüstung, also ein Funkgerät, kommen noch einmal gut 500 Euro dazu. Es gibt allerdings auch Funkgeräte für mehrere tausend Euro.

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