Drohne vor der Finsterwalder Feuerwehr (Quelle: rbb/D.Friedrich)
Audio: Antenne Brandenburg | 15.02.2021 | Daniel Friedrich | Bild: rbb/D.Friedrich

Gefährliche Einsätze - Spezialdrohne verstärkt Freiwillige Feuerwehr Finsterwalde

Spezial-Equipment für die Freiwillige Feuerwehr Finsterwalde: Von der Katastrophenschutz-behörde des Landes gab es eine Drohne. Sie kann künftig Aufgaben übernehmen, die für einen Menschen zu gefährlich oder zu schwierig sind. Von Daniel Friedrich

"Das ist Wahnsinn!" - So der knappe Kommentar des Finsterwalder Stadtbrandmeisters Michael Kamenz über das neue technische Hilfsmittel, das seine Truppe ab jetzt zur Verfügung hat: eine Spezialdrohne. Kamenz ist begeistert von den Qualität der Fotos, die die Drohne liefert und von ihren Möglichkeiten. Sie soll nicht nur von seiner Wehr genutzt, sondern im gesamten Kreis eingesetzt werden.

Wald- und Moorbrände, Feuer im Dachstuhl: Da, wo es unübersichtlich wird und wo Glutnester möglicherweise nicht richtig zu sehen ist, soll die Drohne künftig weiter helfen. Kamenz ist sich sicher, dass das die Arbeit erleichtert und die Kameraden im Einsatz dadurch schneller sind.

Augenfarbe auf einen Kilometer Entfernung

Bisher mussten die Einsatzkräfte sich Drohnen ausleihen oder bei der Polizei nach einem Hubschrauber fragen, um die Lage aus der Luft zu erkunden. Das ist jetzt dank der neuen Drohne anders, die mit vielen technischen Details ausgestattet sei, sagt Drohnenpilot Steffen Franzeck: Die Drohne kann 50 Minuten lang in der Luft bleiben, hat zwei Akkus, eine Wärmebildkamera für Brände und Glutnester und einen optischen Zoom.

"Wir können damit auf einen Kilometer Entfernung die Augenfarbe sehen", beschreibt Franzeck die technischen Finessen. Die Drohne fliegt auch bei Regen und falls der Propeller mal ausfällt, gibt es sogar einen Fallschirm. Noch darf das Gerät allerdings nicht fliegen, die Versicherung fehlt. Immerhin hat die Drohne stolze 37.000 Euro gekostet.

Drohnenpilot Steffen Franzeck mit der neuen Technik (Quelle: rbb/D.Friedrich)
| Bild: rbb/D.Friedrich

Drohne hilft bei Personensuche

Für Steffen Franzeck ist sie das Geld absolut wert. Denn die Drohne hilft zum Beispiel auch bei der Suche nach Vermissten. Sie hat eine Tracking-Funktion. Wenn zum Beispiel eine Person im Wald verschwindet und dann wieder auftaucht, kann sie diese automatisch erfassen.

Um die Drohne zu steuern, ist eine Art Führerschein nötig. Dafür werden gerade 12 Personen ausgebildet. Haben die ihre Ausbildung bestanden, steht dem ersten Einsatz des neuen Feuerwehr-Helfers nichts mehr im Weg.



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