Eine Frau schippt auf einem Bürgersteig Schnee. (Quelle: dpa/Roberto Pfeil)
Audio: Antenne Brandenburg | 05.02.2021 | Bild: dpa/Roberto Pfeil

Bis zu 20 Zentimeter Neuschnee - Die Lausitz stellt sich auf Schneemassen ein

Südbrandenburg könnte am Wochenende unter einer Schneedecke versinken. Der Deutsche Wetterdienst sagt bis zu 20 Zentimeter Neuschnee voraus. Winterdienste, Leitstelle und ODEG sehen sich vorbereitet. Und auch der Tagebau-Betreiber fürchtet kein neues 1978/79.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Dauerfrost und kräftigen Schneefällen: In der Lausitz und im Elbe-Elster Land können am Wochenende bis zu 20 Zentimeter Neuschnee fallen.

Zudem drohen Glatteisgefahr und Sturmböen. Der DWD spricht von einer dreifachen Unwetterlage. Die herausgegebene Wetterwarnung gilt zunächst bis kommende Woche Mittwoch.

Auswirkungen auf Zugverkehr befürchtet

Die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG), die unter anderem mit dem Regional-Express RE2 zwischen Cottbus, Berlin und Wismar fährt, bereitet sich auf die angekündigten Schneemassen vor. Das Unternehmen informiert auf seiner Internetseite über aktuelle Störungen [odeg.de] .

Zudem bittet die ODEG Reisende, sich im Internet über Zugausfälle und Verspätungen zu informieren.

Streufahrzeuge stehen bereit

Auch der Landesbetrieb Straßenwesen ist nach eigener Aussage gut auf das drohende Schneetreiben vorbereitet. 94 Mitarbeiter und 64 Streufahrzeuge seien im Süden Brandenburgs einsatzbereit, sagte Steffen Streu, Chef des Landesbetriebes rbb|24. "Wer, wo und wie häufig unterwegs sein wird, richtet sich natürlich nach den Schneemengen, die zu beseitigen sind." Es gebe in den kommenden Tagen jeweils einen Zweischichtbetrieb.

Allerdings sollten bei winterlichen Straßenverhältnissen alle auch immer vorsichtig fahren, appelliert Streu mit Blick auf das bevorstehende Wochenende an Auto- und Lkw-Fahrer.

Ein Einsatzfahrzeug vom Winterdienst am 07.03.2018 auf einer Brandenburger Straße (Quelle: ZB/Patrick Pleul)
Bild: ZB/Patrick Pleul

Leitstelle Lausitz hält zusätzliches Peronal bereit

Die Leitstelle Lausitz, die für Notarzt- und Feuerwehreinsätze in den vier südbrandenburger Landkreisen, sowie in der Stadt Cottbus zuständig ist, hat für das Wochenende vorsorglich mehrere Mitarbeiter in Rufbereitschaft versetzt.

Diese können ihren Kollegen in der Leitstelle Lausitz bei Bedarf schnell unterstützend zur Seite stehen. Allerdings rechnet die Leitstelle erst ab Sonntagabend, bedingt durch den Wetterumschwung, mit deutlich mehr Einsätzen.

LEAG: Lausitzer Tagebauen droht kein neues 1978/79

Im Rekordwinter 1978/79 war die Energieversorgung in der DDR zusammengebrochen, unter anderem weil es keinen Nachschub an Kohle für die Kraftwerke gab. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich dieses Szenario noch einmal wiederholen könnte, ist nach Einschätzung der Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) äußerst unwahrscheinlich.

Vor allem, weil sich die Technik seit damals deutlich weiterentwickelt habe, sagte LEAG-Pressesprecher Thoralf Schirmer rbb|24. Die Waggons der Kohlezüge seien mittlerweile beheizbar, genauso wie die Weichen der Kohlebahn. Sollten Oberleitungen einfrieren, könne man diese kurzfristig durch zusätzliches Personal - zur Not auch manuell - vom Eis befreien.

Sendung: Brandenburg aktuell, 05.02.2021, 19:30 Uhr

1 Kommentar

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  1. 1.

    "In der Lausitz und im Elbe-Elster Land können am Wochenende bis zu 20 Zentimeter Neuschnee fallen." und ein Blick auf die Voraussage in wetteronline passen irgendwie mit der Panikmache nicht zusammen.

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