Siegfried Stadelmayer beim mobilen Impfeinsatz
Audio: Antenne Brandenburg | 12.03.2021 | Aline Lepsch | Bild: rbb/Aline Lepsch

Lübbenauer Mediziner mit mobilem Team unterwegs - Ältester Brandenburger Hausarzt hilft beim Impfen

Der mit 80 Jahren wohl älteste Hausarzt Bandenburgs Siegfried Stadelmeyer will helfen, das Impftempo anzuschieben. Deshalb ist er mit einem mobilen Team im Spreewald im Einsatz. Aline Lepsch hat ihn begleitet.

Die Impfung haben am Freitag 66 DRK-Mitarbeiter und sechs Senioren der Tagespflege in Lübbenau bekommnen. Darunter auch Manfred Günzel, ehemaliger Fahrdienstleiter und jetzt ehrenamtlich beim DRK. "Für mich ein kleiner Piecks, aber ich hoffe ein großer Schritt zur Bekämpfung der Pandemie", sagt er schmunzelnd nach der Impfung. Er habe lange auf einen Termin für die Injektion warten müssen, berichtet er. Und gerade für seine Arbeit im Fahrdienst sei es so wichtig, geschützt zu sein, schließlich haben er und seine Kollegen viel mit älteren Leuten in Heimen und in der Tagespflege zu tun.

Erst vor einer Woche kam die Zusage für den Impftermin. Im Normalfall hätte jeder von ihnen einen Termin in einem Impfzentrum machen müssen. Daher habe die Chefin des Pflegedienstes Heike Lappan selbst gehandelt, erklärt sie. Sie hat sich mit dem Impfzentrum in Cottbus in Verbindung gesetzt, von dort kam das mobile Team. Einzige Bedingung war, ein Arzt vor Ort müsse gestellt werden.

Einsatz von Arzt und Schwestern beim mobilen Impfen
Mobiles Impfen | Bild: rbb/Aline Lepsch

Mit Hausärzten schnelleres Impftempo möglich

Der bereits 80-jährige Hausarzt Dr. Siegfried Stadelmeyer hatte sich sofort bereit erklärt. Erfahrungen hat er bei Einsätzen mit dem mobilen Impfteam schon in Calauer Pflegeheimen gesammelt.

Stadelmeyer ist sich sicher, Hausärzte könnten das Impftempo deutlich steigern. "Wir brauchen so schnell wie möglich die Genehmigung, in den Hausarztpraxen unsere Patienten zu impfen", fordert der Mediziner. "Wir wären in Deutschland schon wesentlich weiter, wenn wir die Möglichkeit gehabt hätten, bereits seit Anfang des Jahres zu impfen."

In drei Wochen wird der 80-Jährige wieder beim DRK in Lübbenau sein, dann, wenn es die zweite Spritze für die heute Geimpften geben wird.

4 Kommentare

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  1. 3.

    Egal ob nun der Älteste
    Aber alle Achtung
    Davon brauchen wir noch viel mehr.
    Weiter so !!!!!!

  2. 2.

    Der Arzt hat schon während seiner regulären beruflichen Laufbahn sicher vielen Menschen geholfen und so manchen das Leben gerettet. Es ist doch toll, wie er in dieser Notsituation immer noch mit anpackt und mit dem Impfen weiteren Leuten hilft. Dieser Doktor packt an - und schwingt nicht grossspurige Reden, wie so manche(r) Politiker(in) im Land.

  3. 1.

    Das ist mit Sicherheit nicht der älteste HA. In Baruth ist einer wesentlich älter.

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