Wirtschaftsförderer vor dem Gubener Rathaus (Quelle: rbb/Erler)
Bild: rbb/Erler

21-Jähriger auf wichtigem Verwaltungsposten - Guben hat einen der jüngsten Wirtschaftsförderer Deutschlands

Vom Abitur in Rekordgeschwindigkeit ins Rathaus: Guben (Spree-Neiße) hat den wohl jüngsten Wirtschaftsförderer Deutschlands eingestellt. Seit März ist dieser Verwaltungsposten mit dem 21-jährigen Oskar Starick besetzt. Der junge Mann mit modischer Frisur, wachem Blick und sicherem Auftreten will etwas bewegen in seiner Heimatstadt. Nach dem Studium in Sachsen ist er nach Guben zurückgekehrt und will auch andere junge Menschen dazu motivieren. Es müssen auch nicht nur Rückkehrer sein, die Stadt braucht generell Zuzug, sagt er.

"Welpenschutz" oder eine Schonfrist hat er in Guben nicht bekommen, aber natürlich Unterstützung bei der Einarbeitung. Direkt nach seinem Start hat Oskar Starick schon das erste Projekt angeschoben, eine Internet-Plattform für Unternehmen der Stadt. So soll verhindert werden, dass in Corona-Zeiten alle beim großen Versandhandel bestellen. 25 Unternehmen haben sich schon listen lassen.

"Der ist für uns da"

Für den Wirtschaftsförderer ist das eine schöne Möglichkeit zu zeigen, was es in Guben so alles gibt.

Natürlich trifft er immer mal wieder auf Vorurteile bei alteingesessenen Unternehmern, die seien in der Regel aber schnell ausgeräumt. Bürgermeister Fred Mahro (CDU) hat den Eindruck, dass der "Gubener Junge" bei den Händlern gut angekommen ist. "Der hat hier sein Abitur gemacht und ist jetzt für uns da", habe er von ihnen gehört.

Für sein jugendliches Alter hat Oskar Starick schon beeindruckendes vorzuweisen: Während seiner Schulzeit hat er in einer Schüler GmbH und im Einzelhandel gearbeitet, ein Startup mitgegründet, in Sachsen dann ein duales Studium absolviert. Dabei war er in diversen Kliniken beschäftigt.

Schild"Zu vermieten" an Laden in Guben (Quelle: rbb/Erler)

Herz bleibt in Guben

Warum es mit diesen Voraussetzungen nun die Verwaltung geworden ist? Sie bietet für Oskar Starick viele Möglichkeiten. Täglich liege etwas Neues auf seinem Tisch, es gebe jede Menge interessante Themen, in die er "sein Ohr mit reinhalten kann". Vielleicht ergebe sich in Zukunft etwas anderes, der Job sei "ausbaubar".

Sein Herz bleibe aber auf jeden Fall in Guben, "das wird auch immer so bleiben".

 

Sendung: Antenne Brandenburg, 20.04.2021, 16.10 Uhr

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