Leidenschaftlicher Hobbygärtner - "Tomatenpapst" von Striesow brennt nicht nur für "Harzfeuer"

Tomatenzüchter mit einer Auswahl seiner Sorten (Quelle: rbb/Schomber)
Bild: rbb/Schomber

"Harzfeuer" ist wohl die bekannteste Tomatensorte auch in Brandenburg. Es gibt aber sehr viel mehr: Matthias Zempel aus Striesow (Spree-Neiße) hat über 90 Sorten in seinem Garten. Er ist der selbst ernannte "Tomatenpapst" des Ortes. Von Jasmin Schomber

Hunderte Tomatenpflanzen stehen im Innenhof, dazu hunderte im Garten, sowohl im Freiland als auch im Gewächshaus: Insgesamt sind es über 1200 Tomatenpflanzen in über 91 Sorten, die bei Matthias Zempel in Striesow wachsen. Kein Wunder, dass er im Ort als der "Tomatenpapst" gilt.

Für den 68-Jährigen sind Anbau und Verkauf der Tomaten eine sinnvolle Beschäftigung, "da hat man keine Langeweile und kommt nicht auf dumme Gedanken", meint er.

Man brauche Bewegung, wenn man das ganze Leben gearbeitet habe.

85 Sorten sind die Grenze

Seit 1996 ist Zempel "tomatenverrückt". Gegessen hat er Tomaten schon immer gern, aber seitdem hat er sie in seinem Garten angebaut und verkauft. Nach der Wende ist er auf Entdeckungstour in der ganzen Welt gegangen. Dabei hat er dann gemerkt, wie viele Sorten es gibt und sich diese besorgt.

Aus 21 Sorten wurden dann ganz schnell 80, zwischendurch hat er auch die 100er Grenze gerissen. Doch dann hat der Rentner die Bremse eingelegt und beschränkt sich inzwischen auf 85 Sorten, was allerdings nicht immer klappt, wie er mit einem breiten Lächeln zugibt. Seine Tomaten kommen aus Russland, Japan und China. Besonders stolz ist der Tomatenpapst auf seine eigene Sorte. Die habe er nicht selbst gezüchtet, aber sie sei in seinem Garten entstanden, erzählt er geheimnisvoll. Er habe sie nach seiner Enkletochter "Emily" genannt.

Hupe am Gartentor (Quelle: rbb/Schomber)

Klassisch mit Pfeffer und Salz

Auch wenn die Tomatenliebe nun schon seit Jahrzehnten dauert, hat Matthias Zempel die roten Früchte noch nicht satt, im Gegenteil. Sie kommen bei ihm ganz klassisch mit Salz, Pfeffer und Zwiebel auf die Stulle oder werden für den Salat geschnippelt. Was übrig bleibt, verarbeitet er zu Saft.

Tomatenpflanzen gibt der selbst ernannte Papst in Striesow gern ab, die Tomatenhupe am Eingang funktioniert und der kleine Straßenverkauf im Dorf ist nicht zu übersehen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 14.06.2021, 14:40 Uhr

1 Kommentar

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  1. 1.

    Wunderbarer Artikel. Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen...

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