Interview | Elbe-Elster Landrat Christian Heinrich-Jaschinski - "Die Patentlösung hat keiner und wir wollen alle den Lockdown ausschließen"

Fr 19.11.21 | 16:33 Uhr
Elbe Elster Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (Foto: Screenshot/rbb)
Bild: rbb

Die Corona-Neuinfektionen erreichen täglich neue Höchstwerte, am meisten betroffen ist der Landkreis Elbe-Elster, aktuelle 7-Tage-Inzidenz 1.145. Ministerpräsident Woidke sprach heute per Schalte mit Oberbürgermeistern und Landräten, für Elbe-Elster war Christian Heinrich-Jaschinski dabei.

rbb|24: Bayern hat heute einen Lockdown beschlossen. Was ist für Brandenburg heute besprochen worden?

Christian Heinrich-Jaschinski: Es wurde die schwierige Lage im Land besprochen und das alle Beteiligten jetzt auch den Ernst der Lage erkannt haben. Besprochen wurde auch, das wir in den nächsten Tagen damit rechnen müssen, dass sich die Lage weiter verschärft und dann weitere Schritte zu besprechen sind, ähnliche Schritte, wie sie in Bayern festgelegt wurden.

Was passiert denn, wenn die Inzidenzen weiter steigen, ganz konkret in Ihrem Landkreis Elbe-Elster? Kann der Kreis eigene Regeln erlassen und ist da schon was geplant angesichts der höchsten Inzidenz in Brandenburg?

Die normalen Regeln, werden kontrolliert und müssen eingehalten werden. Die Patentlösung hat jetzt keiner und wir wollen alle den Lockdown ausschließen. Aber wir müssen im Blick haben, die sehr hohe Belastung, zum Teil schon Überlastung in der Pflege und in den medizinischen Bereichen. Und das ist der Maßstab des weiteren Handelns.

Wie geht es beim Impfen weiter? Gibt es neue vom Land finanzierte Impfangebote und ab wann?

Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg hat signalisiert, dass sie eine verstärkte Nachfrage hat, der kann sie nachkommen. Und jede Region, je nach Anforderun und Impfwilligen, ist dazu aufgerufen, weitere Angebote zu kreieren. Unter der Berücksichtigung, dass das medizinische Personal nur begrenzt zur Verfügung steht. Das, was die Kassenärztliche Vereinigung und der Ministerpräsident heute vorgetragen haben ist sehr konstruktiv. Jetzt geht es darum, gemeinsam die Herausforderung zu lösen. Die Lage ist dramatisch und das treibt uns alle mit Sorge um, die hohe Belastung in den Kliniken und die wir weiter wachsen.

Vielen Dank für das kurze Gespräch!

Ds Gespräch führte Daniel Mastow.

Sendung: Antenne Brandenburg, 19.11.2021, 15.40 Uhr

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