ADAC-Luftrettungsstation Senftenberg - Hubschrauber "Christoph 33" seit 30 Jahren im Einsatz

Di 28.12.21 | 15:45 Uhr
Rettungshubschrauber "Christoph 33" am Stanbdort in Senftenberg
Video: rbb|24 | 28.12.2021 | Material: Brandenburg aktuell | Bild: rbb/Josefine Jahn

Christopherus ist der Schutzheilige der Reisenden. Von ihm wurde der Name für die Rettungshubschrauber abgeleitet, die in Deutschland im Einsatz sind. "Christoph 33" ist seit 30 Jahren in Senftenberg stationiert. Von Josefine Jahn

Gerade eben ist der Rettungshubschrauber "Christoph 33" von einem Einsatz aus dem acht Kilometer entfernten Schipkau zurück, da hebt er schon wieder ab. Seit 30 Jahren ist er im Landkreis Oberspreewald-Lausitz stationiert und fliegt in einem Radius von 50 bis 70 Kilometern. Damit wird ein Areal zwischen nördlichem Spreewald und Landesgrenze Sachsen sowie zwischen Elbe und polnischer Grenze beflogen, beschreibt Frank Girschik das Einsatzterrain. Er ist Pilot und Stationsleiter der ADAC-Luftrettung in Senftenberg.

Frank Girschik, Pilot und Stationsleiter am ADAC-Hubschrauberstandort Senftenberg
Stationsleiter Frank Girschik | Bild: rbb/Josefine Jahn

"Jeder Einsatz ist auch eine Herausforderung"

Einer der aktuell 13 Piloten am Standort Senftenberg ist Ingolf Bartzok. Er ist seit 30 Jahren und damit vom ersten Tag an in Senftenberg mit dabei. Die Arbeit mache ihm noch immer großen Spaß, sagt er. "Es wird nicht langweilig, jeder Einsatz hat seine Eigenart, seine Besonderheit. Jeder Einsatz ist auch eine Herausforderung." Besonders an die Substanz gehen Einsätze, bei denen Kinder involviert sind, sagt Bartzok.

Girschik, der Stationsleiter, erinnert sich auch an spektakuläre Einsätze. Wie an den auf einer Insel im Lausitzer Seenland. Dort konnte nicht gelandet werden. Der mitfliegende Notarzt musste zu Wasser gelassen werden, die letzten Meter bis zum Patienten musste der Arzt schwimmen. Seine Gerätschaften wurden ihm dann buchstäblich nachgeworfen. "Aber es ist am Ende gut ausgegangen", schildert Girschik.

Dass der Standort Senftenberg gut gewählt ist, belegt die Statistik: Mit knapp 700 Einsätzen hat im ersten vollen Jahr 1992 alles begonnen. Jetzt fliegt "Christoph 33" bis zu 1.600 Einsätze jährlich. Hinzu kommen weitere 1.000 Flüge des jüngeren Bruders "Christoph Brandenburg" (Christoph 71), der hier seit 1994 stationiert ist.

Das Innenlenben eines Rettungshubschraubers am Standort Senftenberg
Innenleben eines Rettungshubschraubers | Bild: rbb/Josefine Jahn

In 30 Jahren über 42.000 Einsätze

Insgesamt gab es vom Stützpunkt Senftenberg aus in den letzten 30 Jahren über 42.000 Einsätze. Der Helikopter wird beispielsweise bei Verletzungen nach Unfällen, Herzinfarkten oder neurologischen Notfällen eingesetzt. Für den ADAC ist der Stützpunkt in Senftenberg einer der leistungsfähigsten und modernsten Luftrettungsstationen Deutschlands. Auch ein Intensivtransporthubschrauber ist dort stationiert.

Deutschlandweit betreibt der ADAC fast 40 Luftrettungsstationen, darunter in Senftenberg und Perleberg sowie in Berlin.

Sendung: Antenne Brandenburg, 28.12.2021, 16.40 Uhr

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