Konflikt zwischen Russland und Ukraine - Cottbuser IHK-Chef befürchtet massive Energiepreis-Steigerung im Kriegsfall

Mo 21.02.22 | 16:24 Uhr
Panzer fahren während der Militärübungen «Union Courage-2022» zwischen Russland und Belarus auf einem Feld des Truppenübungsplatzes Obuz-Lesnovski
Bild: AP/dpa

Im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine befürchtet der Cottbuser Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK), Wolfgang Krüger, massive Preissteigerungen im Energiebereich, sollte sich dieser noch verschärfen.

"Eine Zuspitzung dieses Konfliktes würde eine massive Störung der Lieferketten bewirken und eine weitere Explosion der Energiekosten, unter denen die Unternehmen heute schon stark leiden", so Krüger in einem rbb-Interview. Ein brandenburgisches Ausfuhrvolumen von 308 Millionen Euro in Richtung Russland, Ukraine und Belarus zeige, wie eng die brandenburger Wirtschaft mit diesen drei Ländern verflochten ist. Demgegenüber steht laut Krüger ein Einfuhrvolumen von 4,2 Milliarden Euro, insbesondere im Öl- und Gasbereich.

Noch keine Firmenanfragen bei IHK

Die Unternehmen, die Handelsbeziehungen mit Russland, Belarus und der Ukraine unterhalten, kämen aus unterschiedlichen Branchen, so Krüger. Der Energiesektor sei genauso betroffen wie die Landwirtschaft oder auch Zulieferfirmen für Kraftfahrzeuge. Anfragen bezüglich des Konfliktes von südbrandenburger Unternehmen gebe es bei der IHK bislang nicht, so Krüger. "Über die direkten Geschäftskontakte fragt man natürlich, wie ist die Situation, können wir liefern, könnt ihr liefern? Da läuft der Austausch direkt über die Kammer", so Krüger.

Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine spitzt sich seit Wochen zu. Der Westen, insbesondere die USA, befürchten eine Invasion der Ukraine durch Russland. Russland bestreitet die Vorwürfe.

Sendung: Antenne Brandenburg, 21.02.2022, 16.30 Uhr

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