Enkeltrick und Gewinnspielbetrug - Polizei meldet mehrere Betrugsversuche in Oberspreewald-Lausitz

Mi 29.06.22 | 13:27 Uhr
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Versuch des "Enkeltricks" per Whatsapp (Bild: rbb/Schneider)
Audio: Antenne Brandenburg | 29.06.2022 | Martin Schneider | Bild: rbb/Schneider

Gleich mehrere Betrugsversuche hat die Polizei am Mittwoch aus dem Oberspreewald-Lausitz-Kreis gemeldet. So habe eine unbekannte Person einen Mann aus Schipkau über einen Messengerdienst kontaktiert und darum gebeten, rund 1.500 Euro auf das Konto seiner Tochter zu überweisen. Der Angerufene habe bei seiner echten Tochter nachgefragt und so den Betrugsversuch aufdecken können.

Bei einem ähnlichen Versuch in Großräschen kam es hingegen zu einer Überweisung. Der Anrufer habe eine vierstellige Summe verlangt, die ebenfalls auf das Konto der Tochter eingezahlt werden sollten. Dem Opfer war der Betrug erst nach der Überweisung aufgefallen, heißt es von der Polizei.

Einer komplexeren Masche fiel bereits in den letzten Tagen ein Mann aus Schipkau zum Opfer. Dieser sei angerufen worden, weil er angeblich bei einem Gewinnspiel gewonnen hätte, sagte Polizeisprecherin Ines Rosin dem rbb. Für seinen Gewinn habe der Mann zunächst eine Art Startkapital hinterlegen müssen. Er sei deshalb angewiesen worden, ein Online-Konto auf einer eigens eingerichteten Webseite einzurichten, auf das der Mann einen fünfstelligen Betrag überwiesen habe.

Erst im Nachhinein habe sich herausgestellt, dass es sich um ein Scheinkonto handelt. Auf der gefälschten Webseite war dem Mann ein angebliches Guthaben von 320.000 Euro angezeigt worden.

Im Oberspreewald-Lausitz-Kreis war es zuletzt immer wieder zu, teils erfolgreichen, Betrugsversuchen gekommen. Die Polizei warnt daher vor unseriösen Gewinnspielen und vor angeblichen Verwandten, die Kautionen oder ähnliches verlangen würden. Zuletzt war der sogenannte Enkeltrick häufiger über den Messenger-Dienst Whatsapp versucht worden. Betroffene erhalten dabei Nachrichten von vermeintlichen Verwandten, die vorgeben eine neue Nummer zu haben und unter Vorwänden Geld verlangen. Die Polizei rät dazu, grundsätzlich persönlich Rücksprache mit den Verwandten zu halten.

Sendung: Antenne Brandenburg, 29.06.2022, 13:30 Uhr

1 Kommentar

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  1. 1.

    Mein persönlicher Rekord zwischen "Hallo lieber..." und auflegen liegt mittlerweile bei 0,7 Sekunden.

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