ARCHIVBILD - Blick auf das "Blechen-Carre" in der Cottbuser Innenstadt. (Quelle: dpa/Mario Behnke)

Zeuge gesucht - Jugendliche greifen Cottbuser Ehepaar an

Drei Jugendliche haben vor dem Cottbuser Einkaufszentrum Blechen Carré am Freitagnachmittag ein Ehepaar mit einem Messer angegriffen. Das gab die Brandenburger Polizei am Samstag bekannt. Der 51-jährige Mann habe mit seiner 43 Jahre alten Ehefrau das Einkaufszentrum betreten wollen, als die Jugendlichen auftauchten und den Vortritt verlangten, berichtete Polizeisprecherin Ines Filohn. Zudem hätten sie verlangt, die Frau solle ihnen Respekt bezeugen.

Tätlicher Angriff mit einem Messer

Als die Frau dies ablehnte, hätten die 14, 15 und 17 Jahre alten Jugendlichen aus Syrien den Ehemann tätlich angegriffen. Einer der Täter habe ein Messer gezogen. Daraufhin habe ein Passant dem Mann geholfen, die Polizei wurde alarmiert. Bis zum Eintreffen der Beamten hielten Wachmänner des Einkaufszentrums die Jugendlichen fest.

Die Polizei stellte Videoaufzeichnungen und das Messer sicher. Die Jugendlichen wurden den Erziehungsberechtigten übergeben. Der 14-Jährige ist den Behörden bereits als gewalttätig bekannt. Den beherzt eingreifenden Passanten bittet die Polizei, sich als Zeuge zu melden.

Sendung: Antenne Brandenburg, 13.01.2018, 14 Uhr

Kommentar

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40 Kommentare

  1. 40.

    Ist dem Kommentierer, der schreibt "mit sozialem Verhalten" könne man die Einstellung der jugendlichen Muslime verändern, bekannt was der Islam ist und was im Koran steht? Wahrscheinlich nicht. Wer im Islam sozialisiert wurde, noch
    dazu im konservativen Islam, der lacht über die Integrationsbemühungen gutgläubiger Soziologen, durch Belehrungen der
    Muslime deren Verhalten ändern zu wollen. Diese Naivität ist unglaublich und hat zu den Zuständen geführt, die jetzt schon
    in Deutschland haben. Unsere aufgeklärte Kultur und der Islam passen nicht zusammen. Hören und sehen Sie einmal was
    Professor Tibii, einer der wenigen sekulären Moslems dazu sagt. Der Mann weiß wovon er spricht.

  2. 39.

    Ossis kommen in der Realität an!

    Vielleicht singt ja Dschenniffa Rostock noch ein Lied darüber... ;-)

  3. 38.

    Das Ehepaar wollte ein Einkaufszentrum betreten und wurde daran gehindert.
    Was soll denn da für Respekt gezollt werden? Wie soll man das verstehen? Nur weil sie eine Frau ist?

    Warum hat sie sich denn nicht erkundigt, was genau von ihr verlangt wird?

    Die drei Jugendlichen, die als "Flüchtlinge" nach Europa gekommen und hier untergekommen sind, leben möglicherweise auf Kosten dieses Ehepaares.
    Wäre da nicht etwas Demut und Dankbarkeit angebracht?

    Dieses Land ist nur noch zum Gruseln, die Sicherheit und Freiheit bleibt auf der Strecke.

  4. 37.

    @ 36, 34, 32...: 'Verzweifelter', 'G.M.', 'Wolfgang...:
    Grundsaetzlich teile ich, soweit meine Kenntnis dies erlaubt, Ihre Kritik an aktuellen Repressionen gg Frauen oder z.B. auch gg Schwule in islamischen Laendern und an deren Rechtfertigung mittels Religion.
    Ich glaube jedoch nicht, dass die Jugendlichen Taeter hier aus religioeser Motivation so handelten. Ich glaube z.B. auch nicht, dass die Hundehetzerin aus Dresden oder die Cottbuser Wachschuetzer aus christlicher Ueberzeugung oder aus Liebe zum Grundgesetz agierten.
    Sie handelten aus Hass, aus Frust, aus Angst, um zu provozieren und um sich ganz primitiv ueberlegen zu fuehlen. Auf dieser Basis muss man nach Loesungen schauen.
    Wir werden kaum in der Lage sein, in islamischen Laendern religioese Veraenderungen herbeizufuehren. Wir sollten aber in der Lage sein, als starke Demokraten und Humanisten vernunftbetonte Loesungen fuer Konflikte in Deutschland zu finden - wie auch immer die in den jeweiligen Faellen aussehen.

  5. 36.

    "Die Ungleichberechtigung der Frau ist in 54 moslemischen Staaten der Scharia folgend auch staatlich gesetzlich festgelegt, was außer Ihnen auch niemand und auch kein Moslem oder Religionsgelehrter irgendwie anders sieht."

    Die Religion ist nicht das Problem. Schon ein Blick in den Koran lehrt, dass Mann und Frau (leider nur theoretisch) gleichberechtigt sind.

    Islamische Gelehrte legitimierten die Beschneidung von Frauen, heißt es. Frauen seien gezwungen, sich mit dem Kopftuch vor sexueller Belästigung zu schützen, der Mann gelte weiterhin als die Norm, als das „Maß aller Dinge“. Ehrenmord und Zwangsheirat sind weitere Schlagwörter. Berufliche Selbstbestimmung der Frau undenkbar (z.B. Klempner).
    Im Iran dürfen jetzt Frauen die meisten Sportveranstaltungen zu besuchen. Ausnahme sind "maskuline" Sportarten wie Ringen oder Schwimmen.
    In Saudi Arabien sollen Frauen demnächst sogar Auto fahren dürfen! Toll!
    Aber ist das im Koran so vorgeschrieben?


  6. 35.

    Und natuerlich ist auch diese Diskussion wieder eine Aneinanderreihung von Schlagworten, wie wir sie in Talkshows lernen: Wie im medialen Dauerwahlkampf geht es vorwiegend darum zu belegen, dass man ES ja schon immer gesagt hat. - Was wissen/ahnen wir:
    1. Ein junger Syrer verhaelt sich in absolut intolerabler Weise voellig daneben.
    2. Er kommt aus einem Land, in dem seit Jahren Krieg herrscht.
    3. Er kommt aus einem Land mit vielfach stark autoritaerer Erziehung.
    4. Vllt wohnt er in einer Unterkunft, wo er Stress und Macho-Vorbilder hat, vllt nicht.
    5. Er steckt mitten in der Pubertaet und er weiss, dass mit seinem ekelhaften Gehabe garantiert Aufmerksamkeit erzeugt.
    6. Er ist sicherlich nicht der einzige mit Migrationshintergrund, der provokant auftritt. In dieser Heftigkeit aber ist es schon etwas Besonderes.
    => Als Loesungen sind weder Stuhlkreise noch Abschiebungen prinzipiell tabu. Die richtige Loesung aber finden wir nicht mit solchen verbalen Messerfuchteleien.

  7. 34.

    Gegenfrage an die Redaktion rbb24: Wenn Sie hier zu recht einen respektvollen Umgang miteinander einfordern, darf man dann auch einen respektvollen Umgang, unter Achtung der hier noch geltenden Gesetze, von einigen Asylsuchenden in ihrem Gastland einfordern, oder zumindest erwarten?

  8. 33.

    Das haben Sie ja bereits vorher genau so geschrieben. Diese Attacke ist mit absolut nichts zu rechtfertigen, aber wenn man die gleiche Logik anwendet, dann dürfte es keine Fälle geben, in denen Deutsche Frauen beleidigen, herabwürdigen oder unterdrücken, weil das ja per Grundgesetz verboten ist. Gibt es aber leider zuhauf.

  9. 32.

    Das ist jetzt etwas zusammenhangslos, aber noch mal zur Erläuterung:

    Der Koran und die daraus abgleitete Scharia SIND das moslemische Wertesystem. Die Ungleichberechtigung der Frau ist in der Menschenrechtserklärung von 56 Staaten der islamischen Staatengemeinschaft, der OIC, dem folgend gesetzlich festgeschrieben.

    Wenn die Jugendlichen von einer fremden Frau auf der Straße mit Gewaltanwendung Unterordnung einfordern, kann ihr Wertesystem mit Sicherheit nicht dem dt. Grundgesetz entstammen, da dort u. a. die Gleichberechtigung aller festgelegt ist. MfG

  10. 31.

    Meinten Sie muslimische Staaten? Gilt in jedem dieser von Ihnen erwähnten 54 Staaten als oberstes Gesetz die Scharia? Bedeutet das, dass jeder einzelne Mensch muslimischen Glaubens sich in seinem Handeln nach einer Scharia richtet?

  11. 30.

    Liebe(r) G.M.,

    Ihnen wurde nichts "wegzensiert". Es gibt unseres Erachtens einen Unterschied darin, ob man von Wertvorstellungen schreibt, mit denen Eltern ihr Kind erziehen oder davon, dass den Eltern, um die es hier geht, Ungleichberechtigung "gemäß Scharia gesetzlich vorgeschrieben" sei.
    Sehen Sie darin keinen Unterschied?

    Herzliche Grüße und einen schönen Nachmittag,

    Ihre Redaktion

    Der Koran und die daraus abgleitete Scharia SIND das moslemische Wertesystem.
    Die Ungleichberechtigung der Frau ist in 54 moslemischen Staaten der Scharia folgend auch staatlich gesetzlich festgelegt, was außer Ihnen auch niemand und auch kein Moslem oder Religionsgelehrter irgendwie anders sieht.
    Wenn Sie reine FAKTEN wegzensieren, handeln Sie als Medium tendenziös. MsfG

  12. 29.

    Das reflexartige Aussprechen solcher Losungen ohne Nachzudenken ist einfach Mode geworden, liegt auch daran, dass in der politischen Diskussion einfach oft sachliche Argumente fehlen und man diese Ebene eben selbst nicht bedinen kann. Das stereotype Cottbus-Bashing ist trotzdem genauso lächerlich wie das allgemeine Sachsenbashing. Ich kenne in Cottbus sowohl Leute am Stadttheater als auch an der Uni, bin da öfter beruflich vor Ort, in Dresden und Umgebung auch.
    Auf Bento gab es als Antwort auf sowas mal einen schönen humorvollen Artikel: "13 Gründe, warum es in Sachsen wirklich schlimm ist".

  13. 28.

    "Da sollten sich doch die Eltern der Jugendlichen fragen, was sie wohl falsch gemacht haben."
    Warum? Die Eltern haben die Kinder nach ihren Wertvorstellungen erzogen, dazu gehört auch die Stellung der Frau.

  14. 27.

    Es ist doch sehr bezeichnend, zu sehen, wie es hier eigentlich um diesen Vorfall gehen sollte, aber es wird wieder nur von Gutbürgern verharmlost!
    Ein Vorfall der nur durch das beherzte Eingreifen eines Helden so glimpflich vonstatten gegangen ist.
    Es wurden 2 Personen mit Messern angegriffen! Von jungen Kriminellen, die nicht unsere Werte teilen und teilweise schon Polizei bekannt sind.
    Was sind die Konsequenzen? Ach, ja...die Erziehungsberechtigten mussten sie abholen.

  15. 26.

    Danke für diesen Kommentar. In einigen Kommentaren hier sieht man mal wieder die Doppelmoral der Leute. Muslime bzw. Flüchtlinge sollen nicht über einen Kamm geschoren werden, dem kann ich nur beipflichten (ich kenne da viele positive Beispiele, habe selbst mal bei einem Flüchtlingsprojekt mitgewirkt)! Dann aber im nächsten Atemzug alle Cottbuser bzw. alle Ostdeutschen gleich als Rassisten pauschalisieren, wenn irgendwelche rechten Dumpfbacken wieder mal meinen, gegen Unschuldige mit Gewalt vorgehen zu müssen? Wo ist da die Logik, die soziale Reife? Dieses Schwarz-Weiß-Denken überall widert mich einfach nur noch an.

  16. 25.

    fest steht: es kann jeden, an jedem ort und zur jeden stunde treffen.

  17. 24.

    Stimmt. Einige Tage zur Besinnung in U-Haft wären garantiert wirkungsvoller als sich mit seltsamer Begründung dem staatlichen Auftrag zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung zu entziehen.

  18. 23.
    Antwort auf [G. M.] vom 14.01.2018 um 14:54

    Liebe Nutzerinnen und Nutzer,

    weil die Diskussion hier leider in einigen Kommentaren unsachlich wird, haben wir die, in denen andere persönlich angegriffen werden, gesperrt. Bitte gehen Sie respektvoll miteinander um. Danke und einen angenehmen Sonntag.

  19. 22.

    Da sind ja die beiden Leute ja nochmal mit dem Schrecken davon gekommen. Da sollten sich doch die Eltern der Jugendlichen fragen, was sie wohl falsch gemacht haben.

  20. 21.
    Antwort auf [IchMeinJaNur] vom 14.01.2018 um 11:45

    Endlose Relativierungen zu gewaltbereiten Jugendlichen plus noch die Pauschalisierung zu Cottbus.

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