Symbolbild: Eine Radfahrerin wird auf einer Landstraße in Brandenburg von einem PKW überholt. (Quelle: dpa/Kungel)
Bild: dpa/Kungel

Bundesstraße 168 bei Lieberose - Autofahrer verletzt Radfahrer schwer und flüchtet anschließend

Er überholte zu dicht, streifte mit seinem Außenspiegel einen Radfahrer - und löste auf der Bundesstraße 168 bei Lieberose eine Massenkarambolage mit einem Schwerverletzten aus. Anschließend flüchtete der Fahrer einfach von der Unfallstelle.

Ein Verkehrsunfall hat zu einem Massensturz einer Radlergruppe in Südbrandenburg geführt. Der Fahrer eines Autos erfasste am Mittwoch auf der Bundesstraße 168 bei Lieberose (Dahme-Spreewald) einen 38 Jahre alten Radfahrer beim Überholen mit dem Außenspiegel und verletzte ihn schwer. Das teilte die Polizei am Donnerstag mit. In der Folge seien fünf weitere Radfahrer der Gruppe im Alter zwischen 38 und 70 Jahren gestürzt, sie erlitten leichte Verletzungen.

Mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus

Der Autofahrer flüchtete nach dem Unfall, die Polizei fahndet nach ihm. Der schwer verletzte 38-Jährige wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei hofft, dass sich Zeugen melden und Hinweise zu dem Unfallwagen geben können.

Im Mai bereits Unfall mit Radlergruppe

Erst im Mai war es in Südbrandenburg zu einem schweren Verkehrsunfall mit einer Radlergruppe gekommen. Ein 81 Jahre alter Autofahrer erfasste damals vier Radfahrer auf der Bundesstraße 179 bei Klein Köris. Eine 51-jährige Radfahrerin aus der Gruppe war wenig später im Krankenhaus gestorben. Die drei anderen wurden schwer verletzt.

Sendung: Inforadio, 05.07.2018, 15 Uhr

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25 Kommentare

  1. 25.

    Was hier noch gar nicht angesprochen wurde sind Straßen, die von Kraftfahrzeugen nicht befahren werden dürfen.

    Es geht mir um eine Straße in Potsdam, die mit der Ausnahme von Landwirtschaftlichen Fahrzeugen nicht befahren werden darf, die Straße Am Heineberg in Potsdam.

    Es handelt sich um eine schmale Straße mit mehreren Kurven, so das entgegenkommende Kraftfahrzeuge nur sehr
    spät zu erkennen sind.

    Gebremst oder angehalten wird eher selten durch Kraftfahrer, diese halten eher noch drauf auf die Fahrradfahrer.

    Ich wurde dort bereits mehrfach von Kraftfahrern angehupt und beschimpft.

    Mir ist keine Straße bekannt, die derartig von Kraftfahrzeugen missbraucht wird.

    Wenn man schon auf öffentlichen Straßen bedrängt wird ist das die eine Sache, aber wenn Autofahrer auf Wegen,
    die diese gar nicht befahren dürfen und einen in einer Art ansehen, die daraufhin deuten, das diese dort gar nicht mit Radfahrern rechnen, dann ist das schon Vorsatz.














  2. 24.

    Ich gebe Ihen, insbesondere ihrem letzten Satz, absolut Recht.
    Genau da liegt der Kern des Problems.
    Und dabei ist es unerheblich welches Verkehrsmittel dabei benutzt wird.
    Einfach mal auf die Anderen ein bisschen mit aufpassen und sich darüber im klaren sein, dass wir uns EINEN Verkehrsraum teilen müssen.
    Das kann doch nicht so schwer sein.

  3. 23.

    Als Vielfahrer ca.7 bis 11.000 km im Jahr, erlebte ich seit 18 Jahren so einiges. 3x wurde ich direkt von Autos angefahren und habe überlebt. Von der Straße abgedrängt zig Male. Fahrerflucht ist Normalität.
    Ich rate: Helm. Rückspiegel. Radwege nutzen und immer daran denken,dass man der Schwächere ist. Radfahrer haben keine Chance.

  4. 22.

    @6: Das empfehle ich auch ganz dringend.
    @7: Auch Fahradfahrer dürfen sich überholen und sind dann zwangsläufig nebeneinander. Ab einer gewissen Größe dürfen sie nebeneinander fahren.
    @1+2+3+6+9+10+12[erste 3 + letzte 4 Zeilen]+13+15+16+17 stimme ich zu.

  5. 21.

    Wozu brauchen wir Radwege? Damit die Autos darauf parken können? Damit man darauf Mülltonnen und anderes Gerümpel abstellen kann? Gefährlich sind auch die radwege, vor allem an den Stellen, wo irgendwelches Gerümpel (Autos, Mülltonmnen) draf steht und wo sie in Autospuren münden oder diese kreuzen.

  6. 20.

    Es ist egal ob sich andere Verkehrsteilnehmer rechtswiedrig verhalten, ich habe als Kraftfahrer immer die Gesundheit und das Leben der Anderen zu schützen! (Paragraph 1) Wer diesen Grundsatz nicht fest im Kopf verankert hat, muss für immer aus dem Verkehr gezogen werden!!!

  7. 19.

    Das ist grundsätzlich korrekt, der Ein-Meter-Abstand gilt beim Überholen zweispuriger Fahrzeuge, Ausnahme Bus, da sind es sogar zwei Meter. Ich meine aber, dass der Mindestabstand bei einspurigen Fahrzeugen tatsächlich mal auf 1,5 m vergrößert worden wäre. Bin mir da aber nicht ganz sicher. Wobei derjenige, der darauf achtet, mindestens einen Meter Abstand zu halten, in Wirklichkeit eher deutlich mehr Abstand halten dürfte, weil der Abstand vom Fahrersitz aus gesehen kleiner wirkt, als er ist. Das Problem sind rücksichtslose Verkehrsteilnehmer, die meinen, die Straße gehöre nur ihnen.

  8. 18.

    Gleichfalls.
    Ausserorts, bei über 60km/h und auch ab 2,8t sind es 2m. Mindestens.
    Sind die Radfahrer tatsächlich in einer Gruppe nebeneinander auf einer normalen zweispurigen Straße gefahren, wäre das damit rein praktisch ein absolutes Überholverbot.

  9. 17.

    Das stimmt so leider nicht, auch wenn es viele so machen.

    Sie dürfen ihre Hupe NICHT einsetzen um andere auf ihr (vermeintlich) Fehlverhalten aufmerksam zu machen.

    Bei Gefahr oder außerorts beim Überholen dürfen sie hupen.

  10. 15.

    Mein Fahrlehrer sagte uns gleich in der ersten Theoriestunde, daß jeder Autofahrer sich klar sein muss, daß er beim Fahren im Prinzp schon mit einem Bein im Knast steht. Das meinte er dahingehend, daß man als Autofahrer sehr schnell in eine Situation kommen kann, die zu einer Straftat führt. Den eigenen Egoismus zurückzustellen fällt jedoch leider vielen beim Fahren schwer: Lieber brenzlig überholen, weil man ja schnell weiter will, anstatt besonnen abzuwarten. Im Prinzip ist das Auto eine Waffe.

  11. 14.

    Wenn ein Fahrschulwagen in einer 60'er Strecke auf der Autobahn erstmal dicht auffährt und dann mit weit überhöhter Geschwindigkeit überholt (es war auf jeden Fall ein Fahrschüler, da der Lehrer rechts am Telefon gedaddelt hat und der Schüler sehr jung aussah), dann wundert mich nichts mehr.
    Gute Besserung den Verletzten und auf das der Blödbommel ganz schnell ermittelt und bestraft wird. Am besten den Lappen auf Lebenszeit weg.

  12. 13.

    Es spielt keine Rolle wie viele Personen wie auf der Landstraße mit dem Rad gefahren sind. Wenn jemand mit seiner Karre Radfahrer so dicht überholt, dass der/diejenige die Personen mit dem Außenspiegel streift und umhaut, und dann auch noch so armseelig ist und abhaut, hat er/sie sich a) nicht an die StVO gehalten und b) eine Straftat begangen. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Radfahrer durch Nebeneinanderfahren sich ebenfalls nicht an die StVO gehalten haben. Ich kann dann als Autofahrer einfach nicht überholen und muss warten bis sich die Möglichkeit ergibt.
    Leider ist zu dichtes Überholen Gang und Gäbe. Passiert mir jeden Tag mehrmals. Und wenn ich dann, um meinen Sicherheitsabstand zu wahren mitten auf der Straße (30iger Zone!) fahre, wird auch bei Gegenverkehr trotzdem überholt, einem die Spur geschnitten und angehupt (und natürlich wird sich nicht an die 30 km/h gehalten).
    Das ist wirklich ätzend.

  13. 12.

    Das lässt sich natürlich nicht ausschließen. Was Sie vermutlich überraschen wird, auch an solche Situationen ist in der StVO gedacht: Wenn nicht genügend Platz ist, darf nicht überholt werden! Radfahrer dürfen ab einer gewissen Anzahl auch zu zweit nebeneinander fahren. Selbst, wenn sie es rechtswidrig tun, ist das ja für nachfolgenden Verkehr kein Freifahrtschein zum Umfahren. Auf ein Fehlverhalten, wenn es denn eins wäre, aufmerksam machen dürfen sie natürlich. Dafür ist in die Auto so eine Einrichtung eingebaut, die Hupe genannt wird. Die werden Sie möglicherweise von den vielen Fällen kennen, in denen Sie andere Verkehrsteilnehmer bereits grundlos damit belästigt haben.
    Es ist doch unfassbar, welche Einstellung Leute dazu haben, dass Andere im Verkehr verletzt oder getötet werden. Ist Ihnen Ihre eigene Gesundheit egal? Oder die Ihrer Familie?

  14. 11.

    Das ist prinzipiell eine sinnvolle Forderung, wenn die Straße breit genug ist. Allerdings kenne ich das auch als Fußgänger an einer Landstraße. Selbst von Polizeiautos(!) wird man da recht knapp überholt. Mitten auf der Straße laufen mag ich dann doch nicht. Seltsamerweise können die PKWs immer dann weit auf die andere Seite fahren, wenn sie unbedingt ein anderes Auto überholen müssen...

  15. 10.

    Selbst wenn die Radfahrende Gruppe nicht ordnungsgemäß auf der Straße unterwegs war ist es doch kein Freibrief diese so zu überholen das es eine Berührung mit dem Spiegel gibt. Und es ist auch kein Freibrief danach einfach abzuhauen. An ihrem Beitrag erkennt man das niedrige Bewusstsein als Strassenverkehrsteilnehmer.

  16. 9.

    @Daten: Sie wissen es doch auch nicht, der Mindestabstand beim Überholen beträgt 1,5 Meter, nicht 1 Meter.

  17. 7.

    Es ist immer schön wenn auf die Autofahrer geschimpft wird, aber wird auch bedacht wie die Gruppe unterwegs war ? Und wie viele Personen gefahren sind. Nebeneinander ? Auf der Landstraße ! Das wird leider nicht erwähnt.man sollte schon Mal alles erwähnen bevor geurteilt wird.

  18. 6.

    Darum halte man als Radfahrer einen schönen Sicherheitsabstand zum rechten Fahrbahnrand ein, so dass Überholen bei Gegenverkehr unmöglich wird.

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