Geldautomat im Schuttberg (Quelle: rbb/Teichert)
Audio: Antenne Brandenburg | 10.07.2018 | Martin Schneider | Bild: rbb/Teichert

Gebäude in Döbern zerstört - Schon wieder wurde ein Geldautomat gesprengt

Unbekannte haben in Döbern (Spree-Neiße) in der Nacht zu Dienstag einen Geldautomaten gesprengt. Das Gebäude in dem der Geldautomat stand, ist nach Polizeiangaben komplett zerstört. Kriminaltechniker haben die Spuren am Tatort gesichert. Ob und wieviel Geld die Täter erbeutet haben ist noch nicht bekannt.

Nach ersten Erkenntnissen hängt die Tat in Döbern nicht mit Serie von Sprengungen in Brandenburg zusammen, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Potsdam sagte.

Hinter diesen werde eine Bande aus den Niederlanden vermutet. Diese würde professioneller arbeiten, die Täter in Döbern seien anders vorgegangen.

Laut Polizei wurden durch die Detonation ein kleines Gebäude mit dem Geldautomaten an einem Supermarkt-Parkplatz zerstört und eine angrenzende Grundstücksmauer beschädigt. Verletzte gab es demnach nicht. Zeugen hätten die Polizei gegen 0.42 Uhr alarmiert und angegeben, dass zwei dunkel gekleidete Personen mit einem Auto in Richtung Bad Muskau in Sachsen geflüchtet seien.

Die Polizei fahndete auch mit einem Hubschrauber nach den Tätern - bislang erfolglos. Auch sächsische Kollegen seien in die Suche einbezogen worden, hieß es vom Polizeipräsidium.

Polizei fahndet nach einer Bande aus den Niederlanden

Erst in der Nacht zu Sonntag wurde in Kyritz (Ostprignitz-Ruppin) und in der Nacht zum Montag in Oranienburg (Oberhavel) jeweils ein Geldautomat gesprengt.

Die Polizei in Brandenburg und Berlin fahndet nach einer Bande aus den Niederlanden. Die Tatausführung und die Spuren wiesen auf eine niederländische Tätergruppe hin, die bereits seit Monaten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zahlreiche Überfälle verübt habe, berichtete der Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums, Torsten Herbst, am Montag.  

Sonderkommission "Geld" stimmt sich ab

Die Ermittler der Brandenburger Sonderkommission "Geld" wolle sich in dieser Woche mit Experten aus Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden abstimmen.

Seit dem 19. Juni haben unbekannte Täter insgesamt zehn Sprengstoffanschläge auf Geldautomaten in Brandenburg und Berlin verübt.

Sendung: Antenne Brandenburg, 10.07.2018, 10 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

Das könnte Sie auch interessieren

Bild in groß
Bildunterschrift