Von Bäumen gesäumte Bundesstraße in Brandenburg (Quelle: imago/Ralph Peters)
Bild: imago/Ralph Peters

Unfall auf der Bundesstraße 168 bei Lieberose - 83-Jähriger soll Sturz von Radfahrergruppe verursacht haben

Nachdem er am Mittwoch eine Gruppe von Radfahrern zu dicht überholte und so einen schweren Unfall auslöste, flüchtete der Fahrer von der Unfallstelle auf der Bundesstraße 168 bei Lieberose. Jetzt hat die Polizei ihn wohl gefunden. Der Verdächtige ist 83 Jahre alt.

Ein 83 Jahre alter Autofahrer soll für den Sturz einer Radfahrergruppe in Südbrandenburg verantwortlich sein. Durch den Hinweis eines Zeugen zu dem Auto, das nach dem Sturz weiterfuhr, sei der Mann aus dem Landkreis Dahme-Spreewald ermittelt worden, teilte die Polizei am Freitag mit. Der Rentner soll nun gehörtwerden. Gegen ihn wird wegen des Verdachts der Unfallflucht ermittelt.

Am Mittwoch hatte ein Auto auf der Bundesstraße 168 bei Lieberose einen 38 Jahre alten Radfahrer zu eng überholt und ihn mit dem Außenspiegel umgerissen. Der Fahrradfahrer wurde schwer verletzt. Fünf weitere Radfahrer der Gruppe stürzten in der Folge. Sie wurden leicht verletzt.

Ähnlicher Unfall im Mai mit tödlichen Folgen

Der Vorfall erinnert an einen schweren Verkehrsunfall mit einer Fahrradfahrergruppe im Mai auf der Bundesstraße 179 bei Klein Köris im selben Landkreis. Damals hatte ein 81-Jähriger mit seinem Auto vier Radfahrer von hinten erfasst. Eine Radfahrerin starb später im Krankenhaus.

Sendung: Brandenburg Aktuell, 06.07.2018, 19:30 Uhr

Kommentar

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13 Kommentare

  1. 13.

    Mir fallen häufig Radfahrer auf, die den vorhandenen Radweg nicht benutzen und sich lieber der Gefahr durch Autos aussetzen.

  2. 12.

    Geht das Alten-Bashing schon wieder los? Ja, ich treffe auch gelegentlich auf SeniorInnen, wo ich denke, die sollten mal lieber mit dem Bus fahren. Ebenso treffe ich aber, in weitaus größerer Zahl, auf junge Männer, junge Frauen in Kleinwagen, auf den Rücksitzen ein oder mehrere Kleinkinder, oder andere AutofahrerInnen im besten Alter, bei denen ich denke, eine MPU VOR Erteilung der Fahrerlaubnis wäre ein sinnvolle Maßnahme. Und nun bitte mal auf die Kreuze am Straßenrand achten und auf die Jahreszahlen schauen, wenn denn welche drauf stehen. Dann bitte eine Statistik über das Alter der FahrerInnen, denen die Bäume ins Auto gelaufen sind. Danke.

  3. 11.

    ok, wenn bei vollem Lohnausgleich die Rente mit 55 wieder eingeführt wird, fahre ich auch Rad :-)) solange aber wuppen bis 67 oder älter PFLICHT ist, ist die Karre leider unersetzlich. Ist auch witzig, kriegen die Frauen mit 42 das erste oder letzte Kind, schaffen sie es gerade noch, das Kind zur Fahrschule zu fahren, danach müssen sie den Rollator nehmen *g*

    Man sollte da immer realistisch bleiben, echt, ehrlich.

  4. 10.

    Ist Ihr Kommentar ironisch gemeint oder enthält er einen Tippfehler? Mit 60 ist man noch nichtmal in Rente und soll schon die Pappe abgeben? Eigentlich baut der menschliche Körper ja schon ab 25 ab, warum nicht dann schon aufhören? War ein Scherz...

  5. 9.

    'Alte Zausel' sollten ab 60 nicht mehr Autofahren. Kurzum und gut.

  6. 8.

    Verpflichtende Fahrtauglichkeitsuntersuchungen ab 65 o. 70 Jahren gelten in diesem Land, in dem"wir gut und gerne leben", als besonders verwerfliche Form von Altersdiskriminierung!!!

  7. 7.

    Die Wildsau-Fahrer sind bei uns (PM/Südberlin) eigentlich stets die ewigen Stenze (äh... 57?), die eine aufgemotzte Karre fahren, und den Radschutzstreifen als Beschleunigungsspur benutzen. Zahlen können sie den Personenschaden aus der Portokasse. Widerlich. Ich denke weiterhin, das die von mir oben beschriebene Klientel sich das Schweigen der Medien auch erkaufen kann. Rentner sind da zu ungeschickt.
    Vermutlich, weil die Senioren da so derartig aus der Gruppe der üblichen Verdächtigen herausstechen, werden sie hier erwähnt.


    Und zum Fachlichen: Auf unseren Landstraßen fehlen baulich GETRENNTE Radwege (Hinter den Allee-Baumreihen).

  8. 6.

    Das sollten Sie sich zunächst zu Herzen nehmen. Ihre Großmäuligkeit allein schafft keine Tatsachen, wohl aber die ganz offensichtliche Zunahme "bizarrer" Unfälle, die auch bundesweit in der Berichterstattung wiederzufinden sind und die durch Senioren verursacht wurden. Meine täglichen Beobachtungen geben Simone zusätzlich Recht.
    Allerdings ist es sicher Altersstarrsinn(-schwachsinn?), der Leute so schreiben läßt, wie Sie.
    Regelmäßige Überprüfung der Fahrtauglichkeit sollte, wie es auch in vielen Löndern üblich ist), regelmäßig erfolgen.

  9. 5.

    Zufällig ist es wohl wieder ein älterer Autofahrer. Meine Erfahrung, als eine die regelmäßig Fahradtouren im Berliner Umland und in Brandenburg macht, ist aber, dass sich kaum ein Autofahrer, egal ob alt oder jung, Mann oder Frau an den vorgeschriebenen Abstand hält. Tut es doch mal einer rufen wir uns das in der Fahrradgruppe jedesmal anerkennend zu. Wir haben nicht oft Grund zu rufen. Nach jeder Tour, ist man auch ein bisschen froh, keinen Unfall gehabt zu haben. Ich möchte mich aber nicht von der Straße vertreiben lassen, obwohl viele Autofahrer - unter Gefährdung von Menschenleben - uns oft klar zu machen versuchen, dass wir ihrer Meinung nach nicht auf die Straße gehören. Anders kann ich mir diese ganzen riskanten Überholmanöver mit zu geringem Abstand, zu hohen Tempo, etc. schon lange nicht mehr erklären. Es werden ja wohl alle mal in der Fahrschule gewesen sein?!
    Ich wünsche allen Opfern von Herzen gute Besserung!

  10. 4.

    "..häufen sich?" Wie solide haben Sie das ermittelt? Warum ab 80 eine "Führerscheinbestandsprüfung " und nicht erst ab 79,5 Jahren? DENKEN statt Plappern.

  11. 3.

    Der vorgeschriebene Seitenabstand beim Überholen von Fahrradfahrern beträgt 1,5 m. Wenn er unterschritten und der Radfahrer dabei gefährdet wird, macht der Überholende sich wegen Verkehrsgefährdung strafbar. Wohlgemerkt: Es genügt eine Gefährdung des Fahrradfahrers, es ist für die Strafbarkeit des Autofahrers nicht erforderlich, dass der Radfahrer stürzt. Strafbar ist nicht nur die vorsätzliche, sondern auch die fahrlässige Tat. Diese Straftat wird in Berlin täglich zu Dutzenden begangen, oftmals absichtlich. Stafanzeigen werden von der Amtsanwaltschaft regelmäßig mit dem (sinngemäßen) Argument eingestellt, dass nichts passiert sei. Diese rechtswidrige, aber autofahrerfreundliche Praxis der Amtsanwaltschaft wird von der Generalstaatsanwaltschaft (Az 162 ZS 32/18) und auch von der Senatsverwaltung für Justiz (Az III C 12 - 3133/E/49/2018) ausdrücklich gebilligt. Wie immer:
    Sonst gilt: Es muss erst Tote geben, bis unsere Behörden etwas tun. Hier sind wir noch nicht einmal so weit.

  12. 2.

    Die schweren Unfälle mit Radfahrern, bei denen ältere Menschen am Steuer verantwortlich waren, häufen sich. Ich fand es schon immer ziemlich merkwürdig, wenn man über 80-jährige noch Autofahren lässt. Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken, eine Führerscheinbestandsprüfung für Autofahrer ab 80 Jahren einzuführen....

  13. 1.

    Ach je, nicht schon wieder. Ich unterlasse hier die Alterszugehörigkeit des Fahrers. Gut das er erwischt wurde und jetzt für sein straffälliges Verhalten zur Verantwortung gezogen wird. Allen Unfallgeschädigten wünsche ich gute Besserung und baldige Genesung.

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