Nach einer Verfolgungsjagd in der Nacht zum 14. August 2019 wird ein Schwerverletzter zu einem Hubschrauber gebracht (Quelle: Morris Pudwell)
Video: Brandenburg Aktuell | 14.08.2019 | Markus Woller | Bild: Morris Pudwell

Waltersdorf - Verfolgungsjagd mit Polizei endet tödlich

Ein Mann ist bei seiner Flucht vor der Polizei nahe Waltersdorf (Dahme-Spreewald) mit einem Auto gegen einen Baum gefahren und wenig später gestorben. Wie die Polizei mitteilte, kam der Wagen in der Nacht zum Mittwoch von der Berliner Chaussee ab und prallte mit voller Wucht gegen einen Baum.

Der Mann wurde dabei aus dem Auto geschleudert und starb wenig später. Ein zweiter Mann wurde in dem Wrack eingeklemmt. Er musste schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Die Identitäten beider Männer waren laut Polizei noch nicht abschließend geklärt.

Werkzeuge und Maschinen aus Anhänger gestohlen

Zivilpolizisten hatten am späten Dienstagabend Unbekannte dabei beobachtet, wie sie auf einem Parkplatz in Waltersdorf zwei Firmentransporter und einen Anhänger gewaltsam öffneten und daraus Werkzeuge, Maschinen und Computertechnik stahlen. Anschließend entfernten sich die mutmaßlichen Diebe vom Tatort - mit zwei Fahrzeugen in unterschiedliche Richtungen. Die Polizei prüft derzeit, ob die beiden verunfallten Männer an den Diebstählen beteiligt waren.

Ein zweites, vermutlich an den Diebstählen beteiligtes Fahrzeug wurde nahe der Stadtgrenze zu Berlin verlassen gefunden. Eine Fahndung nach den Insassen - unter anderem mit einem Polizeihubschrauber und einem Fährtenhund - blieb bislang ohne Erfolg.

Sendung: Brandenburg aktuell, 14.08.2019, 19.30 Uhr

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4 Kommentare

  1. 4.

    Wie krank ist unsere Gesellschaft eigentlich, um nun hier der Polizei Vorwürfe zu machen? Sich einer Polizeiaktion zu entziehen, scheint für viele schon normal zu sein.
    Wäre die Polizei bereits beim "versuchten" Diebstahl tätig geworden, wären die Verbrecher vom Haftrichter schon wieder freigelassen worden und könnten fröhlich weiter ihrer Klautour nachgehen.

    "Ausm" Fall "ausm" vorigen Jahr hat die Polizei hoffentlich gelernt.

  2. 3.

    Ja, genau dieser Fall ausm vorigen Jahr fiel mir auch sofort dabei ein.
    Schrecklich und mit hoher Wahrscheinlichkeit vermeidbar - wie auch hier im Brandenburgischen. Selbst, wenn sich die beiden Länder nicht untereinander austauschen sollten (aber Rundfunk und Presse sind ja allgemein bekannt), hätten die Polizeibehörden daraus etwas lernen sollen/können. Diese Diebstähle rechtfertigen es keineswegs Menschen(leben) in Gefahr zu bringen! Justiz etwas entlasten - o.k. aber 'n Haufen Papierkram haben die Polizisten jetzt trotzdem.

  3. 2.

    Das könnte wieder ein sinnloser Tod gewesen sein, wie von dem Mädel in Charlottenburg, da wurden auch nur Werkzeugdiebe verfolgt..
    Sch.. doch auf die Werkzeuge... :-(

  4. 1.

    Die Polizei beobachtet offenbar eine zeitlang, wie drei Fahrzeuge aufgebrochen werden, das Diebesgut jeweils umgeladen wird und schreitet erst ein, als die Diebe den Tatort verlassen? Und dann fliehen diese erfolgreich und unerkannt. Für mich klingt das Nichteinschreiten der Zivilpolizisten nach passiver Beihilfe an einer Straftat. Die Polizei hat nicht Verbrechen zu dulden, um danach mehr Vorwürfe zur Anklage bringen zu können, sondern sie muss sofort einschreiten und damit auch weitere Straftaten verhindern. Und wenn sie auch nur einen Dieb erwischt hätten, wäre die Fahndung nach den anderen leichter. Und der Schaden wäre geringer, vielleicht nur an einem der drei Fahrzeuge.

    Entweder das Verhalten der Polizei ist zutiefst verstörend, oder die Schilderung des Vorgangs stimmt nicht. Beides ist nicht akzeptabel. Fällt sowas nicht beim Schreiben des Artikels auf?

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