In einer Wärmebildaufnahme der Hubschrauber-Suche sind ein Polizist (l.) und die Pilzsammlerin (r.) nahe Krausnick (Dahme-Spreewald) zu sehen. (Bild: Polizei Brandenburg)
Links ein Polizeibeamter, rechts die Seniorin. Quelle: Polizei Brandenburg
Video: rbb|24 | 25.10.2019 | Material: Polizei Brandenburg | Bild: Links ein Polizeibeamter, rechts die Seniorin. Quelle: Polizei Brandenburg

Hubschrauber findet Pilzsammlerin - Berliner verliert Schwiegermutter im Brandenburger Wald

Ein Mann aus Berlin hat seine 79-jährige Schwiegermutter beim Pilze sammeln in einem Brandenburger Wald verloren. Weil die Dunkelheit nahte, setzte die hinzugerufene Polizei einen Hubschrauber ein, der die Seniorin ausmachen konnte.

Bereits am späten Mittwochvormittag hat ein Berliner seine 79-jährige Schwiegermutter in der Nähe von Krausnick (Dahme-Spreewald) beim Pilze suchen im Wald aus den Augen verloren und nicht wiedergefunden.

Kurz vor 18 Uhr informierte der Mann die Polizei, die wegen der verstrichenen Zeit und der eintretenden Dunkelheit einen Hubschrauber zur Suche nach der Rentnerin einsetzte.

Die Besatzung des Hubschraubers fand die Frau, das zeigen auch die Wärmebildaufnahmen, die die Polizei veröffentlichte, und navigierte den Streifenwagen in die Nähe. Kurz danach wies die Besatzung zwei Polizeibeamten dann zu Fuß den Weg durch den Wald zu der Frau, die sich in unmittelbarer Nähe einer Bahnstrecke aufhielt (im Bild oben ist links der herannahende Polizeibeamte, rechts die 79-Jährige zu sehen). Die Seniorin wurde nach Polizeiangaben gegen 19:30 Uhr "wohlbehalten aufgefunden".

Mehrere Hubschraubereinsätze über Brandenburger Wald

Die 79-Jährige ist in diesem Herbst nicht die erste vermisste Person, die in diesem Herbst per Hubschrauber im Brandenburger Wald gesucht werden muss. Erst am 15. Oktober war im Landkreis Teltow-Fläming ein vermisster 85-jähriger Pilzsammler trotz Hubschraubersuche drei Tage lang alleine durch den Wald geirrt. Erst am Abend des dritten Tages hatte ihn ein Waldarbeiter gefunden.

Ebenfalls mit einem Hubschrauber gesucht und auch gefunden werden musste Ende September eine Berlinerin, die sich bei Frankenförde (ebenfalls Teltow-Fläming) gemeinsam mit ihrem Hund im Wald verirrt hatte. Hier dauerte die Rettungsaktion mehrere Stunden.

Wie man sich im Wald verhalten soll

Die Polizei Brandenburg rät Pilzsuchern, sich vorab über die Gegebenheiten im Wald zu informieren, nicht zu tief in den Wald zu gehen und sich an die Hauptwege zu halten. Pilzsammler sollten Getränke, Verpflegung und warme Bekleidung mitnehmen und dafür sorgen, dass der Akku ihres Handys aufgeladen ist. Zudem solle man sich gut merken, wo man das Auto abgestellt hat.

Orientieren könne man sich im Wald, so der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg, Werner-Siegwart Schippel, indem man sich klar mache, wie man dorthin gelangt ist, wo man gerade ist. Dann könne man Helfern ungefähr sagen, wo man gegebenenfalls von der Straße abgebogen ist. "Was anderes hilft da nicht. Es gibt bestimmte Erkennungspunkte wie gegebenenfalls einen Windpark,  bestimmte markante Gebäude oder einen See, die einem aufgefallen sind. Auch die Entfernung kann jeder abschätzen. Am Tag ist auch klar, wo die Sonne steht. Es gibt also schon Orientierungshilfen. Am besten ist, wenn man sich vorher damit befasst."

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14 Kommentare

  1. 14.

    Im Grunde stimmt es ja. Brandenburgs Wälder sind klein und schnell zu durchlaufen. Das ist nicht Alaska. Merke ich jedesmal, wenn ich im angrenzenden, nicht kleinen Forst, laufen gehe. 7.5 km einmal durch. Beim Halbmarathon muss man Wege schon doppelt laufen. Aber, wenn man sich verirrt und die Dunkelheit Naht kommt Panik auf. Und dann werden Menschen irrational und laufen nicht mehr geradeaus sondern quasi im Kreis. Und dann wird der Wald riesig. Fragt mal den Hamster im Rad.

  2. 13.

    Echt jetzt? Im Gegensatz zu Ihrem aktuellen Kommentar hat der Beitrag von "DEM" immerhin Substanz. - Aber zum Thema: Abgesehen von den Unannehmlichkeiten fuer die Betroffenen und Kosten fuer die Allgemeinheit finde ich es schoen und spannend, dass man auch im Berliner Umland offenbar nicht alle 300 Meter auf Siedlungen und Strassen trifft. Das ist ein Schatz, den wir erhalten, pflegen und oefter nutzen sollten - Vielleicht nur mit etwas besserer Vorbereitung hinsichtlich der Orientierung. Die kann man ja auch im hoeheren Alter noch trainieren.

  3. 11.

    Sich im Wald zu verirren, kann jedem passieren.
    Ich selbst habe mal in einem Waldstück, ganz nah bei meiner Wohnung, die Orientierung beim Pilzesammeln verloren. Dabei glaubte ich, diesen Wald zu kennen wie meine Westentasche. Dann brach die Dunkelheit herein, was es nicht leichter machte, den richtigen Weg zu finden. Ich habe es dann doch geschafft, nach Hause zu finden - zum Glück.
    Für alle Schlaumeier: Das war noch vor dem GPS-Zeitalter.

  4. 10.

    ein netzunabhängiger Kompass kann auch nicht schaden Im „Pilze finden“-Modus im unübersichtlichen Gelände kann man schon mal die Orientierung verlieren. Und manchmal weiss man als älterer Mensch nicht vorher, dass früher vertraute Gelände fremd geworden sind. Gut dass es die Rettungsdienste und aufmerksame Waldarbeiter gibt

  5. 9.

    Eine solche Überlegung und anschließendes Aktivwerden wünsche ich Ihnen dann, wenn Sie selbst mal in Not geraten.

  6. 8.

    Ja, nee, is klar, Fred und Krea: SIE betreiben sinn- und grundloses Bashing von 'rbb24-Nutzer' und werfen IHM dann Trollen vor??! Das ist im eigentlich Sinn des Wortes pervers. - Also, bitte sachliche Antworten auf 'rbb24-Nutzer' - oder trollen SIE sich. Am besten zum Wulstlinge suchen in der Taiga.

  7. 7.

    Wie wahr. rbb-24-nutzer zeigt regelmäßig das es vor allen Dingen eins so riiiichtig gut kann: Trollen! :)

  8. 6.

    iWie wahr. rbb-24-nutzer zeigt regelmäßig das es vor allen Dingen eins so riiiichtig gut kann: Trollen! :)

  9. 4.

    Das bezahlen dieselben Leute, die Ihnen hier mit diesem Forum die Möglichkeit geben, auch größten, zynischen Unsinn zu verbreiten.

    Na und wenn schon Selbstverschuldung beim Hergang eine Rolle gespielt haben soll, was ändert das an der Notlage der Frau? Eine Leiche wäre Ihnen offenbar lieber? Ist ja nicht Ihre Anverwandte, da kann man schonmal komplett entmenschlicht und unsolidarisch daherpöbeln, nicht wahr?

    Zudem war es eine Polizeiaktion, die man in keinster Weise kritisieren könnte, anders als leider so viele unnötige, politisch motivierte, selbstinszenierende Einsätze von teils Hundertschaften, inkl. Hubschrauber.

  10. 3.

    Vielleicht sollte man auch mal über eine bessere Beschilderung der Waldwege nachdenken. Die Kosten dafür dürften nicht so hoch sein, wie die Hubschraubereinsätze.

  11. 2.

    So kommentiert man doch nur, wenn man denkt, man macht alles richtig im Leben. Da kann ich nur den Kopf schütteln.
    Und selbst wenn der Steuerzahler den Einsatz bezahlt, was stört Sie daran? In erster Linie ist die Frau gefunden worden und das ist das Wichtigste....

  12. 1.

    Eigentlich müsste man doch in dem Alter wissen wie man sich im Wald verhält.
    Wer bezahlt das eigentlich mit Hubschraubereinsatz und so weiter ?

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