Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt (Bild: imago images/A. Friedrichs)
Video: Brandenburg aktuell | 25.11.2019 | Sascha Erler | Bild: imago images/A. Friedrichs

Weihnachtsmärkte in Berlin und Brandenburg starten - Jetzt ist wieder mehr Lametta

Er gehört einfach zur Vorweihnachtszeit: der Duft nach gebrannten Mandeln und Glühwein. Traditionell eröffnen nach dem Totensonntag die größten Weihnachtsmärkte in Berlin und Brandenburg. Hier gibt's einen Überblick.

Mit der Eröffnung der großen traditionellen Berliner Weihnachtsmärkte hat am Montag die festliche Stimmung in der Innenstadt begonnen. An der Gedächtniskirche locken zum Beispiel rund 150 geschmückte Stände sowie ein 20 Meter hoher Weihnachtsbaum mit tausenden roten und goldenen Kugeln.

Um 17 Uhr ereöffnete der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) den Weihnachtsmarkt, anschließend wurde die Festbeleuchtung eingeschaltet. 50 Lichtinseln wurden zwischen den Hütten aufgebaut. Bereits seit Mitte November ziert den Breitscheidplatz eine 25 Meter hohe Tanne, die von einem Ehepaar aus Berlin-Rudow im eigenen Garten gefällt und gespendet wurde.

Der Weihnachtsmarkt neben der Gedächtniskirche wird drei Jahre nach dem Terroranschlag erneut stark abgesichert - mit Pollern und durch bewaffnete Polizisten. Auch auf allen anderen großen Weihnachtsmärkten in Berlin und auch Brandenburg gelten hohe Sicherheitsstandards, die aber die weihnachtliche Stimmung nicht großartig beeinträchtigen sollen, hoffen die Veranstalter.

Alex bleibt ein Hotspot der Weihnachtsmärkte

Beliebt ist Jahr für Jahr auch der Weihnachtsmarkt am Roten Rathaus, der erneut eine Eisbahn für Schlittschuhläufer am Neptunbrunnen bietet. Er ist traditioneller angelegt, mit Altberliner Kulissen aus dem 19. Jahrhundert. Gleich nebenan beim Weihnachtsmarkt auf dem Alexanderplatz können sich die Besucher zu Rostbratwurst und Glühwein unter einer überdimensionalen Weihnachtspyramide treffen.

Der Weihnachtsmarkt auf dem Gendarmenmarkt lockte im vergangenen Jahr rund 800.000 Menschen in die historische Kulisse zwischen Konzerthaus, deutschem und französischem Dom. Der Eintritt kostet 1 Euro, Kinder bis 12 Jahre sind frei.

Mammut-Angebot in der Spandauer Altstadt

Auch am Schloss Charlottenburg öffnet am Montag einer der bekanntesten Weihnachtsmärkte der Hauptstadt - nachdem dies zunächst wegen Bedenken am Sicherheitskonzept fast gescheitert wäre. Die Umgebung des Schlosses verwandelt sich in eine romantische winterliche Dorflandschaft.

Angesagt ist auch Jahr für Jahr der Spandauer Weihnachtsmarkt in der Altstadt. Von Montag an bis zum 22. Dezember erwarten über 250 Stände die Besucher an Wochentagen, an Wochenenden sind es sogar knapp 400. Der Eintritt ist frei.

Für Freunde kleinerer und romantischer Weihnachtsmärkte ist auch in diesem Jahr wieder die Kulturbrauerei eine Anlaufstelle. Der "Lucia"-Weihnachtsmarkt lockt von Montag an bis zum 22. Dezember mit seiner besinnlichen Atmosphäre und einem täglichen kulturellen Programm.

City West leuchtet ab Mittwoch

Ab Montag steht auch die traditionelle Weihnachtstanne am Brandenburger Tor. Sie misst 22 Meter, ist rund 50 Jahre alt und stammt aus Thüringen. Zunächst wird der Baum dekoriert mit 30.000 Lichtern und Hunderten Kugeln, in einer Woche dürfte er dann in voller Pracht erleuchten.

Heller wird es ab Mittwoch auch auf dem Kurfürstendamm. Am Joachimsthaler Platz wird dann um 18 Uhr die Weihnachtsbeleuchtung für die City-West gestartet. Fast sechs Wochen lang verwandeln die rund 600 Bäume den Pracht-Boulevard und den Tauentzien in ein Lichtermeer. Die Kosten dafür liegen bei insgesamt 600.000 Euro und werden zum Großteil von Sponsoren übernommen.

"Blauer Lichterglanz" in Potsdam

Auch in Brandenburg öffnen am Montag die größten und beliebtesten Weihnachtsmärkte des Landes. Um 16 Uhr öffnete in der Landeshauptstadt Potsdam auf dem Luisenplatz und in der
Brandenburger Straße der große "Blaue Lichterglanz"-Markt.

In Cottbus wurde traditionell zum Start um 14 Uhr ein sieben Meter langer Weihnachtsstollen angeschnitten. Die Stände sind dort rund um die Fußgängerzone und den Altmarkt verteilt. Die Besucher des "Budenzaubers" in Brandenburg/Havel erwartet seit Montag im historischen Stadtkern wie jedes Jahr eine 20 mal 18 Meter große Eisbahn.

In Frankfurt (Oder) hat am Montagnachmittag der Weihnachtsmarkt auf dem historischen Marktplatz im Stadtzentrum begonnen. Bis zum 29. Dezember stehen die Gassen zwischen Rathaus, Brunnenplatz, Marienkirche und Bolfrashaus ganz im Zeichen der "OderWeihnacht".

Mehrwöchige Weihnachtsmärkte in Berlin und Brandenburg - eine Auswahl

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10 Kommentare

  1. 9.

    Und genau so sollte es sein. Die Menschen die über einen Weihnachtsmarkt gehen genießen diesen Moment und wie Sie treffend erkannt haben,nach ein paar leckeren Glühweinen stört einen der Rest auch nicht mehr. Ich wünsche Ihnen jedenfalls eine schöne Zeit.

  2. 8.

    Ich gehe gerne auf Weihnachtsmärkte (Alex, Charlottenburg, Spandau...) Und nach ein paar Glühwein sind einem auch die Polizisten mit den MPis egal... ;)

  3. 6.

    "Jetzt ist wieder mehr Lametta "

    War der Verfasser dieser Überschrift schon im Glühwein-Glimmer als er diese gruselige Überschrift formulierte?

    Wie sollen unsere neuen Mitbürger eigentlich vernünftiges Deutsch lernen, wenn nicht einmal die Medien es beherrschen? Ich jedenfalls kann den Sinn einer solchen Überschrift nicht erfassen.

  4. 5.

    Ich selber bin kein großer Weihnachtsmarktgänger, jedoch gehört es einfach in diese Zeit mit dazu und ich freue mich für alle Menschen die Spaß daran haben. Nörgler sollten sich hier einfach mal zurückhalten, wenigstens für diese Zeit.

  5. 4.

    Ich finde das es keinen Spaß mehr macht auf einen Weihnachtsmarkt zu gehen.
    Das macht leider keinen Sinn mehr, bei soviel notwendigen Schutzmaßnahmen.

  6. 3.

    'Er gehört einfach zur Vorweihnachtszeit: der Duft nach erbrochenen Mandeln durch zu viel Glühwein.'
    Schon wenige Stunden nach der Eröffnung des Weihnachtsmarktes in Cottbus habe ich Glühweinopfer über die Schienen der Straßenbahn schwanken sehen. Hier könnte der RBB mal bei der Polizei nachhaken, ob es während der Weihnachtsmarktzeit zu auffallend mehr Unfällen kommt oder Trunkenheit im Verkehr (Auto und Fahrrad), gewalttätige Auseinandersetzungen (Körperverletzungen), Angriffe auf Polizisten/Rettungskräfte etc. Auch ob für den Schutz der Märkte Polizisten abgestellt werden und dafür andere Aufgaben eingeschränkt werden müssen. Bekanntlich ist die Personaldecke dünn.

  7. 2.

    In der Adventszeit ist es zu einer schönen Tradition geworden, am zweiten und dritten Adventswochenende den Adventsmarkt in der Marienkirche Frankfurt (Oder) zu besuchen. Der 21. Adventsmarkt im Jahr 2019 findet an folgenden Wochenenden jeweils ab 13 Uhr statt:
    - 2. Advent: 07. und 08. Dezember 2019
    - 3. Advent: 14. und 15. Dezember 2019
    Marktschluss ist immer um 19 Uhr, letzter Einlass ist 18:30 Uhr
    Mehr Infos gibts im Netz unter www.weihnachtsmarkt-marienkirche.de

  8. 1.

    Hallo RBB-Redaktion, auch in Frankfurt (Oder) gibt es ab heute (25.11.2019) bis zum 29.12.2019 einen Weihnachtsmarkt. Ein Hauch von Weihnachtsstimmung schwebt über dem historischen Marktplatz im Zentrum der Oderstadt. Auf dem Areal zwischen Rathaus, Brunnenplatz, Marienkirche und Bolfrashaus lädt Frankfurt in der Adventszeit zur „OderWeihnacht“ ein. Der Weihnachtsmann schlendert zur feierlichen Eröffnung am 25.11. ab 17 Uhr durch die Gasse und begrüßt Groß und Klein auf der OderWeihnacht mit kleinen Köstlichkeiten. Das ist auch der Start für freies WLAN auf dem Marktplatz, eingerichtet von den Stadtwerken Frankfurt (Oder).
    Mehr Infos gibts im Netz unter www.oderweihnacht.de

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