Herz, Niere, Lunge - 464 Berliner und 327 Brandenburger warten auf Organspende

Ein Styropor-Behälter zum Transport von zur Transplantation vorgesehenen Organen wird am eines OP-Saales vorbei getragen. (Quelle: dpa/Soeren Stache)
Bild: dpa/Soeren Stache

464 Berlinerinnen und Berliner sowie 327 Brandenburgerinnen und Brandenburger stehen derzeit auf der Warteliste für eine Organspende. Das berichtete am Freitag die Techniker Krankenkasse (TK) anlässlich des Tages der Organspende am Samstag. Sie bezieht sich auf die Auswertungen der Stiftung Eurotransplant.

Die Warteliste hat sich seit demnach Anfang des Jahres kaum verändert: Im Januar standen in Berlin ebenfalls 464 und in Brandenburg 329 Patientinnen und Patienten auf der Warteliste.

39 Menschen in Berlin warten auf ein neues Herz

In Berlin hoffen 374 Patientinnen und Patienten auf eine Spenderniere, 39 auf ein Herz, 27 auf eine Leber, 22 auf eine Lunge und 21 auf eine Bauchspeicheldrüse.

Die Zahl der Organspender und der gespendeten Organe in Berlin ist in den ersten fünf Monaten dieses Jahres leicht gestiegen. Das teilte die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) unter Berufung auf vorläufige Ergebnisse am Freitag mit. Demnach gab es von Januar bis Ende Mai 22 Spender, denen nach dem Tod ein oder mehrere Organe entnommen wurden. Die Zahl der postmortal gespendeten Organe stieg laut DSO von 55 auf 68.

262 Schwerkranke warten in Brandenburg auf eine neue Niere

In Brandenburg sind 262 Schwerkranke auf eine neue Niere angewiesen. 35 Betroffene benötigen ein Spenderherz, 18 eine Leber, zwölf eine Bauchspeicheldrüse und elf eine Lunge.

In Brandenburg liegt die Zahl der Organspender weiter deutlich unter der Zahl von Menschen, die auf ein Organ warten. Laut der DSO gab es von Januar bis Mai dieses Jahres neun Spender, denen nach dem Tod ein oder mehrere Organe entnommen wurden. Die Anzahl der postmortal gespendeten Organe stieg laut DSO von 20 auf 27.

Unter den Wartenden gibt es auch Patientinnen und Patienten, die zwei Organe benötigen.

Sendung: Abendschau, 04.06.2021, 19:30 Uhr

5 Kommentare

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  1. 5.

    Seit nunmehr 30 Jahren gehe ich regelmäßig zur Blutspende, lediglich eine OP in 12/2019 hat mich für 12 Monate kaltgestellt. Mein Organspendausweis tragenich seit ca. 25 Jahren in meinen Papieren immer bei mir. Die Registrierung als Knochenmarkspenderin liegt mittlerweile ebenfalls 25 Jahre zurück. GsD geht es meinem genetischen Zwilling irgendwo auf dieser Welt so gut, dass ich bislang nicht mit meinem Knochenmark einspringen musste.
    Die Unterlagen bei sich zu tragen bedeutet nicht, dass ich im Notfall als Ersatzteillager missbraucht werde. Aber ich weiß und bin beruhigt, dass meine Familie keine Entscheidung treffen muss, da ich diese bereits getroffen habe.
    Ich bin wie Andy der Meinung, dass alle ab Geburt für eine Organspende zur Verfügung stehen. Wer dies für sich oder die eigenen minderjährigen Kinder nicht möchte, muss halt widersprechen. Funktioniert in anderen Ländern ja auch.

  2. 4.

    Hätte ich nicht vor 10 Jahren eine Leberspende bekommen, wäre ich schon längst seit Jahren nicht mehr am leben und arbeiten. Organspenden rettet Leben.

  3. 3.

    Ich wäre absolut dafür, dass jeder erstmal automatisch als Organspender fundiert und erst auf ausdrücklichen Widerruf keiner ist. Dann hätte man bestimmt weniger Probleme...

    Aber nein, es muss ja alles andersrum sein -.-

  4. 2.

    Organtransplantationen lohnen sich finanziell nicht für die Krankenhäuser und das ist der Grund.

  5. 1.

    In jeder Apotheke kann man einen Organspendeausweis erfragen. Und immer dran denken, es könnte einen auch selbst mal "erwischen" oder einen Nahestehenden. Dan wäre man heil froh, wenn es einen Spender gäbe.

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