Niedrigwasser - Regen sorgt für Entspannung in Spree und Schwarzer Elster

Ein Radfahrer fährt über eine Brücke über den kleinen Fluss Schwarze Elster direkt an der Elstermühle. (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Bild: dpa/Patrick Pleul

Der viele Regen in den vergangenen Wochen in Brandenburg hat zu einer Entspannung beim Niedrigwasser in den Flüssen Spree und Schwarze Elster geführt. Das teilte das Umweltministerium am Mittwoch mit. Die Gefahr sei aber noch nicht gebannt.

Der Abfluss der Spree am Pegel Leibsch am Ausgang des Spreewaldes schwanke in den vergangenen Wochen zwischen 2,5 und 7 Kubikmeter pro Sekunde, hieß es. "Heiße Tage machen sich dabei durch einen schnellen Abflussrückgang bemerkbar", führte das Ministerium aus. Im langjährigen Mittel (1991 bis 2017) sind es im Juli dort demnach 7,26 Kubikmeter.

Grundwasserdefizite noch nicht ausgeglichen

Auch in Sachsen bewegten sich die Werte nahe dem langjährigen Mittel - obwohl es dort weniger geregnet habe als in Brandenburg, so das Ministerium. Die Grundwasserdefizite der Vorjahre seien allerdings noch nicht ausgeglichen. Daher machten sich mehrere regenfreie Tage schnell bemerkbar.

Aufgrund der Wetterprognosen und der vollen Speicher der beiden Flüsse geht das Umweltministerium davon aus, dass sich die Situation kurzfristig nicht verschärfen wird.

Viel Regen in Angermünde

Vor allem im Norden Brandenburgs regnete es zuletzt - nach einem trockenen Juni - stark. Die Station Angermünde (Uckermark) zählte Anfang Juli zu den "Spitzenreitern" im Norden. Nach Angaben des Landesamts für Umwelt fielen dort 169 Liter pro Quadratmeter. Das entsprach fast dem dreifachen Normalwert für den Monat Juni, der bei 59 Litern pro Quadratmeter liegt.

7 Kommentare

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  1. 7.

    Dankeschön für die Info.

    Dann kann man "gewässerschutzbeauftragter stadt springe" googeln, da kommt man auf eine PDF, in der man auf Seite 2 eine schöne Karte zur Häufung der Starkregenereignisse findet. Und das schon "nur" bis 2012. Für Tallagen mit kleinen Flüssen wird das in Zukunft sehr spannend....siehe aktuelle Starkregenkatastrophe in NRW und RP.

    Auf Seite 6 dann noch die Scheitelwellen von verschiedenen "Flussarten" weil wir ja die schwarze Elster hatten. Bin gespannt wann in Bad Liebenwerda das nächste Hochwasser kommt....

    Da kommt einiges auf Deutschland zu, Dresden kennt das ja auch noch von 2002, ein ist klar, diese Schäden durch Verzögerung beim Klimaschutz werden richtig teuer.

  2. 6.

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    Beste Grüße

  3. 5.

    Weiß denn jemand hier, wann das mit den extremen Begradigungen und Eindeichungen angefangen hat? wegen der DDR-Landwirtschaft? oder schon früher?

    Gibt es schon Pläne die schwarze Elster mal umfassend zu Renaturieren? mit anderen Flüssen ist das doch auch gelungen. Gut gegen Hochwasser, gut gegen Trockenheit, gut fürs Grundwasser......

  4. 4.

    Leider nicht nur in EE. Die Schwarze Elster sieht bereits ab Hoyerswerda gräßlich kanalartig aus und wird dann auch noch ab Höhe Großkoschen bis zum Wehr in Senftenberg künstlich trocken fallen gelassen, um die Wasserstände in den künstlichen Bergbauseen beizubehalten.
    Aber nichtsdestotrotz ist der Regen gut und wichtig. Leider treten aber in diesem Jahr die Trockenschäden der vergangenen Jahre in den Wäldern erst so richtig hervor.

  5. 3.

    Stauseen gibt es doch einige hier in Sachsen, gerade auch als Trinkwasserreservoir. Wie und wo wollen Sie denn noch mehr bauen?

    Der Regen darf einfach von versiegelten Flächen nicht mehr schnellstmöglich in die Flüsse geleitet werden sondern über Regenwasserrückhaltebecken und Versicherungsanlagen zurückgehalten werden. Wäre auch besser fürs Grundwasser. Auch komplett eingedeichte Flüsse wie die Schwarze Elster brauchen wieder natürliche Flussauen und Retentionsräume. Die Bereiche der Schwarzen Elster in EE sind ja grässlich, nix natürlich mehr.

  6. 2.

    Da Stauseen nicht die Lösung des Problems sind.

  7. 1.

    Wann wachen unsere Politiker vor Ort endlich auf und treffen Vorsorge wenn es Hochwasser gibt sollten endlich Stauseen gebaut werden die bei Hochwasser an den betreffenden Stellen Orte schützen könnten und wenn es Trocken ist entsprechend den Flüssen Wasser zuführt.
    Aber seit Jahren passiert nichts siehe wieder was gerade in Sachsen los ist die armen Menschen das müsste schon lange nicht mehr sein gäbe es entsprechende Anlagen die das Wasser abführen und auffangen.

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